Automatenverband in Bayern prangert deutsche Glücksspiel-Missstände an

Die Aufstellunternehmer von Automaten in Bayern und besonders der erste Vorsitzende des Automatenverbandes des Landes und zugleich Präsident des Bundesverbandes für Unternehmer im Automatenbereich machen ihrem ärger gegen die Neuversion des Glücksspielvertrags Luft.

Mit dieser soll der staatliche Alleinanspruch beibehalten und gestärkt werden. In der ganzen Bundesrepublik sollen 6.000 gewerbliche Betriebe, die größtenteils aus der Mittelschicht stammen, um ihre Existenz gebracht werden. So würden 70.000 Arbeitnehmer ihren Job verlieren.

Man ist nicht mit dieser Ruinierung der Betreiber von Glücksspielen, die von der Regierung vorgesehen ist, einverstanden. Die Sicherung des Spielerschutzes, den der Staat von diesem Geschäften fordert, setzt er in seinen eigenen Spielbanken nicht oder sehr wenig um.

Auch mit dem Argument, das damit die Spielsucht bekämpft werden soll, ist hier nur eine Schutzbehauptung, denn wie bewiesen, sind nur 0,2 Prozent der Spieler von Glücksspiel, Wetten, Lotterien etc. darin involviert. Diese Maßnahme hat die Aufgabe die gewerblichen Betreiber von Automaten schachmatt zu setzen, um so die Erträge des Staates zu steigern.

Auch die nach Auffassung des Verbandes nicht zumutbare Kontrollen und Einschränkungen infolge der Bürokratie des Landes und der Politiker, die Kontrollfreaks sind und sich in den Mittelpunkt stellen, schmecken den Leuten vom Verband gar nicht.

Diese Volksvertreter sehen überall Strukturierungsmängel beim Glücksspiel auf gewerblicher Ebene. Die Automaten in den Gaststätten sollen nach Durchsetzung des Rauchverbots in diesen Lokalitäten reduziert werden. So steht auch die Lebensgrundlage zahlreicher Gastronomen auf dem Spiel.

Der Verband ist ebenfalls dagegen, dass die rechtmäßigen Spieler auf den Schwarzmarkt des Netzes, sprich virtuelle Casinos und Wettstätten, in denen kein Gesetz gegen Betrug zu finden ist und wo man unbegrenzt viel Geld verspielen kann, genötigt werden.

Hier finden sich auch keine Kontrolle der Geräte und keine soziale überwachung ganz zu schweigen vom Schutz von Minderjährigen. Man ist auch wenig davon begeistert, dass Gelder von deutschen Steuerzahlern an ausländische Betreiber ohne Lizenz gehen, hierbei handelt es sich um einen jährlichen Betrag von 4 Milliarden Euro.

Der Bundesrepublik gehen durch diesen Vorgang jedes Jahr anderthalb Milliarden Euro an Abgaben und andere Steuern im Bereich des rechtmäßigen Glücksspiels durch die Lappen. Der Verband ist auch mit der starken Willkür der Politiker und deren nicht-öffentlichen Politik alles andere als einverstanden.

Der Verband echauffiert sich auch über die große Vernachlässigung der Unternehmen im Bereich der Spielautomaten aus dem Mittelstand. Hier gibt es nur zwei Ausbildungsmöglichkeiten und die Spielbanken mit staatlichen Zulassungen haben klar die Nase vorn.

Die rechtmäßigen Betreiber haben infolge der strengeren Kriterien mit starken Einschränkungen ihre Freiheit als Unternehmer und ihres Besitzes zu rechnen, womit sich der Automatenverband in Bayern gar nicht anfreunden kann.