Reduktion von Spielhallen in Aachen

Reduktion von Spielhallen in Aachen

Bisher war die Peterstraße das Konzentrationsgebiet für entsprechende Glücksspieletablissements. Nun soll es nur noch teilweise gestattet werden, vor Ort Spielhallen zu betreiben oder neu zu eröffnen. Das Spielhallenkonzept sieht vor, dass in Bebauungsplanverfahren Vergnügungsstätten, zu denen Spielhallen gehören, ausgeschlossen werden können.

Verkleinerung der Konzentrationsfläche

Die Konzentrationsfläche in Aachen wurde bereits im Jahr 1988 mit einem Ratsbeschluss festgelegt. In diesen Tagen wurde im Rat einstimmig die Verkleinerung eben dieser Konzentrationsfläche beschlossen. Was dies genau bedeutet?

– weniger Spielhallen in der Stadt

– Verkleinerung des Bereichs, wo Spielhallen eröffnet werden können

– keine Erlaubnis von Spielhallen in Bestimmten Gebieten, zum Beispiel am Busbahnhof

In innerstädtischen Geschäftsbereichen war es bisher den Betreibern gestattet Spielhallen zu eröffnen. Durch den neuen Ratsbeschluss kann nun von Seiten der Verwaltung in Bauleitverfahren die Einrichtung von Spielhallen ausgeschlossen werden. Hintergrund für diese Entscheidung ist der negative Effekt, der dadurch entsteht, dass zu viele Etablissements dieser Art in einem Ballungsgebiet im Stadtzentrum eröffnet werden. Mit dem Glücksspiel und vor allem auch mit Spielhallen geht eine negative Einstellung einher. Das Stadtbild wird nach Meinung vieler Parteien enorm verschlechtert. Auch in anderen Städten wird aktuell dagegen gekämpft, dass immer mehr Spielhallen in Ballungsgebieten eröffnet werden. Macherorts werden diese sogar als Schandfleck der Stadt bezeichnet.

Komplettes Spielhallenverbot nicht durchsetzbar

Mit Sicherheit gibt es an der einen oder anderen Stelle auch den Wunsch, die Spielhallen komplett aus der Stadt zu verbannen. Dies ist jedoch in der Realität nicht umsetzbar, weder in Aachen noch in vielen anderen Städten. Viele Spielhallen genießen Bestandschutz. Ein Verbot von Spielhallen im gesamten Stadtgebiet ist daher rechtlich nicht durchsetzbar.

Geldbuße für Betreiber einer illegalen Spielhalle in Berlin-Mitte

Geldbuße für Betreiber einer illegalen Spielhalle in Berlin-Mitte

Im Bezirk Mitte soll dies nicht geduldet werden, daher geht man hier nun verstärkt gegen die Betreiber dieser illegalen Einrichtungen vor. Ein gutes Beispiel ist ein Gerichtverfahren, bei dem ein Betreiber einer Spielhalle im Wedding zu einer hohen Geldbuße verdonnert wurde.

In Mitte wurde gegen den Betreiber einer illegalen Zockerbude nun das Urteil gesprochen, für den Betreiber ist dies vernichtend, denn er muss wegen seiner illegalen Spielhalle ein Bußgeld in Höhe von 41.500 Euro zahlen. Es wurde bereits angekündigt, dass dies nur der Anfang sei. Für die Betreiber entsprechender Etablissements könnte es somit in Zukunft teuer werden.

Wie sich die Strafe für den Spielhallenbetreiber zusammensetzt:

– 1.000 Euro wegen des Fehlens einer Spielhallenerlaubnis

– 500 Euro wegen des Fehlens einer Geeignetheitsbescheinigung

– 40.000 Euro wurden als Verfallssumme festgelegt (Einzug von angefallenem Vermögen)

Vermögensabschöpfung wurde als rechtens eingestuft

Das Ordnungsamt hatte in der Vergangenheit bereits darauf gepocht, dass eine Verfallssumme festgelegt werden müsse. Hierbei handelt es sich um eine errechnete Summe, die das angefallene Vermögen abdeckt. Die Summe wird mit Hilfe des LKAs direkt aus dem Spielautomaten mit einer speziellen Software ausgelesen. Durch die rechtliche Anwendbarkeit der Vermögensabschöpfung müssen sich in Zukunft wohl auch andere Betreiber auf hohe Bußgelder einstellen, die gezahlt wirden müssen, wenn sie beim Betrieb von illegalen Glücksspieletablissements gefasst werden.

Viele Spielhallen müssen schließen

Viele Spielhallen müssen schließen

Auch wenn die Gesetzgebung bundesweit nicht einheitlich ist und verschiedene Bundesländer die Regelung unterschiedlich durchsetzen wollen, so sehen zahlreiche Automatenbetreiber sich in der eigenen Existenz bedroht. Einige der Bundesländer haben bereits angekündigt, dass per Losverfahren entschieden werden soll, welche Spielhallen bestehen bleiben sollen.

Wenn das Glücksspiel zum Glücksspiel wird wollen die Unternehmen nicht tatenlos zusehen und daher haben viele Automatenbetreiber bereits angekündigt, die Kommunen zu verklagen.

Der Bestandsschutz für bestehende Spielhallen ist im Jahr 2017 vorbei. Nicht nur für viele Spielhallen kann dies das Aus bedeuten, sondern auch die berufliche Zukunft für viele Mitarbeiter ist dadurch in Gefahr.

Was das Mindestabstandsgesetz generell vorsieht sind folgende Punkte:

– Automatenspiel Einrichtungen sollen einen gesetzlich vorgegebenen Mindestabstand zu anderen Glücksspiel Orten einhalten

– bisher galt der Bestandsschutz für bestehende Spielhallen

– ab Juli 2017 ist der Bestandsschutz vorbei und zahlreiche Spielhallen müssen schließen

– in vielen Bundesländern soll per Losverfahren über Schließungen von Spielhallen entscheiden

– Mitarbeiter und Unternehmer bangen um ihre Zukunft

In den verschiedenen Bundesländern sind die Mindestabstandsregelungen unterschiedlich. So soll in Berlin ein Mindestabstand von 500 Metern gelten, in Bayern hingegen wurde ein Mindestabstand von 100 Metern zwischen Glücksspieletablissements festgelegt. Viele Standorte von Automatenbetreibern verlieren durch diese Regelungen ihre Konzession. Hierbei wird jedoch in den meisten Ländern nicht entschieden, welche Spielhalle am längsten vor Ort ansässig ist, sondern das Los soll entschieden, welches Unternehmen die Spielhalle dicht machen muss und welche Mitarbeiter dadurch arbeitslos werden.

Spielerschutz auf Kosten der Mitarbeiter

Viele Spielhallen und Automatenbetreiber haben bereits Klagen gegen die Kommunen angedroht. Die Gesetzgebung rund um das Automatenspiel wurde aus dem Grund eingeführt, um die Verbraucher vor der Spielsucht zu schützen. Studien belegen, dass von Automatenspielen eine hohe Suchtgefahr ausgeht. Vor einigen Jahren waren die Spielhallen in vielen Städten wie Pilze aus dem Boden geschossen, in vielen Städten stieg dadurch die Anzahl der Spielsüchtigen und das Stadtbild veränderte sich nach Angaben von Bewohnern zum Negativen. Hier soll von Seiten des Staates nun ein Riegel davorgeschoben werden.

Mit dem Mindestabstandsgesetz soll der Plan realisiert werden, die Anzahl der Spielhallen, vor allem in Ballungsgebieten und Stadtzentren, zu verringern. Dass dies jedoch auch negative Folgen für Betreiber und Mitarbeiter haben wird, wird hierbei nicht berücksichtigt. Der Schutz der Spieler kann sich für die Angestellten der zu schließenden Etablissements negativ auswirken und so kommen die Verbraucher, in mancherlei Hinsicht, vom Regen in die Taufe.

Die Sportwette in der Kritik

Die Sportwette in der Kritik

Glücksspieletablissements und Wettstuben sind mit Vorurteilen belastet, sorgen in deutschen Städten für eine Herabwürdigung der Region und sind von vielen Menschen dieser Kultur nicht anerkannt. Dabei haben die meisten Menschen in der eigenen Historie mit Sicherheit schon einmal eine Wette gesetzt, nicht zwingend beim Sport und nicht zwingend gegen Geld, aber die Geschichte zeigt, dass das Wetten in gewisser Weise zur Natur des Menschen gehört.

Schon als Kind wird mit einem Schulfreund gewettet, wer als erster bis zur nächsten Ecke gelaufen ist, Menschen wetten mit sich selbst, ob sie ihr persönliches, nächstes Ziel erreichen und auch im Fernsehen in Deutschland gab es mit der Show "Wetten dass…" eine Sendung, bei der es darum ging, unvorstellbar zu erreichende Taten zu vollbringen und hier als Zuschauer den eigenen Hang zur Wette zu erkennen. Wetten ist Risiko und Wetten ist auch eine Chance auf einen großen Gewinn, kein Wunder also, dass in anderen Kulturen und Ländern das Wetten selber längst anerkannt ist.

Natürlich kann man der Wette selber nicht nur positives abgewinnen, denn die Wette ist ein Glücksspiel und birgt auch Gefahren. Wer gewinnt könnte dazu verleitet werden, immer weiter zu wetten, wer verliert könnte versuchen, diesen Verlust mit der nächsten Wette auszugleichen.

Doch auch in der Geschichte spielt die Wette eine Rolle, denn würde es die Wette und somit die Herausforderung für die eigene Persönlichkeit nicht geben, so wäre die Geschichte mit viel weniger spannenden Ereignissen gespickt. Das Wetten bedeutet für viele Menschen auch Freiheit, denn es geht darum selbst zu entscheiden, wann und welcher Herausforderung man sich stellen will. Soll hier wirklich einzig und allein der Staat für eine ganze Kultur entscheiden dürfen, ob diese Freiheit der Menschen zulässig ist oder verboten werden sollte?

Der Wiederspruch des Staates

Während man den Fernsehzuschauern mit der Sendung "Wetten dass" die Freiheit gibt, selbst zu wetten, ob Ereignisse eintreffen oder nicht, wird das Wettangebot von Buchmachern in Deutschland überreguliert. In Groß Britannien sind die Wetten anerkannt, auch Sportwetten sind nicht verpönt und Spieler haben die Freiheit, selbst zu entscheiden ob und worauf sie ihre Wette setzen. Auch in Deutschland sollte nach Meinung von Wettfans diese Freiheit eingeräumt werden und den Menschen sollte es freistehen zu entscheiden, wann und wo sie eine persönliche Wette platzieren wollen, ob mit oder ohne Geldeinsatz.

Das Riesenrad des Glücksspiels

Das Riesenrad des Glücksspiels

Das größte Riesenrad der Welt befindet sich mit 167 Metern Höhe in Las Vegas, das zweitgrößte mit 165 Metern in Singapur. Auch wenn das "Golden Reel" in Macau bei der Höhe mit 130 Metern nicht mithalten kann, so liegt es was Extravaganz betrifft dennoch auf Platz Eins.

Das neue Riesenrad ist auf dem neuen Casino zu finden, welches von dem australischen Unternehmer James Packer eröffnet wurde. Hier fährt das seltsame Riesenrad zwischen zwei Hochhäusern in Form einer Acht. Zehn Personen finden hier in den 17 Kabinen gleichzeitig Platz. Neben der besonderen Attraktion hat das Studio-City-Casino in Macau noch weitere Highlights zu bieten:

– ein Virtual-Reality-Fahrgeschäft namens "Batman Dark Flight"

– ein Theater

– Zaubershows

Das neue Glücksspieletablissement in Macau bietet 1600 Zimmer in dem Hotelbereich und zahlreiche Restaurants. In dem Casino des Hotels können die Spieler sich an 250 Spieltischen vergnügen. Das neue Casino mit seinen Attraktionen hat den australischen Geschäftsmann laut Medienberichten zu Folge eine Summe in Höhe von 3,2 Milliarden US-Dollar gekostet.

Größer, schöner, besser

Die Devise lautet bei diesem Casino, dass hier natürlich mehr geboten werden muss, als bei den bereits bestehenden. Kein Wunder also, dass es Ende Oktober eine große Eröffnung gab, mit einem Showauftritt der Sängerin Mariah Carey und der Präsentation eines Kurzfilms von Scorsese mit den berühmten Schauspielern Leonardo DeCaprio, Robert De Niro und Brad Pitt in den Hauptrollen. Ziel des australischen Unternehmers ist es natürlich von dem boomenden Glücksspielmarkt in Macau zu profitieren.