Angedrohte Millionenklage von Novomatic

Angedrohte Millionenklage von Novomatic

Dies hat einen Aufschrei der Glücksspielanbieter zur Folge, so droht beispielsweise Novomatic mit einer Millionenklage. Das Glücksspielunternehmen hatte im Vorfeld bereits angekündigt, dass man nicht vorhabe sich an das Verbot zu halten. Novomatic ist überzeugt davon, dass es sich bei dem Verbot tatsächlich um gar keins handeln kann, da der Konzern über rechtskräftige Bescheide verfüge, die das Angebot des kleinen Glücksspiels erlauben.

Schon vor dem Jahreswechsel hatte Novomatic die eigenen Rechtsanwälte mobilisiert, die alle rechtlichen Mittel einsetzen sollten, um gegen das Verbot vorzugehen. Gesprochen wurde von einer verfassungsrechtlichen Klärung. Auch die Schadensersatzklage wurde bereits im Vorfeld angedroht. Hier wird über eine Klage in Millionenhöhe gesprochen, denn Novomatic habe nach eigenen Angaben vor, sämtliche Schäden bis zum Auslaufen des letzten Bescheides für die rund 1700 Automaten von Novomatic in Wien und alle zusätzlichen Kosten einzuklagen.

Verbot des kleinen Glücksspiels mit bevorstehenden Folgen

Novomatic ist nicht der einzige Anbieter, der bereits im Vorfeld angekündigt hatte, auf die Barrikaden gehen zu wollen. Neben weiteren, zu erwartenden Schadensersatzklagen, wird zudem damit gerechnet, dass durch das Verbot des kleinen Glücksspiels vermehrt illegale Glücksspielangebote in Wien auftauchen werden.

Glücksspielexperten sind der Meinung, dass ein generelles Verbot meist nicht sonderlich effektiv ist, da ein solches Verbot das kleine Glücksspiel in diesem Fall in die Illegalität abdrängen würde. Weitere negative Folgen des kleinen Glücksspielverbots sind beispielsweise das Wegfallen von mehreren hundert Jobs.