Versteckte Spielhölle aufgeflogen

Versteckte Spielhölle aufgeflogen

Spielhallen sind jedoch nicht zwingend illegal, viele der Betreiber verfügen über Lizenzen und bieten das Glücksspiel dementsprechend legal an. Nichtsdestotrotz gibt es noch immer Bars, Raststätten, Restaurants und ähnliche Etablissements, die über verborgene Hinterzimmer verfügen. Teilweise sind diese illegalen Hinterzimmer wirklich gut versteckt, wie es das aktuelle Beispiel in einem Grazer Lokal beweist.

Die Polizei entdeckte in einem Grazer Lokal eine Geheimtür, hinter welcher sich ein Hinterzimmer verbarg, in dem illegales Glücksspiel betrieben wurde. Hier konnten bei der Kontrolle der Polizei 28 Glücksspielgeräte beschlagnahmt werden. Zutritt erhielten bei der vertäfelten Geheimtür nur diejenigen Besucher, die vorher durch die verschiedenen Kameras abgecheckt und als unbedenklich eingestuft wurden. Die Kontrollen wurden von der Landespolizeidirektion Steiermark gemeinsam mit der Finanzpolizei Kontrollen nach dem Glücksspielgesetz in zwei Grazer Lokalen durchgeführt.

Zwangsweise Öffnung der Geheimtür

Während bei der Kontrolle durch die Polizei in dem Grazer Lokal niemand der Angestellten etwas von einer geheimen Tür oder einem geheimen Raum gewusst haben wollte, verschaffte sich die Polizei Zutritt zu dem illegalen Hinterzimmer. Die 15cm dicke Holztür, die sehr gut getarnt war, wurde dann zwangsweise geöffnet. Die illegalen Spielgeräte, die sich in dem Zimmer dahinter befanden, wurden dann von Seiten der Polizei beschlagnahmt.

Kampf gegen kleines Glücksspiel

Kampf gegen kleines Glücksspiel

So kommt es, dass mehr und mehr kleines Glücksspiel angeboten wird, obwohl die Betreiber hierfür keine Genehmigung besitzen. Die Betreiber von diesen Etablissements geben selbst zu, dass es unzählige illegale Automaten und Spielhallen gebe, jedoch keiner gewillt sei, sich nach einem Gesetz zu richten, welches selbst nicht legal zu sein scheint.

Zum kleinen Glücksspiel zählen die als einarmige Banditen bekannten Glücksspielgeräte. Nach dem die bestehenden Konzessionen ausgelaufen waren, wurden zwar neue Vergeben, diese gingen jedoch an den bekannten Marktführer Novomatic, die kleinen Betreiber blieben hierbei auf der Strecke. Dazu komme das bestehende Glücksspielgesetz, welches erst im Jahr 2010 von Seiten des Europäischen Gerichtshofs als nicht EU-rechtskonform bezeichnet wurde, so die Betreiber.

Auch wenn das Gesetz bereits überarbeitet wurde, so wird es dennoch von vielen Seiten kritisiert, vor allem von Seiten der Betreiber. Durch die bestehende Gesetzgebung wird das Monopol gefördert, dies wird mit dem Spielerschutz gerechtfertigt, denn nur durch das Monopol könne ausreichend Kontrolle stattfinden. Dass es dennoch viel zu viele illegale Angebote gibt bleibt hierbei offensichtlich außen vor.

Die Politik hat es sich nun auf den Plan geschrieben, das illegale kleine Glücksspiel stärker zu bekämpfen. Durch Razzien und Beschlagnahmungen soll das kleine Glücksspiel ausgebremst werden. Die Polizei schätzt derzeit die Anzahl der illegal aufgestellten Automaten auf 120. Das illegale Angebot stelle ein großes Problem dar, so die Regierung, denn durch das illegale Angebot könne der Spielerschutz nicht gewährleistet werden. Auch der Jugendschutz könne an den Spielautomaten nur unzureichend gewährleistet werden, da nicht ausreichend Kontrollen stattfinden würden und so Jugendliche mehr und mehr Möglichkeiten haben an Spielautomaten zu spielen.

Einsatz gegen illegale Sportwetten in Memmingen

Einsatz gegen illegale Sportwetten in Memmingen

Neben der Memminger Kripo unterstützten auch das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West, die örtliche Polizeiinspektion, die Kemptener Kripo, das Ordnungsamt und die Steuerfahndung die Aktion. Dabei wurden insgesamt sechs Spielhallen bzw. Gaststätten mit Glücksspielgeräten von über 40 Beamten gestürmt.

Die Stürmung der Etablissements war durch den Verdacht möglich, dass vor Ort illegal Live-Sportwetten angeboten werden. Die Razzien wurden somit quasi auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen durchgeführt. Die Beamten hatten somit einen Durchsuchungsbeschluss, der von Seiten des Amtsgerichts ausgegeben wurde.

Die Aktion wurde für die Polizisten zum vollen Erfolg, denn bei den Durchsuchungen wurden 26 Wettterminals und einige tausend Euro Spieleinsätze sichergestellt. Zudem konnten mehrere Spieler direkt beim Spielen überführt werden. Für diese bedeutet dies nun, dass bald ein Ermittlungsverfahren gegen sie eingeleitet wird.

Was das mit sich bringen wird ist bisher noch unklar, jedoch können sich die Spieler darauf einrichten, dass es kein positives Ergebnis bringen wird. Die Kripobeamten Memmingens sind zufrieden mit der Aktion, die sehr zum eigenen Vorteil verlaufen ist und sich somit für die Beamten bezahlt gemacht hat.

Technische Wetteinrichtungen sind in Deutschland bisher noch strafbar. Nicht nur die Betreiber machen sich damit strafbar, sondern auch die Spieler spielen illegal und können dafür zur Verantwortung gezogen werden. Die Erlaubnis für das Angebot von Glücksspiel muss in Deutschland in Form einer Lizenz erteilt werden.

Die Betreiber die keine solche Lizenz inne haben betreiben das Glücksspiel illegal. Sowohl die Veranstalter als auch die Spieler können aus diesem Grund zur Rechenschaft gezogen werden.