Novomatic weiterhin auf Wachstumskurs

Novomatic weiterhin auf Wachstumskurs

Das Unternehmen gibt an sich in diesem Jahr voll und ganz auf den Kernmarkt Europa zu konzentrieren. Das Ziel ist hoch gesteckt, dennoch gibt der Konzernchef Harald Neumann überzeugt an, dass es in diesem Jahr das Unternehmensziel auf allen Märkten Europas, in denen das Glücksspiel reguliert ist, die Marktführung zu übernehmen.

Zukäufe und Expansionen sind vor allem in folgenden europäischen Glücksspielmärkten geplant:

– Großbritannien

– Spanien

– Deutschland

– Italien

Strenge Regulierungen und Gesetzgebungen erschweren die Umsetzung der ambitionierten Pläne. Dennoch, auch wenn in Deutschland ab 2017/2018 strengere Glücksspielregeln vorherrschen sollen, vor allem im Bereich des Automatenspiels, ist man bei Novomatic positiv gestimmt. In Zukunft wolle das österreichische Unternehmen vor allem in Deutschland mehr als Betreiber von Spielhallen auftreten, daher auch die enge Zusammenarbeit mit der Gauselmann-Gruppe.

Konzentration auf Online Glücksspiel

Der Glücksspielmarkt hat sich im Laufe der Jahre sehr verändert, so merkt auch der Glücksspielkonzern Novomatic, dass die Nachfrage der Spieler immer mehr in Richtung interaktive und innovative Angebote geht. Hier ist vor allem die Rede vom Social- und vom Online-Gaming. Auch in Zukunft wird das Online Glücksspiel auch in Europa immer präsenter sein, daher ist es kein Wunder, dass der Konzern sich mit Angebot und Nachfrage vertraut machen muss. Einige Lizenzen für Online Glücksspiel besitzt Novomatic bereits in Europa, weitere sollen hier in Zukunft folgen.

Glücksspielmärkte im Vergleich

Glücksspielmärkte im Vergleich

Während zum Beispiel Frankreich den eigenen Glücksspielmarkt bereits vor zwei Jahren regulierte, entschied sich Dänemark vor genau einem Jahr für die Regulierung. Avi Fichtner ist als Betreiber von automatenspiel.org Experte im Bereich Glücksspiel und hat seine ganz eigene Meinung zum Thema Regulierung der Glücksspielmärkte in Europa.

Wenn die Rede von einer vernünftigen Regelung ist, dann wurde in der Vergangenheit vermehrt über den dänischen Glücksspielmarkt gesprochen. Dieser wurde vor einem Jahr reguliert. Um eine Lizenz zu erhalten müssen die Betreiber sich einverstanden erklären 4 Prozent ihres Gewinns an den Staat abzugeben. Mit dieser Regelung hat sich im Land die Anzahl der Glücksspielanbieter fast verdoppelt, was auch Avi Fichtner schließen lässt, dass es sich bei dem dänischen Modell um eine effektive und durchaus vorbildliche Form der Regulierung in Europa handelt.

Während auch Fichter das dänische Modell als sehr positiv beschreibt und dem Modell eine Qualifikation als grenzübergreifendes Glücksspielmodell ansieht, so spricht er dennoch davon, dass andere Länder noch weit davon entfernt sind, sich an ein gutes Modell für ganz Europa anzuschließen. Als Beispiel wird hier von Seiten des Webseitenbetreibers Frankreich aufgeführt. Vor zwei Jahren wurde hier die Regulierung des Glücksspielmarktes eingeleitet, doch heute gibt es lediglich noch einen Anbieter mit einer französischen Glücksspiellizenz. Fichter beschreibt das französische Modell als gescheitert.

Das Scheitern schreibt Fichtner der französischen Regierung zu. Seiner Ansicht nach war diese in erster Linie auf einen hohen Gewinn aus, so erzählt er es in einem Interview. Aufgrund dessen wurden besonders hohe Gebühren von den Betreibern verlangt, die eine Lizenz erhalten wollten. Einige Anbieter zeigten dennoch Interesse, doch zogen diese sich genauso schnell wieder vom französischen Markt zurück. Während es vor Ort noch einen legalen Anbieter gibt, sind die anderen Betreiber auf den Schwarzmarkt ausgewichen und bieten ihre Dienstleistungen in Frankreich illegal an.

ähnlich wie in Frankreich prophezeit Fichtner auch für Deutschland eine ähnliche Zukunft. Innerhalb Deutschlands herrscht Uneinigkeit und bisher gibt es viele Gesetzeslücken, die es in Europa lizensierten Anbietern möglich machen, ihre Dienstleistungen vor Ort zu präsentieren.

Mit der Lösung der 15 Bundesländer scheint Fichtner auch nicht zufrieden, weil er der Meinung ist, dass in diesem Fall nicht für den Glücksspielmarkt entschieden wurde, sondern lediglich Geld im Zentrum der Verantwortlichen stand. Wenn dies tatsächlich der Fall ist, dann müssten die Beteiligten sich nur das Beispiel Frankreichs vor Augen führen, um zu sehen, dass eine solche Art und Weise völlig ineffektiv für das eigene Land werden könnte.

Aufstrebende Glücksspielmärkte aller Welt

Aufstrebende Glücksspielmärkte aller Welt

Dies hat sich heute allerdings geändert. Las Vegas ist nicht mehr die Glücksspielmetropole Nummer Eins auf der Welt, denn die Stadt wurde durch die asiatische Insel Macau abgelöst.

Die Umsätze vor Ort waren bereits vor zwei Jahren viermal so hoch wie in Las Vegas und es wird weiterhin eine steigende Tendenz festgestellt

Während sich Asien als Glücksspielparadies Nummer eine herausgearbeitet hat und die Unternehmen hier die besten Zukunftschancen sehen, gibt es gleichzeitig Länder, in denen das Glücksspiel komplett verboten ist. Hierzu zählen zum Beispiel Türkei, Afghanistan, Bangladesh, Iran, Irak und Pakistan.

Die Entwicklung in Asien hingegen schreitet weiterhin voran. Poker ist vor Ort besonders beliebt, denn es werden bereits die Poker High Stakes vor Ort ausgetragen. Neben Poker werden allerdings auch Spiele wie das chinesische Keno in Asien angeboten. Hierbei können die Spieler zahlen Tippen, die sie aus insgesamt 20 gezogenen Zahlen auswählen. Ein weiteres beliebtes Spiel vor Ort ist das Würfelspiel Sic Bo. Hierbei werden Wetten auf die Gesamtsumme von insgesamt drei Würfeln abgeschlossen.

Große Bekanntheit hat außerdem das Spiel Mah-Jongg, bei welchem die Spielsteine auf der Hand durch Ziehen und ablegen optimiert werden müssen. Ziel des Spiels ist es ein komplettes Spielbild aus den Steinen zu formen. Der asiatische Raum dehnt sich weiterhin aus und nicht nur die Einwohner selbst, sondern auch Besucher und Touristen freuen sich zunehmend an den Glücksspielangeboten.

In Japan allerdings ist das Glücksspiel weiterhin verboten. Vielleicht ist genau das der Grund, warum gerade die Japaner verrückt nach den unterschiedlichen Glücksspielangeboten sind. Vor Ort gibt es unzählige illegale Spielhallen, in denen die Japaner dem Glücksspiel nachgehen können. Der Regierung ist dieses Problem bekannt und daher wird bereits über eine Regulierung des Glücksspielmarkts vor Ort nachgedacht.

Die beliebtesten Spiele in Japan sind die Spielautomaten Pachinko und Pachislo. Die Spiele sind eine Mischung aus herkömmlichen Slots und dem bekannten Spiel Flipper. In Japan existieren unzählige von Spielhallen, in denen vorrangig diese Automaten vorzufinden sind. Die beiden Spiele sind jedoch keine Echtgeldspiele, sondern dienen dem reinen Vergnügen. Aus diesem Grund sind die Spielautomaten in Japan legal. Zu gewinnen gibt es bei diesen Spielen lediglich Sachpreise.

Doch nicht nur Asien kann ein großes Wachstum im Bereich des Glücksspiels verzeichnen, auch in Südamerika steigen die Wachstumsraten stetig an. Die Spielauswahl in Südamerika setzt sich aus ähnlichen Spielen zusammen wie hier in Deutschland. Das beliebteste Spiel in Südamerika ist allerdings Bingo, was eine besondere überraschung ist. Begründet wird die Beliebtheit damit, dass Bingo ein Spiel ist, welches sowohl von Männern als auch Frauen gespielt werden kann und bei dem unterschiedliche Altersgruppen jede Menge Spaß haben können.

Das Zweitbeliebteste Spiel ist Poker in Südamerika. Dieses wird hier vorrangig von Männern gespielt. Auch Roulette, Black Jack und Baccarat erfreuen sich vor Ort großer Beliebtheit. Die einzelnen Länder in Südamerika sind in Sachen Glücksspiel bereits auf dem Vormarsch. Früher galt Argentinien vor Ort als Glücksspielmetropole, jedoch sind andere Länder bereits nachgezogen oder befinden sich derzeit noch mitten in dieser Entwicklung. Es werden und wurden unzählige Spielhallen eröffnet und die Regulierungen vor Ort den Umständen angepasst. Verboten ist das Glücksspiel jedoch in manchen Ländern immer noch. Hierzu zählen Brasilien, Bolivien und Paraguay.

Sowohl in Südamerika als auch in Asien sind die Wachstumsraten deutlich in die Höhe geschossen und die Märkte haben sich in der Vergangenheit immer weiter entwickelt. Es hat sich bereits heraus kristallisiert, dass Unternehmer und Experten in beiden Märkten großes Potential sehen und es wird voraus gesagt, dass in naher Zukunft noch weitere große Entwicklungen im Bereich Glücksspiel vor Ort stattfinden werden.

Der Markt des Online Glücksspiels im Wandel

Der Markt des Online Glücksspiels im Wandel

Neben diesen Veränderungen insgesamt, stehen offensichtlich auch kleinere Veränderungen auf dem Plan. Beispielsweise wurden derzeit Gerüchte laut, dass für das Unternehmen des Co-CEOs Norbert Teufelberger, bwin.party digital, übernahmepläne bekannt geworden sind.

Die Gerüchte rund um das österreichisch/britische Online-Sportwett- und Casino-Unternehmen sehen vor, dass bereits bei Unternehmen wie der malaysischen Genting, einem australischen Unternehmen und einem Konsortium Pläne in Bezug auf die übernahme bekannt geworden sind.

Auch wurde bereits ein Preis verkündet, bei dem es sich um 180 Pence pro Aktie handelt. Trotz dieser Gerüchte stehen die Zeichen des Marktes nicht unbedingt auf Verkauf, denn die Aktie hat gerade in den letzten Tagen erst an Wert verloren und ist auf 105 Pence abgesunken.

Doch unabhängig von dem Wert der Aktien stehen die Zeichen für den Kauf des Unternehmens durch den Mischkonzern gar nicht so schlecht, denn dieser ist auf den Märkten Tourismus und Wetten und Casinos sehr stark vertreten. Durch die Regulierungen im eigenen Heimatland und damit verbundenen Steuererhöhungen, ist der Weg in das globale Geschäft für ein Unternehmen wie Genting vielleicht sogar eine gute Alternative und daher in der Umsetzung und in den Plänen durchaus möglich, so die Experten.

Auch der gesamte Umbruch des Online Glücksspiel-Markts könnte in Bezug auf Entscheidungen dieser Art einen großen Teil dazu beitragen. Derzeit sind viele Länder in Bezug auf Online Glücksspiel noch sehr stark reguliert, doch die Grenzen scheinen im Hinblick darauf mehr und mehr aufzubrechen.

Derzeit jedoch herrscht in Amerika zum Beispiel immer noch ein rigoroses Online Glücksspiel und Wettverbot vor und auch in Südamerika wurden bisher nur in Argentinien und Chile die Gesetze gelockert. Selbst in Europa handhaben die einzelnen Länder die Regulierungsprozesse auf ganz unterschiedliche Weise und in Asien gilt Online Glücksspiel lediglich in Macau, Hongkong und auf den Philippinen als erlaubt.

Die bis hierher bestehenden Monopol scheinen aber trotz der noch bestehenden Verbote mehr und mehr aufzubrechen. Beispielsweise Griechenland machte gerade in Bezug auf das eigene Monopol Schlagzeilen, denn die EU machte deutlich, dass das griechische Monopol OPAP nicht den vorherrschenden Regelungen entspreche.

Diskussionen dieser Art herrschen derzeit auch noch in Deutschland vor, doch es wird erwartete, dass sich auch hier innerhalb der nächsten drei Jahre eine Lösung finden wird, die die Steuereinnahmen des Landes steigern könnte.

Social Gaming Plattform und Poker von bwin.party

Social Gaming Plattform und Poker von bwin.party

Das Augenmerk des Unternehmens soll unter Anderem in diesem Jahr auf die Marke Party Poker gelegt werden, welche am Markt neu positioniert werden soll.

Darüber hinaus plant die Firma, dass es in Zukunft mehr Live-Veranstaltungen geben soll und der Ongame Verkauf soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Auch auf der bwin Seite sollen verschiedene Neuerungen zur Verfügung gestellt werden. Unter Anderem stehen die Veröffentlichungen 28 neuer Spiele für das Online Casino auf dem Plan.

Da die Regulierung der Glücksspielmärkte nun immer weiter voran geht, sollen Zukünftig von bwin.party auch in Spanien und Deutschland Angebote gemacht werden. Wenn in Spanien die Lizenz vergeben wurde plant das Unternehmen dort sowohl Sportwetten als auch Poker und Casinogames anzubieten. Gleiches gilt für den Markt in Deutschland, wenn von Seiten Schleswig-Holsteins die Lizenzen ausgegeben werden. Darüber hinaus soll in beiden Ländern eine neue Bingo-Marke des Unternehmens präsentiert werden.

Eine Brandneue Social Gaming Plattform von bwin.party soll außerdem zum diesjährigen Repertoire des Unternehmens gehören. über diese soll zuerst ein Poker-Angebot vertrieben werden und im Anschluss daran, sollen weitere Glücksspielvarianten wie Sportwetten und Casinogames hinzugefügt werden. Auch im Bereich des Mobile Gamings stehen Neuerungen ins Haus. So sollen mehrere Online Smartphone-Anwendungen und eine Party Poker Mobile App für Smartphones auf den Markt gebracht werden.

Die angekündigten Neuheiten von bwin.party stellen eine lange Liste dar. Offensichtlich plant das Unternehmen die eigene Marktposition zu festigen und eventuell sogar noch zu verbessern. Von Seiten der Geschäftsführung wurde geäußert, dass man mit den Neuerungen und Neuheiten mehr Flexibilität für das Unternehmen erreichen möchte und sich einen Wettbewerbsvorteil am Markt erwirtschaften will.

Der Wirkungskreis wird durch die neuen Produkte ausgebreitet und das Unternehmen möchte so neue Bereiche und Märkte erschließen, um so den ständigen Weiterentwicklungsprozess für das Unternehmen selbst und auch für die Kunden zu gewährleisten.