Glücksspielregelung und Lotterien in Bayern

Glücksspielregelung und Lotterien in Bayern

Als öffentlich kann eine Lotterie oder Ausspielung dann bezeichnen, wenn sich die Teilnahme nicht auf einen bestimmten, fest abgeschlossenen Personenkreis bezieht. Eine Genehmigung ist nur dann nicht erforderlich, wenn eine Lotterie oder Ausspielung ohne Einsatz erfolgt, also wenn kein Geld zur Teilnahme an der Lotterie oder Ausspielung gezahlt werden muss.

Je nachdem welche Art von Lotterie oder Ausspielung angeboten wird, gibt es unterschiedliche Zuständigkeitsbereiche für die entsprechenden Genehmigungen. Wenn eine Lotterie oder Ausspielung sich nur auf ein bestimmtes Gemeindegebiet bezieht und das Spielkapital nicht höher ist als maximal 40.000 Euro, dann ist die Gemeinde für die Genehmigung entsprechender Angebote zuständig. Sobald das Spielkapital über dem Betrag von 40.000 Euro liegt oder die Zielgruppe über das Gemeindegebiet hinaus geht, so ist die Regierung für die Genehmigung zuständig.

Voraussetzungen für das Glücksspielangebot

Das Angebot von Lotterien oder Ausspielungen muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um eine entsprechende Genehmigung erhalten zu können. So darf es in dem entsprechenden Gebiet nicht bereits ähnliche Angebote geben. Darüber hinaus muss der Veranstalter gemeinnützig sein und der Ertrag muss gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken zu Gute kommen. Mit den Lotterien und Ausspielungen dürfen keine wirtschaftlichen Zwecke verfolgt werden. Ein angemessenes Verhältnis von Ertrag, Gewinnen und Unkosten gehört zur Voraussetzung für das Angebot von Lotterien und Ausspielungen.

Verwirrung durch unterschiedliche Glücksspielregelungen in Europa

Verwirrung durch unterschiedliche Glücksspielregelungen in Europa

Seit einiger Zeit wird bereits an einer einheitlichen Regulierung gearbeitet, bisher jedoch ohne Erfolg. Einige Länder arbeiten noch immer mit Glücksspielmetropolen, in anderen ist das Online Glücksspiel bereits reguliert.

Das Online Glücksspiel bereitet den Verantwortlichen bisher am meisten Sorgen, weil dies in vielen Ländern unter eine rechtliche Grauzone fällt, daher nicht reguliert ist und so Gefahren mit sich bringt. Doch nicht nur die Gefahr ist groß, sondern auch die Verluste die der Staat dadurch macht, denn die Einnahmen aus dem unregulierten Online Glücksspiel sind zum größten Teil schwarz und daher für die illegalen Betreiber steuerfrei.

Die EU-Kommission hat nun den Aktionsplan zum Online-Gaming vorgestellt. Mit diesem soll zuerst einmal Licht ins Dunkel gebracht und im Anschluss daran gegen illegale Angebote vorgegangen werden. Die Beteiligten erhoffen sich durch diesen Aktionsplan eine EU-weite, rechtliche und einheitliche Regelung.

Bereits im letzten Jahr verschickte die EU-Kommission Briefe, um Unklarheiten aufzudecken und Licht ins Dunkel zu bringen. Auch österreich bekam im vergangenen Oktober einen solchen Brief. Nun laufen die Prüfungen von Seiten der EU-Kommission, die darüber entscheiden sollen, ob gegen manche Länder Maßnahmen eingeleitet werden müssen.

Unterschiedliche Fälle vor Gericht und ausgesprochene Urteile sollen wegweisend sein. In österreich zum Beispiel wurde bereits ein Deutscher wegen illegalem Glücksspiel in österreich verurteilt. Dies hatte letztlich zur Folge, dass das Glücksspielgesetz (GSpG) novelliert werden musste.

Auch in Bezug auf die Ausschreibung gab es neue Regelungen, denn während bisher die Casinos Austria als Monopolist in österreich bekannt waren, mussten die Lizenzen nun europaweit ausgeschrieben werden. Kritiker behaupteten, dass die Ausschreibung dennoch auf den Monopolisten zugeschnitten war, daher gibt es jetzt wiederum Fälle vor Gericht, die hier Klarheit verschaffen sollen.

Die Unsicherheit, die durch die unterschiedlichen Regelungen aufkommt, sorgt dafür, dass von vielen Seiten einheitliche Regelungen gefordert werden. Vor allem die privaten Anbieter im Internet fordern eine angepasste, einheitliche Regelung, sodass jeder Anbieter sich in Zukunft für das legale Angebot von Online Glücksspiel qualifizieren können sollte. Natürlich soll diese Möglichkeit mit strengen Auflagen verbunden werden, sodass Kontrolle, Spieler- und Jugendschutz weiterhin gewährleistet werden können.

Bisher ist der Online Glücksspielmarkt in Deutschland zum Beispiel illegal, auch wenn es sich bei diesem um den zweitgrößten der ganzen Welt handelt. Die Einnahmen aus dem Online Glücksspiel kommen den Anbieten zu Gute, nicht jedoch dem Staat, da dieser sich bei den illegalen Angeboten nicht einklinken und keine Steuern einfordern kann. In naher Zukunft soll dieses Thema vermehrt auf den Tisch kommen, um zu sehen, ob eine einheitliche Regulierung des Online Glücksspielmarkts in Europa langfristig realisiert werden könnte.

Vorbildliche Glücksspielregelung in Gibraltar

Vorbildliche Glücksspielregelung in Gibraltar

Teilweise wird die Regelung vor Ort sogar als mögliche europäische Regelung angesehen, wenn die anderen Länder sich ein Beispiel an Gibraltar nehmen und in den eigenen Ländern Regelungen dieser Art umsetzen würden.

Die bundeseinheitliche Glücksspielregelung im Bereich Online-Glücksspiel ist das große Ziel, welches die entsprechenden Institutionen verfolgen und für das nach der perfekten Gesetzgebung und Regelung gesucht wird. Gibraltar scheint hierbei zu den Favoriten zu gehören, so bestätigt es auch der Abgeordnete für Südwestengland und Gibraltar im Europäischen Parlament, Ashley Fox.

Die Online-Glücksspiel-Industrie Gibraltars scheint eine besondere Vorbildfunktion einzunehmen und ist innerhalb Europas enorm respektiert. Trotz der Strenge wird das System vor allem auch als praktisch bezeichnet. Nicht nur die Anbieter, haben Möglichkeit sich in dem Bereich des Online-Glücksspiels zu entfalten, auch die Spieler haben die Chance auf Mitwirkung und vor allem Mitsprache.

Rund 2000 Menschen haben in Gibraltar eine Beschäftigung im Bereich des Glücksspielsektors, 700 weitere arbeiten in Bereichen, die zumindest eng mit der Glücksspielbranche zusammenhängen. Die Schaffung von Arbeitsplätzen ist eine positive Seite, an den Regelungen rund um das viel kritisierte Online-Glücksspiel.

In Gibraltar sind die führenden Marken, die aus der Glücksspiel-Industrie bekannt sind, ansässig und verfügen vor Ort über eine Lizenz. Nicht zuletzt deshalb, so Fox, weil der Markt in Gibraltar weltweit als einer er angesehensten Märkte bekannt ist,. Besonders wichtig ist es hierbei auch, dass der Schutz der Konsumenten vorrangig berücksichtigt wird. Diese Tatsache bietet den Spielern in Gibraltar Sicherheit und macht den Online-Glücksspiel Markt zu einem der hoch angesehen Märkte.

Grundsätzlich sollten die europäischen Länder nach der Meinung von Fox gerade im Bereich der Regelungen zum Online-Glücksspiel eher Hand in Hand arbeiten. Auch er unterstütze die oft erwähnte Idee, dass in Europa das Online-Glücksspiel landesübergreifend, einheitlich reguliert werden sollte. Seinen Angaben zu Folge könnte man mit einer weit gefächerten und einheitlichen Regelung den Schutz der Spieler besser gewährleisten.