Massives Qualitätsproblem bei Behörden

Massives Qualitätsproblem bei Behörden

Wie sich die Probleme äußern?

– durch den Verwaltungsgerichtshof gekippter Bescheid, mit dem dem heimischen Glücksspielriesen Novomatic die einzige Landeskonzession für kleines Glücksspiel zuerkannt worden war

– grob mangelhaftes Verfahren

– Verweigerung der Akteneinsicht für konkurrierende Anbieter

– die im Juni 2014 ausgestellten Bescheide für Spielbanken im Wiener Prater und Bruck/Leitha wurden gekippt

– ein drittes Verfahren – die Stadtcasino Baden AG bekam eine Lizenz für das Palais Schwarzenberg – ist noch anhängig

– Verstoß gegen das "Transparenzgebot"

– Wiederholung des kompletten Verfahrens ist ein Muss

– vom VwGH wurden auch Konzessionen für das kleine Glücksspiel im Burgenland gekippt

Es wurde festgestellt, dass die Bewerber nicht ident bewertet wurden. Dementsprechend wird den Behörden eine willkürliche Vorgehensweise vorgeworfen. Auch bei der Vergabe in Kärnten wurde den Behörden Willkür bei der Vergabe vorgeworfen. Auch diese Bescheide wurden wegen Verfahrensfehlern bereits im Jahr 2014 aufgehoben. Hier ist noch nicht klar, ob das Verfahren wiederholt werden wird.

Werden Kasinolizenzen noch einmal ausgeschrieben?

In vielen Bereichen herrscht nach den Verfahrensfehlern eine Übergansregelung vor, sodass die Novomatic teilweise den Betrieb fortsetzen kann. Das Finanzministerium hat deutlich gemacht, dass es erst einmal offen bleibt, ob die Kasinolizenzen noch einmal ausgeschrieben werden, denn es handle sich nach Angaben der Behörde um eine Kann. Und keine Muss-Bestimmung.

Für die Novomatic sind die unterschiedlichen Fehlentscheidungen, Ungewissheiten und Übergangsregelungen zwar mit ein wenig Aufwand verbunden, für das Unternehmen an sich haben diese Dinge jedoch keine negativen Auswirkungen. Novomatic hält bereits 40 Prozent an der Casinos-Austria-Gruppe, so dass hier in den nächsten Monaten und Jahren auch für den Glücksspielkonzern Novomatic kräftige Gewinne erwartet werden können.

Full-Service durch Novomatic

Full-Service durch Novomatic

Hier sorgte der Glücksspielkonzern für eine außerordentliche Präsenz, denn insgesamt 22 Konzernunternehmen waren als Aussteller auf der größten Glücksspielmesse vertreten. Damit beanspruchte der Glücksspielriese eine Fläche von 4.500 Quadratmetern und zeigte ein vielfältiges Angebot. Die Präsenz von Novomatic wird heute als der größte Messeauftritt in der Geschichte von Glücksspielmessen eingestuft.

Mit dem Messeauftritt von Novomatic wird deutlich, dass es dem Unternehmen in diesem Jahr darum gehen wird, weltweit als Full-Service-Anbieter zu überzeugen. Das umfassende Angebot, welches auf der ICE gezeigt wurde, macht deutlich, dass der Glücksspielkonzern bereits zahlreiche Segmente der Gaming-Branche abdeckt. Als einer der größten und erfolgreichsten Glücksspielanbieter weltweit plant Novomatic sich im Kommenden zum Full-Service-Anbieter weiterzuentwickeln und weltweit zu etablieren.

Das Angebot von Novomatic auf der ICE war umfassend und beinhaltete:

– Casinoequipment

– Systeme und Cash Management-Lösungen

– Arcade und Pub-Produkte

– Sportwetten

– Lotterien

– Online, Mobile und Social Gaming

Expansionspläne in 2016

Nachdem das Jahr 2015 von dem österreichischen Glücksspielunternehmen mit Erfolg abgeschlossen werden konnte, gibt es bereits große Pläne für das neue Jahr. In Deutschland soll von Seiten des Glücksspielunternehmens in diesem Jahr mehr Präsenz gezeigt werden und es ist geplant weitere Spielstätten vor Ort zu erwerben. Auch gibt es bereits Expansionspläne für die Kernmärkte UK und Spanien.

Generell soll in 2016 auch weiterhin auf Diversifizierung der Geschäftsfelder des Unternehmens gesetzt werden. Bisher konnten sich die einzelnen Unternehmen des Konzerns gut auf entsprechenden Märkten positionieren, dies soll auch weiterhin vorangetrieben werden.

Steht Novomatic vor dem Aus?

Steht Novomatic vor dem Aus?

Trotzdem der Glücksspielriese in der Vergangenheit weitere Expansionen in Angriff genommen hat und die Auslandsgeschäfte vermehrt im Fokus der Unternehmer lagen, scheint es nicht gut um das Unternehmen bestellt zu sein. Der Verdienst des Unternehmens geht immer weiter zurück. Muss mit der Pleite des Glücksspielriesen gerechnet werden?

Eines der Hauptgeschäfte des Unternehmens ist die Herstellung und der Betrieb von Glücksspielautomaten. Dieses Hauptstandbein wurde jedoch in diesem Jahr durch gesetzliche Regelungen enorm eingestampft. In Wien zum Beispiel herrscht seit Jahresbeginn Spielautomaten-Verbot. Durch die neue Gesetzgebung musste der niederösterreichische Glücksspielriese die Spielautomaten vom dortigen Markt nehmen. Das Automatenverbot in Wien trägt enorm dazu bei, dass die Einkommen von Novomatic in diesem Jahr gesunken sind.

Auslandsinvestitionen als Rettung?

Trotzdem die Inlandsgeschäfte von Novomatic zu stocken scheinen, versucht das Unternehmen sich durch weitere Expansionen wieder nach Vorne zu bringen. Käufe in Deutschland, Italien, USA und Kanada sollen das Unternehmen wieder auf einen besseren Weg bringen. Die schleppenden Inlandsgeschäfte scheinen Novomatic nicht auszubremsen. Für andere Unternehmen sorgten die gesetzlichen Regelungen in österreich jedoch dafür, dass diese nun Schwierigkeit haben sich weiterhin am Markt zu halten. Gerade kleinere Unternehmer sind hier negativ betroffen.

Zusammenarbeit zwischen Novomatic und holländischem Casinospielentwickler

Zusammenarbeit zwischen Novomatic und holländischem Casinospielentwickler

In diesem Fall sollen bestehende Angebote noch verfeinert werden, denn das Glücksspielunternehmen erwarb den holländischen Entwickler für Casinospiele JVH Exploitatie und JVH Gaming Products. Geplant ist es die Produkte des holländischen Entwicklers in das deutsche Portfolio von Novomatic mit aufzunehmen. Der Vertrag zwischen beiden Unternehmen wurde mit dem Tochterunternehmen Novomatic Austrian Gaming Industries abgeschlossen.

Als österreichischer Hersteller konnte Novomatic sich in Deutschland bereits mit zwei Tochterunternehmen einen Namen machen. Nun sollen auch die holländischen Spielautomaten nach Deutschland kommen. Geplant ist es schon bald die Slots von JVH in das Portfolio der Spielhallen mit aufzunehmen und diese somit in Deutschland einzuführen. Mit dieser Einführung der neuen Slots solle das deutsche Portfolio ergänzt werden, womit die Zusammenarbeit des österreichischen und des holländischen Unternehmens perfektioniert werden würde.

Während sich das Unternehmen Novomatic schon längst einen Namen im Bereich der landbasierten Casinos und Spielhallen gemacht hatte, konnte das Unternehmen in den letzten Jahren auch das zweite Standbein, das Online Glücksspiel, durch Partner Casinos weiterentwickeln. Die Spielautomaten, die es bereits in der traditionellen Glücksspielwelt von Novomatic gibt, sind durch Zusammenarbeit mit Online Casinos auch in vielen von diesen zu finden.

Die Online Versionen der herkömmlichen Novomatic Games kommen bei den Usern sehr gut an, was nicht zuletzt auch daran liegt, dass Online Glücksspiel bei den heutigen Glücksspielfans immer beliebter wird.

Image-Aufbesserung bei Novomatic

Image-Aufbesserung bei Novomatic

Unter diesen Partnerschaften kann man sich künstlerische Vereine, Theater und Künstler vorstellen, die der Glücksspielriese sponsort und sich dadurch erhofft, Anerkennung von Seiten der Spieler und anderer Geschäftspartner zurückzuerhalten. Neben den künstlerischen Etablissements wie Schaubühnen, Theater etc. werden auch Universitäten, Integrationsdienste und Sozialvereine durch das Unternehmen unterstützt.

Novomatic ist als einer der größten Glücksspielkonzerne bekannt und sorgt weltweit für die Aufstellung der Spielautomaten in den entsprechenden Etablissements. Im vergangenen Jahr sprach allein die Unternehmensbilanz für das Heimatland österreich Bände, denn da wurden 232,6 Millionen Euro erzielt.

Unterstützt werden durch das Unternehmen vor allem Verbände und Gesellschaften, die junge Menschen zumeist mit Migrationshintergrund unterstützen. Diese zählen heute auch in den Casinos zu den meist spielsuchtgefährdeten Personen. Die Motive für die Unterstützung werden von der Presse und anderen Experten aus der Branche meist eher negativ angesehen, da keine gute Absicht hinter den Aktionen von Seiten des Konzerns vermutet wird.

Der Konzern verfügt allerdings neben den Sponsoringpartnern und den eigenen Erfolgen nicht nur über gute Kontakte zu Presse und Politik, sondern auch über ein ausgeklügeltes Rechtssystem. Es werden von Seiten der verantwortlichen Interviews zu Themen wie dem Sponsoring gegeben, allerdings ausschließlich wenn der Interviewer vorab eine Verzichtserklärung unterzeichnet und damit versichert, dass keine der Informationen an die öffentlichkeit gelangen können. Nicht erst eine Person habe sich an Themen dieser Art in Verbindung mit Novomatic die Finger verbrannt, so zeigte es die Vergangenheit.