Erhöhung der Glücksspielsteuern in Tschechien

Erhöhung der Glücksspielsteuern in Tschechien

Die Glücksspielsteuer in Tschechien ist aktuell auf 20 Prozent auf die Bruttospielerträge und 19 Prozent als Körperschaftssteuer festgelegt. Die Pläne des Finanzministers sehen vor, dass der Steuersatz für Lottospiele auf 30 Prozent und der Steuersatz für Automatenspiel auf 40 Prozent angehoben werden sollte. Diese Pläne sollen nun in die Tat umgesetzt werden.

Geplant ist die Umsetzung des Vorhabens bis zum Jahr 2016. Bis dahin soll die Steuerhöhung im tschechischen Lotteriegesetzt verankert werden. Bisher ist noch unklar, welche Art von Besteuerung für Live und Online Poker geplant ist. Grundsätzlich stehe bisher nur fest, dass die Erhöhung der Glücksspielsteuern eine große Entlastung für die tschechische Wirtschaft mit sich bringen könnte. So wird mit Mehreinnahmen in Höhe von umgerechnet etwa 270 Millionen Euro gerechnet.

Glücksspiel in Tschechien außer Kontrolle

Bisher ist das Glücksspiel in Tschechien eine Verlustrechnung für den Staat, so der Finanzminister Babis. Der Staat würde jährlich Unsummen an Geld verlieren. Genau aus diesem Grund solle sich die gesetzliche Lage ändern und eine Steuererhöhung ist in den Augen des Finanzministers eine gute Möglichkeit hierfür.

Das geplante Gesetz soll zudem den Glücksspielmarkt für internationale Betreiber öffnen. Gleichzeitig ist in der Gesetzesänderung vorgesehen den Schutz für die Spieler zu verstärken. Inwieweit eine solche Steuererhöhung tatsächlich umgesetzt werden kann bleibt bis zu der Verabschiedung des neuen Gesetzes in 2016 wohl noch abzuwarten.

Minimierung der Glücksspielsteuer in Griechenland

Minimierung der Glücksspielsteuer in Griechenland

Auch in Griechenland ist das Online Pokern nun steuerpflichtig, denn erst im November dieses Jahres wurde eine Regelung zur Besteuerung von Online Poker Gewinnen eingeführt. Hierzu müssen die Spieler, die bei Pokerstars und Full Tilt dem beliebten Pokerspiel nachgehen, zwischen 15 Prozent und 20 Prozent des jeweiligen Gewinns in Form von Steuern abführen. Die Regelung sieht vor, dass der jeweilige Prozentsatz von den Anbietern direkt einbehalten wird und gar nicht erst mit dem Gewinn ausgezahlt werden soll.

Die neue Regelung hat natürlich nicht für Freude gesorgt, denn für die Spieler bedeutet diese Steuererhebung einen kleineren Gewinn. Der Unmut der Spieler hat jedoch gleichzeitig eine für die Spieler gute Lösung hervorgebracht. Innerhalb dieser kurzen Zeit wurde von den Spielern nämlich nun ein Weg gefunden, wie sie die Steuerzahlungen umgehen können. Die Steuern werden erst ab einem Gewinnbetrag in Höhe von 100 Euro eingeführt.

Alles was die Spieler an einem Tag über 100 Euro in Form eines Gewinnes einfahren setzen diese nun, nach der neuen Strategie, in Form eines Buy-Ins für ein Spiel oder Turnier am nächsten Tag ein. Damit muss der Betrag nicht mehr versteuert werden. Da der restliche Betrag im Fall der Spieler dann unter 100 Euro liegen sollte, muss hier eine Gewinnsteuer entrichtet werden. Wer sich dann wieder von der Registrierung für das Turnier mit dem Buy-In zurückzieht, kann sich den Gewinn auszahlen lassen, ohne hierfür noch die Steuern aufrechnen zu müssen.

Offensichtlich ist die griechische Finanzbehörde jedoch auf diesen Clou von Seiten der Spieler aufmerksam geworden. Vor einigen Tagen hatte ein Spieler auf der Seite Pokerstars die Frage gestellt, ob auf diese Art und Weise die Steuerzahlung tatsächlich nicht getätigt werden müsse. Von Seiten des Anbieters wurde dies auf der Webseite indirekt bestätigt.

Doch die Bestätigung wurde nun im Nachhinein wieder gelöscht, offensichtlich aus Gründen der Aufmerksamkeit von Seiten der griechischen Finanzbehörde. Darüber hinaus musste der Anbieter offensichtlich die Mid- und Highstakes Turniere vorübergehend entfernen, damit ist es für die Spieler nun nicht mehr so leicht, sich vor der Steuerzahlung zu drücken. Wann und ob diese Turniere auf Pokerstars wieder verfügbar sein werden, bleibt erst einmal noch abzuwarten.

Kein "Eurovegas" in Madrid

Kein "Eurovegas" in Madrid

Der Investor Sheldon Adelson hatte ziemlich präzise Vorstellungen, an denen das Projekt nun jedoch auch scheiterte. Den enormen Forderungen des Unternehmers konnte nicht zugestimmt werden und aus diesem Grund wird das "Eurovegas" jedenfalls in dem Vorort von Madrid nicht erbaut.

Der Casino-Tycoon Sheldon Adelson (80) hatte die Vision in Spanien ein europäisches Las Vegas zu errichten. Von Seiten der Vegas Sands Corporation wurde das Projekt im geplanten Wert von 21 Millionen Euro jedoch nun abgesagt. Den Forderungen des Millionärs konnte nicht nachgegeben werden und aus diesem Grund schaut der Casino-Mogul sich nun in asiatischen Ländern um, um dort einen Partner und auch einen Ort zu finden, wo seine Vision Gestalt annehmen kann und soll.

Die Forderungen des Unternehmers Adelson seien immer enormer geworden, so habe dieser zum Beispiel die Senkung der Glücksspielsteuer sowie die änderung bestehender EU-Gesetze gefordert. Diese Forderungen seien jedoch von Seiten der Stadt aus unverhandelbar gewesen. Das Rauchverbot innerhalb Spaniens war dem Millionär von Anfang an ein Dorn im Auge, auch hier verliefen die Verhandlungen offensichtlich nicht zufriedenstellend für Adelson.

Alles in allem konnte die Stadt den Forderungen nicht nachgeben und daher hat der Unternehmer sich mit seinem Projekt in Spanien zurückgezogen. Für Madrid und die Bevölkerung vor Ort war die Realisierung des Projekts jedoch gleichzeitig auch eine große Hoffnung, denn man erhoffte sich dadurch die Schaffung unzähliger neuer Arbeitsplätze, die Ankurbelung des Tourismus und vor allem auch Mehreinnahmen, die den Kassen der Stadt zu Gute kommen sollten.

Neben der Enttäuschung gibt es jedoch auch eine Gruppe von Menschen, welcher die Neuigkeit Freude bereiten dürfte. Von Seiten der Bürger wurde eine Initiative gegründet, die den Namen "Eurovegas No" trägt. Die Initiative protestierte öffentlich gegen das Casinoprojekt in Spanien. Vor allem befürchteten die Gegner, dass mit dem Projekt mehr Kriminalität vor Ort Einzug halten würde und somit eine Gefahr für die Menschen vor Ort bestanden hätte. Für die Bürgerinitiative ist die Neuigkeit Grund zur Erleichterung.

Österreicher geben nicht mehr so viel Geld für Glücksspiel aus

Alle Haushalte in Österreich verwenden rund 100 Euro weniger für das Glücksspiel als im Jahr 2009, worunter besonders die Spielstätten zu leiden haben.

Die Betreiber des Landes im Bereich Wetten und Spiele sehen ein großes Wachstum ihrer Erträge in großer Ferne. Besonders der übliche Besuch einer Spielstätte wird weniger interessant, denn die Bürger des Landes legen ihr Geld lieber auf die Seite. Das Vorurteil, dass die österreichischen Bürger in weniger guten Zeiten dem Glücksspiel nachgehen, wird durch die realen Verhältnisse entkräftet.

Eine neue Umfrage des Unternehmens "RegioPlan" macht klar, dass österreichische Betreiber unter einem "Bummerl" leiden. Vor zwei Jahren nutzen alle rund 3,5 Millionen Haushalte jährlich über 1.000 Euro für diesen Spaß und dieses Jahr sind es knapp 930 Euro. In einem Haushalt sind nach statistischen Rechnungen 2,3 Menschen zuhause. Das regulierte Glücksspiel umfasst Lotto, Toto, Lose, Lotterien, Sportwetten, Tische im Casino und registrierte Automaten.

Gerade ein Casinobesuch ist nicht mehr so "angesagt", denn 2009 gab jeder Haushalt laut der Studie rund 65 Euro im Jahr für einen Besuch im Casino aus und dieses Jahr waren es von Januar bis Oktober noch rund 52 Euro, dies entspricht einem Rückgang von mehr als einem Fünftel. Der Sprecher der "Bundeswirtschaftskammer Gruppe Casinos Austria und Lotterien" bejaht diese Tendenz.

Er sagt, dass die Meinung, dass, wenn es nicht so gut läuft, sich mehr dem Spiel zugewandt wird, ein Klischee ist. Nach den vorliegenden Daten gibt der Verbraucher zunächst bei Besuchen in Gaststätten weniger aus und dann folgt das Glücksspiel, dies trifft besonders die Spielstätten. Das allgemeine Rauchverbot in den Spielstätten leistet ebenfalls einen Beitrag zu diesen Zahlen.

2009 war es bei den 12 Casinos im Land so, dass es noch einen Gewinn in Höhe von rund 280 Millionen gab, im Folgejahr lag dieser Betrag bei rund 260 Millionen Euro und in diesem Jahr sollen es nach Meinung des Sprechers der "Casino Austria" und der Lotterien gleich viel oder sogar etwas mehr wie im letzten Jahr sein.

Die guten Zeiten sind nun vorbei und auch für die Lotterien sieht es nicht besser aus, denn in den letzten zwei Jahren beliefen sich die Erträge hier auf jeweils 2,6 Milliarden Euro, in diesem Jahr dürfte die Summe etwas größer werden, dennoch haben die Betreiber keinen Grund zum Frohlocken. Der Sprecher sagte, dass die Lotterien besonders in diesem Jahr von den oft vorkommenden mehrfachen Hauptgewinnen profitiert haben, denn hier wird mehr Geld ausgegeben.

Das Brieflos, das einmal recht populär war, kämpft ums überleben, deshalb bemühen sich die Lotterien, ihre Offerten dauerhaft reizvoll zu gestalten. Die Bürger des Landes verwendeten in diesen beiden Jahren je Haushalt rund 9 Prozent weniger Geld für Glücksspiele, aber das Finanzministerium bekam trotzdem mehr Geld. Von Januar bis Oktober dieses Jahres rechnete man mit rund 206 Millionen Euro Erträgen aus Abgaben, tatsächlich wurden mehr als 400 Millionen eingenommen.

Dies ist auf die seit Januar dieses Jahres etablierte Glücksspielsteuer für Automaten zurückzuführen. Der stellvertretende Präsident des europäischen Dachverbandes "Euromat" bringt ebenfalls eine Erklärung vor. Die Zulassungen wurden zeitlich nicht erweitert, doch die Geräte blieben, wo sie waren. Die Anbieter entrichten Abgaben ungeachtet der Tatsache, dass die Automaten nicht rechtmäßig aufgestellt sind.

Somit ist es möglich, bei überprüfungen den Steuerprozess zu umschiffen. Die Betreiber von virtuellem Glücksspiel aus dem internationalen Raum sorgen für Kopfzerbrechen, denn die Einsätze aus Spielen und Wetten fließen ohne Steuerabgaben aus Österreich heraus. Hier findet man höhere Quoten und viele Spieler wechselten in diese rechtlich nicht definierte Zone.

Vor etwa einem Vierteljahr wollte die Stadtregierung in Wien dem Spiel an den sogenannten ?einarmigen Banditen? den Garaus machen und das kleine Glücksspiel soll kein neues Gesetz des Landes bekommen. In vier Jahren wird es dann keine kleinen Spielhallen mehr, wie beispielsweise in der äußeren Mariahilfer Straße, geben.

Die Stadträtin, die der SPö angehört, erklärte die neue Vorgehensweise in Sachen Glücksspiel und wie eine bessere Kontrolle des Jugendschutzes vonstatten gehen soll. Sie sagt, dass man bereits seit August des letzten Jahres, als das Glücksspielgesetz des Bundes gültig wurde, keine Lizenzen mehr für neue Automaten gegeben hat.

Ebenso wenig hat man bereits vorhandene Zulassungen nicht ausgedehnt. Rund 40 Geschäftsleute haben sich beim Verwaltungsgerichtshof beschwert, doch diese wurde abgewiesen, was für die Stadträtin ein erfreulicher Anlass ist. Es gibt nun 805 Automaten weniger in Wien als im August des letzten Jahres, zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch rund 5.400 Automaten dort, jetzt sind es etwas über 4.500 Geräte.

Das Straßenbild erhält durch diese änderungen schneller als gedacht ein neues Aussehen. Sie hat den Beamten der MA 36 den Auftrag gegeben, binnen eines Jahres jeden der 1.300 Standorte einer Kontrolle zu unterziehen. Man kam mit den Gesetzeshütern darin überein, dass zweimal monatlich strenge Kontrollen in Sachen Jugendschutz durchgeführt werden sollen.

Im November dieses Jahres nahm man 65 Spielstätten unter die Lupe, das Strafmaß kann maximal 7.000 Euro betragen. Im letzten Jahr gab es 53 Prozesse gegen Betreiber und 41 Geräte wurden konfisziert.