Macau auf der Überholspur

Macau auf der Überholspur

In Macau warten auf die Besucher insgesamt 46 legale Glücksspieltempel, die das eine oder andere Highlight für die Gäste zu bieten haben. Neben dem umfassenden Spielangebot sind auch die Gästezimmer in den verschiedenen Etablissements oft atemberaubend und aufregend, ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

Eines der bekanntesten Beispiele ist das Venetien Macau Resort. Hier haben Architekten dafür gesorgt, dass die gesamte Hotelanlage der Stadt Venedig nachempfunden ist. Innerhalb der Hotelanlage können die Gäste sich per Gondel fortbewegen lassen, so wie in Venedig auch. Wer das erste Mal vor Ort ist, für den ist dieser Anblick mit Sicherheit beeindruckend. Neben der Architektur werden die Besucher vor Ort außerdem durch das umfassende Spiel- und Shoppingangebot begeistert.

Ein weiterer Glücksspieltempel ist das das MGM Macau. Hier finden die Gäste ein beeindruckendes Aquarium vor, welches acht Meter hoch ist und im Zentrum des Hotels befindet. Innerhalb des Aquariums schwimmen bunte, vielfältige Fische, bei denen manch ein Gast aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kommt. Leuchtende LED-Effekte runden den Anblick gekonnt ab. Auch im MGM Macau wartet ein Spielerlebnis der Extraklasse auf die Kunden. Spieltische, Slots und weitere Attraktionen sollen die Gäste vor Ort begeistern.

Die "City of Dreams" lädt, wie der Name es schon ankündigt, zum Träumen ein. Hier werden die Gäste von drei Hotels erwartet, dem "Grand Hyatt Hotel", dem "Hard Rock Hotel" und den "Crown Towers". Hier haben die Gäste die Qual der Wahl. Unzählige Zimmer, tolle Architektur, kundenorientierter Service und eine unglaubliche Auswahl an Glücksspielangeboten.

Lizenzvergabe auf Mallorca

Lizenzvergabe auf Mallorca

Geplant hatte Merkur Entertainment die Merkur-Sonne in einem Schloss scheinen zu lassen, welches als Glücksspieltempel umgewandelt und betrieben werden sollte. Der Plan war gut durchdacht und das bekannte Unternehmen hatte sich erhofft, die Lizenz auf Mallorca zu bekommen, doch nun hat sich das Vergabeverwahren gewendet und es sieht danach aus, als würde die Merkur Sonne in Zukunft doch nicht auf der spanischen Urlaubsinsel scheinen.

Neben Merkur Entertainment und dem Plan einen Glücksspieltempel in einem Schloss zu errichten, gab es natürlich noch weitere Bewerber für die Lizenzen. Zu diesen Bewerbern zählten zum Beispiel das Unternehmen Eusebio Cano, das eine Bingohalle "Bingo Teatro Balear" in Palmas Innenstadt am Mercat de l Olivar einrichten will. Dieses Unternehmen hat mit dem angedachten Projekt nun den meisten Zuspruch bekommen und sich somit als stärkster Konkurrent für die Merkur Sonne herauskristallisiert. Den Zuschlag erhielt nun Eusebio Cano, obwohl anfangs davon ausgegangen wurde, dass das Unternehmen keine Chance gegen die Konkurrenz haben wird.

Als Favoriten galten anfangs andere Unternehmen, die jedoch nun ohne Lizenz nach Hause gehen mussten. Zu den einstigen Favoriten zählte zum Beispiel das baskische Unternehmen Nervi?n, von dem bereits ein Casino im Shoppingzentrum Porto Pi Mallorcas betrieben wird. Auch dem Projekt von Merkur wurden Chancen zugesprochen, da die Idee, das Schloss Bendinat als luxuriösen Glücksspieltempel umzuwandeln, als positiv angesehen wurde. Letztendlich war es aber das Landschaftsbild vor Ort, welches gegen das deutsche Unternehmen entschied, denn dieses soll durch einen Glücksspieltempel nicht zerstört werden, so lautete die Begründung für die getroffene Entscheidung.

Aufhebung des Mindestabstandes

Aufhebung des Mindestabstandes

Dies gilt, anders als in anderen Bundesländern, auch für die Abstände zwischen Spielhallen und Spielbanken. Das Gesetz soll nun jedoch im Sinne der Spielbanken gelockert werden, denn die Landesregierung plant damit den Spielbanken die Möglichkeit zu bieten, sich auch in den Innenstädten anzusiedeln. Um diese Pläne der Landesregierung zu realisieren soll das Glücksspielstaatsvertragsausführungsgesetz entsprechend angepasst werden.

Der Vorschlag von Seiten der Regierung wurde im Landtag unterbreitet. Hier wurde deutlich gemacht, dass weniger im eigenen Interesse und viel mehr noch im Sinne der Spielbanken gehandelt werden sollte. Der Mindestabstand zwischen den Glücksspiel-Etablissements dient in erster Linie dem Spielerschutz. Es soll keine überansiedlung stattfinden, damit Spielsüchtige oder suchtgefährdete Spieler nicht die Möglichkeit haben, sobald sie aus einem Etablissement rauskommen, gleich in das nächste hinein zu fallen.

Dennoch hat die Regierung den Vorschlag unterbreitet, den Mindestabstand aufzuheben. Es sei sonst ungerecht gegenüber den Spielbanken, die bisher noch nicht über eine Innenstadtlage verfügen. Durch die Aufhebung des Gesetzes bzw. die Anpassung würde hier wieder mehr Gleichberechtigung für Spielbanken und Spielhallen geschaffen werden.

Es wurden bereits einige Spielbanken geschlossen, denn hier waren in den vergangenen Monaten die Konzessionen ausgelaufen und es wurden keine neuen beantragt. Zu den Spielbanken zählen zum Beispiel die Spielbanken in Schwerin und Warnemünde sowie die bevorstehenden Schließungen in Vorpommern, da hier die Konzessionen im nächsten Jahr auslaufen werden. Durch die Möglichkeit für die Spielbanken, sich künftig auch in der Innenstadt ansiedeln, würde die Attraktivität steigen und eventuell würden für die bereits geschlossenen Spielbanken neue Lizenzen in Verbindung mit einem Standortwechsel beantragt werden.

Bei der Unterbreitung des Gesetzesentwurfs wurde von Seiten der Regierung deutlich gemacht, dass der Spielerschutz weiterhin das erste Interesse bleiben würde, auch mit der Aufhebung des Mindestabstandes. Für Spieler, die gerade aus einer Spielhalle kommen, sei es keine Verlockung, als nächstes in eine nahe liegende Spielbank zu gehen, denn hier seien die Eintrittsbedingungen viel zu verschärft und so würden eben diese Spielsüchtigen gar keine Chance bekommen, in einer Spielbank weiter zu spielen, so zumindest die Aussage der Verantwortlichen.

Begrenzung der Spielhallen sorgt für Unmut

Begrenzung der Spielhallen sorgt für Unmut

Durch die gesetzlichen Regelungen in Bezug auf den Mindestabstand zwischen den Etablissements, den verkürzten Öffnungszeiten und die Einschränkungen in Bezug auf die Werbung, befürchten die Betreiber einen Rückgang der Einnahmen, Zwangsschließungen und Entlassungen der Mitarbeiter. Aufgrund dessen wollen viele der Betreiber nun Klage einreichen. Weitere negative Äußerungen kamen im Landtag von Seiten der Kommunen.

Diese befürchten aufgrund hoher Steuereinnahmen, dass die Städte verschandelt werden könnten. Auch befürchten die Kommunen eine Klagewelle von Seiten der Spielhallenbetreiber. Die Anzahl der Automaten pro Spielcasino soll verringert werden, genau wie die Einführung des Verbots von Mehrfachkonzessionen. Harte Kost für die Betreiber der Glücksspieltempel.

Die Regierung der Städte befürchtet, dass die Regelungen kaum durchsetzbar seien und dass vor allem die Kontrollen fast unmöglich sein werden. Die Ordnungsämter werden diese überprüfungen gar nicht durchführen können, da zu viel berücksichtigt werden muss.

Auch seien die Regelungen nicht eindeutig genug, denn es wurde nicht festgelegt, welche der Spielhallen schließen müsste, wenn hier die Mindestabstände zu gering sind. Die Kommunen Rechnen mit Klagen, da die Betreiber der Spielhallen sich in ihrer Dienstleistungsfreiheit eingeschränkt fühlen könnten.

Es werden einige Gefahren in den neuen Regelungen gesehen und so kritisierte auch der Verband der Automatenaufsteller (VAFA) die Entscheidungen. Dem Staat wird unterstellt, dass dieser die Regelungen eingeführt habe, um die Gelder aus den Geschäften selbst zu kassieren. Außerdem wird davor gewarnt, dass der Sportwettenbetrug ansteigen könnte. Das Bundesland NRW hat noch bis zum Ende des Jahres Zeit eine Entscheidung in Bezug auf den Glücksspielstaatsvertrag zu treffen.