Kleines Glücksspielverbot in der Steiermark

Kleines Glücksspielverbot in der Steiermark

Während einige Betreiber die Spielautomaten in ihren Etablissements abgebaut haben, sind andere Betreiber der neuen gesetzlichen Regelung nicht nachgekommen. Spielautomaten werden in Graz und dem Rest der Steiermark weiterhin angeboten, Folgen hat dies offensichtlich erst einmal noch nicht. Besonders die Anbieter, die ihre Geräte bereits beseitigt haben oder sogar das eigene Geschäft schließen mussten, beobachten die Konkurrenz mit Argwohn und beschweren sich darüber, dass die Gesetzgebung nicht effizient durchgesetzt wird. Das Ungleichgewicht sorgt für zahlreiche Diskussionen in Österreich.

Die neue Regulierung im Bereich der Glücksspielautomaten sorgt für ein komplett neues Bild innerhalb der Branche. Viele Lizenzen sind zum Ende des letzten Jahres ausgelaufen, die Anbieter wurden aufgefordert ihre Spielautomaten zu beseitigen, denn ohne Lizenz seien die Geräte illegal aufgestellt. Grundlegend soll die neue Gesetzgebung dafür sorgen, dass die Anzahl der Spielautomaten insgesamt um zwei Drittel reduziert wird.

Mit der Reduktion der Spielgeräte sieht das Gesetz außerdem vor, dass ein höherer Spieleinsatz an den bestehenden Geräten möglich sein wird. Die Spielgeräte dürfen generell nicht mehr in Tankstellen und Cafes aufgestellt sein, nur noch in kleinen Automatensalons, die aktuell über eine Lizenz verfügen. Hier ist die Mindestanzahl der Spielgeräte beschränkt, während in den meisten Orten in der Steiermark zwischen 10 und 50 Automaten liegt, wurde die Anzahl der maximalen Spielgeräte in Graz auf 15 beschränkt.

Die Umsetzung der Gesetzgebung scheint unorganisiert

Die neue Gesetzgebung gilt, danach richten tun sich jedoch nicht alle Betreiber. So entsteht das Ungleichgewicht zwischen denen, die der neuen Regelung nachgekommen sind und ihre Spielgeräte abgebaut haben, denen die über eine Lizenz verfügen und Spielautomaten anbieten dürfen und denen, die ihr Angebot heuer illegal präsentieren. Aktuell ist noch nicht klar, wie viele Spielautomaten in der Steiermark illegal betrieben werden, einige Spielhallen scheinen aber die Automatenanzahl in ihren Etablissements aktuell sogar noch aufzustocken. Kontrollen gibt es kaum oder gar nicht und so sorgt die neue Regelung sogar unter den Betreibern für Diskussionen und Ärger.

Das Spielverlangen ist immer noch vorhanden

Das Spielverlangen ist immer noch vorhanden

Von Seiten der Spielsuchthilfe wurde nun angegeben, dass seit Jahresbeginn die Anzahl der Anfragen zurückgegangen sei. Insgesamt sei die Anzahl der Hilfsanfragen um 5 Prozent gesunken. Experten der Spielsuchthilfe geben jedoch an, dass dies kein Grund sei aufzuatmen, denn es würde nicht bedeuten, dass die Spielsucht zurückgegangen sei, sondern vielmehr, dass die Spieler denken würden, dass sie durch das Automatenverbot keiner Gefahr mehr ausgesetzt seien.

Zunächst einmal ist der Rückgang der Anfragen bei der Spielsuchthilfe ein positiver Effekt. Es erwecke den Eindruck, dass es bereits jetzt, so kurz nach dem kleinen Glücksspielverbot, weniger Betroffene gebe.

Dies sei nach Expertenangaben jedoch ein Trugschluss. Die Spielsucht könne nicht von heute auf morgen einfach so weggehen, sagt Isabella Horodecki von der Spielsuchthilfe. Das Verlangen sei bei den Betroffenen immer noch da, doch diese würden denken, dass ein Anruf sinnlos sei, weil es ja keine Spielgeräte mehr vor Ort in Wien gibt. Bei der Suchthilfe ist man sich jedoch einig darüber, dass die Spielsucht dadurch nicht behoben sei, denn die Spieler würden weiterhin eine innere Unruhe und vor allem ein Verlangen nach dem Glücksspiel verspüren.

Alternativen zum kleinen Glücksspiel

Die Suchtexperten sind der Meinung, dass das generelle Verbot der Spielautomaten keine Besserung bringen werde, auch nicht in Zukunft. Es gäbe genug Alternativen, zu denen die pathologischen Glücksspieler sich früher oder später hingezogen fühlen werden. Wenn das Automatenangebot in Wien tatsächlich ausgemerzt sein wird, werden sich die Spieler eine Alternative im Internet oder in Wettlokalen suchen.

Das Glücksspiel im Internet sei nach Expertenmeinung zudem viel gefährlicher, weil die Spieler hier keinen überblick über ihre Gewinne und Verluste haben würden und zudem kaum Kontrollmöglichkeiten vorhanden seien. Es wird damit gerechnet, dass in Zukunft ein Anstieg der Spielsucht in Wien zu verbuchen sein wird.

Bürgerschutz durch Glücksspielverbot

Bürgerschutz durch Glücksspielverbot

Von Seiten der Bundesländer werden viele Pokerrunden, Casinos, Sportwetten und andere Glücksspielangebote im Internet verboten. Meist handelt es sich dabei um Angebote, die von ausländischen Betreibern aus anderen Ländern präsentiert werden, wo diese lizensiert sind. Die Bundesländer geben an, mit den Verboten den Spielerschutz gewährleisten zu wollen, die Glücksspielbranche jedoch unterstellt den Ländern die Gier nach Steuergeldern, denn bisher haben die ausländischen Anbieter in Deutschland keine Steuerabgaben zu leisten.

Bisher wurden bereits über 100 Verbote an ausländische Anbieter ausgesprochen. Nach Angaben der Länder würden diese Verbote erhoben werden, um die Bevölkerung vor schnellen, suchtfördernden Spielformen zu schützen. Da die Verbote jedoch bisher nicht besonders effektiv waren plant die Regierung nun andere Methoden einzusetzen, um das Online Glücksspiel in Deutschland einzudämmen. Im Gespräch ist die Unterbindung des Zahlungsverkehrs zu ausländischen Glücksspielanbietern. Hierbei sollen Banken und Kreditinstitute die Länder unterstützen.

Umsatzrückgang bei staatlichen Anbietern

Auffällig ist, dass die strengeren Regelungen genau jetzt eingeführt werden sollen, nachdem jahrelang scheinbar kein Interesse daran bestand, die Angebote aus dem Ausland zu unterbinden. Die Glücksspielbranche vermutet, dass der Staat die Umsatzrückgänge bei eigenen Angeboten wie Lotto als Grund ansieht, gegen das Online Glücksspiel vorzugehen. Nicht nur das staatliche Lottoangebot leidet unter der Konkurrenz aus dem Internet, auch die Spielbanken in Deutschland verbuchen vermehrt Besucher- und damit auch Umsatzrückgang.

Glücksspielverbot für One Direction

Glücksspielverbot für One Direction

Im Falle von One Direction wurde Harry Styles und seinen Bandmitgliedern ein strenges Verbot auferlegt. Nach diesem Verbot sollten die Bandmitglieder ein Casino nicht einmal besuchen. Dennoch hat sich Styles erneut über das Verbot hinweg gesetzt und wurde in einem Casino gesehen.

Das Verbot für die Band wurde sicherlich von Seiten des Managements ohne Grund ausgesprochen. Die Band hatte bereits im vergangenen Jahr ziemlich viel Geld verloren, denn das Glücksspiel schien schon zu dieser Zeit einen besonderen Reiz auf die Musiker auszuüben. An dem Verbot schien sich vor allem Styles nun nicht zu stören. Derzeit tourt die Band gerade in Australien. Hier soll der Musiker in einem Casino in Perth gesichtet worden sein, wie er sich eine ganze Zeit lang vergnügt am Roulette-Tisch beschäftigte. Diese News waren erst vor wenigen Tagen in der britischen Presse zu lesen.

Schon beim ersten Mal, als die Band in einem Casino gesichtet wurde, wurden die Mitglieder vom Management nicht gerade mit Lob bedacht. Auch dieses Mal mussten die Jungs sich sicherlich eine Standpauke anhören. Beim ersten Mal erklärten es die jungen Männer noch mit dem Reiz des Neuen. Nachdem die Volljährigkeit erreicht war, wollten die Musiker nach eigenen Angaben einmal alles ausprobieren und so seien sie im Casino gelandet. Hier konnten sie während der Tournee nach einigen Tagen endlich mal ein wenig Geld ausgeben, so einer der Bandmitglieder.

Dass jedoch ein Casinobesuch auch Folgen haben kann, war den Männern wohl zu der Zeit nicht so bewusst. Das Management versuchte deutlich zu machen, dass sie im Casino immer nur verlieren können. Doch trotzdem übte während der Tournier gerade ein solches Casino wieder einen zu großen Reiz auf die Jungs aus und so spielten sie, was das Zeug hielt. Für die Spielbank wird sich der Besuch gelohnt haben, denn meist geht diese ja eben vorrangig als Sieger aus einer solchen Geschichte hervor.

Zypern will Kriminalität im Land bekämpfen

Die Mittelmeerinsel Zypern gehört im Moment zu den wenigen Staaten in der EU, die über ein totales Verbot des Glücksspiels auf der Insel nachdenken. Zypern ist nach eigener Auskunft der Ansicht, dass dieses Vergnügen ein Wachstum der Kriminalität im Land nach sich ziehen könnte.

In Kürze wird es bei der EU das Untersagen des Online Glücksspiels beantragen. So will die Insel dem Beispiel Portugals folgen, das schon zu Jahresanfang ein Verbot des Glücksspiels einführte.

Ungeachtet der Ausnahmezulassungen im Nachbarland Spanien sind Insider der Branche nicht der Ansicht, dass die EU in der Sache von Zypern gleich viel Milde walten lassen wird. Die Insider rechnen auch damit, dass die EU das Ersuchen der Insel im Bereich des Glücksspielverbots ablehnen wird.

So will man andere Staaten daran hindern, das Anwachsen der Kriminalität als Vorwand für ein Untersagen des virtuellen Glücksspiels zu nutzen. Gerade zahlreiche Länder würden dieses Argument gebrauchen um Betreiber aus dem Ausland vom landeseigenen Markt auszuschließen.

Auch wenn man nicht genau weiß, was die Insel mit diesem Vorhaben bezwecken will, so kann man damit rechnen, dass Zypern sich bemühen wird, mithilfe des Verbots die Vorgaben der EU im Bereich des Freihandelsabkommens zu unterlaufen.

Wenn das Ersuchen in Kürze abgewiesen werden sollte, dann bleibt der Insel die Möglichkeit, sich beim EuGH zu beschweren, doch dieses Verfahren würde dann mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Doch für andere Länder kann es sein, dass die Ausnahmegenehmigungen für Portugal den Weg für eine Senkung der Kriminalitätsrate durch das Untersagen des Glücksspiels frei machen.