Wegen Ukraine-Krise: Neues Glücksspielgesetz für Russland

Wegen Ukraine-Krise: Neues Glücksspielgesetz für Russland

Lediglich in den Glücksspielregionen Russlands ist das Online Pokern gestattet. Nach dem ursprünglichen Plan, hätte Online Poker in Russland erlaubt werden sollen. Dies hätte zusätzliche Einnahmen in Höhe von fast 146 Millionen Dollar mit sich gebracht. Durch die Krise in der Ukraine jedoch distanzierte sich die Regierung von den ursprünglichen Plänen und macht nun Pläne das Online Glücksspiel stärker zu bekämpfen.

Der Gesetzesentwurf für Russland hat bereits den Bundestag passiert. Wenn nun der Bundesrat die Zustimmung gibt, dann kann das Gesetz verabschiedet werden. Das Online Glücksspielverbot würde dann in ganz Russland bestehen, mit Ausnahme der vier Glücksspielzonen.

Kritisiertes Timing

In dem Gesetz wurden auch Regelungen integriert, die die Bestrafung von Glücksspielanbietern vorsehen, die das Online Glücksspiel trotz Verbot anbieten. Für die Anbieter droht eine Bestrafung in Millionenhöhe und bis zu vier Jahre Haft. Für die Spieler, die dem illegalen Glücksspiel nachgehen, sind bis zu zwei Jahre Haft vorgesehen und Geldstrafen in Höhe von bis zu 7.625 Dollar.

Von Seiten der Experten wurde vor allem das Timing kritisiert, zu dem das Gesetz vorgestellt wurde. Experten gehen davon aus, dass das Gesetz als Ablenkungsmanöver dienen soll. Derzeit sind in Russland nämlich Korruptionsvorwürfe gegenüber Putin aktuell, dem vorgeworfen wird über viele Jahre lang mehrere Milliarden in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben.

Dem Regierungschef wird nun unterstellt, dass er mit dem Kampf gegen das Online Glücksspiel versuchen will, von den Vorwürfen abzulenken und sich selbst somit wieder ein positives Image zu verschaffen.