Wird der zweite Glücksspielstaatsvertrag scheitern?

Wird der zweite Glücksspielstaatsvertrag scheitern?

Bereits das zweite Mal sorgt ein Entwurf des Glücksspielstaatsvertrages für Aufregung und Unsicherheit. Bereits das zweite Mal ist es das nordische Bundesland Schleswig-Holstein, was sich gegen den zweiten Glücksspieländerungsstaatsvertrag ausgesprochen hat.

Dieses Mal ist jedoch nicht nur die Rede von einem Sonderweg, sondern von einer Kündigung des Glücksspielstaatsvertrages. Zusätzlich will das nordische Bundesland zusammen mit anderen Bundesländern nach einer europarechtskonformen, einheitlichen Lösung suchen. Das „Nein zum Glücksspieländerungsstaatsvertrag“ aus Schleswig-Holstein sorgte für viel Diskussionsstoff bei der der Jahresfachtagung Sportwetten und Glücksspiel am 30. Juni in Frankfurt.

Kritik an der Politik in Schleswig-Holstein

Der Plan von Schleswig-Holstein, den zweiten Glücksspieländerungsstaatsvertrag nicht zu ratifizieren sorgt nicht für Freude bei vielen Teilnehmern der Tagung. Die Gründe, die gegen den Entschluss aus Schleswig-Holstein vorgebracht wurden sind folgende:

  • dem Vertrag droht das Scheitern
  • durch die Blockadehaltung komme keine Bewegung in die Regulierung
  • Vollzug sei dadurch nicht möglich
  • drohender Stillstand bei der Regulierung
  • der Bund könnte die Kompetenz für das Glücksspiel auch an sich ziehen

Was passiert, wenn die Länder sich nicht einigen können?

So wie es aktuell aussieht, scheinen die Bundesländer in Deutschland sich in Bezug auf die Gesetzgebung rund um das Glücksspiel nicht einig zu werden. Dies löst zum einen Unsicherheit aus und zum anderen sorgt dies für Diskussionen und Spekulationen. Wenn der Glücksspielstaatsvertrag nun also ablaufen würde, dann könnte es passieren, dass der Bund sich der Sache annehmen wird. Ob das so gut wäre?

Positive Bilanz der Gauselmann Gruppe

Positive Bilanz der Gauselmann Gruppe

Auch wenn dieses Jahr für viele Unternehmen innerhalb der Glücksspielbranche eher schwierig begonnen hat, so kann die familiengeführte Gauselmann Gruppe auf ein erfolgreiches letztes Jahr zurückblicken. Die Bilanz von 2016 ist für die Gauselmann Gruppe eindeutig positiv. Über den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens aus Espelkamp freuen sich vor allem die Vorstände Paul und Armin Gauselmann, sowie die weiteren sechs Vorstandsmitglieder.

Das Jahr 2016 der Gauselmann Gruppe in Zahlen:

  • die addierten Umsätze aller Unternehmen der Gauselmann Gruppe sind um 14,2 Prozent auf 2,53 Milliarden Euro gestiegen
  • bereinigt um den Innenumsatz stiegen die Umsätze um 17,8 Prozent bzw. um 260 Millionen Euro auf 1,72 Milliarden Euro
  • die Anzahl der Arbeitsplätze stieg um insgesamt 1198 auf 10.438
  • Auslandsumsatz liegt deutlich über 50 Prozent

Schwierige Lage auf dem heimischen Markt

Es ist kaum verwunderlich, dass bei der Gauselmann Gruppe die Auslandsgeschäfte zunehmend besser laufen, während die Inlandsgeschäfte mit Schwierigkeiten konfrontiert sind. Hierbei ist es vor allem der Glücksspieländerungsstaatsvertrag, der vielen Glücksspielunternehmen in Deutschland Schwierigkeiten bereitet. Durch den Glücksspieländerungsstaatsvertrag wurden die Landesspielhallengesetze noch einmal verändert, was für viele Unternehmen Schwierigkeiten oder sogar den kompletten Existenzverlust bedeutet.

Spielstätten sind bedroht

Durch die aktuelle gesetzliche Situation ist der Fortbestand zahlreicher Spielstätten in Deutschland gefährdet. Dies geht aus der Bilanz der Gauselmann Gruppe des letzten Jahres nicht hervor. Für die Gauselmann Gruppe ist die aktuelle Situation besonders schwierig nachzuvollziehen, denn das Unternehmen ist bekannt dafür, dass es darum bemüht ist den Spielbetrieb auch für die Spieler in geordnete Bahnen zu lenken.