Glücksspielmarathon bis zum Jackpot

Glücksspielmarathon bis zum Jackpot

Der Grund für den Glücksspiel-Marathon war jedoch nicht der Hauptgewinn selber, denn diesen konnte der Spieler schon nach wenigen Minuten sein Eigen nennen, allerdings sorgte das Glücksspielgesetz dafür, dass der Spieler sich 14 Stunden lang nicht von dem Spielautomaten wegbewegen konnte. Mit dem Spielen an dem Spielautomaten generierte Emil T. nach kurzer Zeit den Hauptgewinn, eine Gewinnsumme in Höhe von 7000 Euro auf einen Schlag.

Mit dem Hauptgewinn jedoch generierte der Spieler gleichzeitig 450 Freispiele, die von der Auszahlung abgespielt werden mussten. Durch die 30-minütigen Zwangspausen, bei denen jeweils maximal 500 Euro des Gewinns gutgeschrieben werden, musste der Spieler letztendlich 14 Stunden an dem Automaten verweilen, um so den Hauptgewinn am Ende auch tatsächlich ausgezahlt zu bekommen.

Die gesetzlichen Regelungen sorgten damit auch dafür, dass der Automat über einen solch langen Zeitraum durch den Spieler Emil T. belegt wurde. Die Spielhallen Betreiber sagten in einem Interview im Anschluss, dass sie den Gewinn gerne sofort ausgezahlt hätten, um dem Spieler zum einen diese Odyssee zu ersparen und zum anderen den Spielautomaten wieder frei zu haben.

Emil T. fuhr in der Zwischenzeit acht Mal nach Hause und wieder zurück, um so auch die Sperrzeit der Spielbank zu überbrücken. Er selbst macht in einem Interview deutlich, dass ihm dieser Glücksspiel-Marathon nur durch die eigene Selbständigkeit möglich war, denn als Angestellter hätte er gar nicht die Möglichkeit gehabt, die ganze Zeit an dem Automaten weiterzuspielen, um den Gewinn am Ende ausgezahlt zu bekommen.

Die gesetzliche Regelung, die den Spieler Emil T. in den Glücksspielmarathon zwang, ist eigentlich für den Spielerschutz vorgesehen. Die Betreiber der Spielhalle jedoch geben an, dass die Sucht durch eben diese Regelung nicht verhindert werden kann, denn die Zwangspausen können auch durch das Spielen an anderen Geräten überbrückt werden. Für Emil T. war es ein erschöpfendes Erlebnis, doch am Ende, nachdem der Gewinn endlich ausgezahlt war der Spieler dennoch glücklich. Auch wenn er einen Tag vor dem Daddelautomaten verbrachte, mit dieser Spielzeit konnte er einen Stundenlohn von 500 Euro generieren, dafür lohne sich nach Angaben des Spielers am Ende auch die Erschöpfung.