Verwirrung durch unterschiedliche Glücksspielregelungen in Europa

Verwirrung durch unterschiedliche Glücksspielregelungen in Europa

Seit einiger Zeit wird bereits an einer einheitlichen Regulierung gearbeitet, bisher jedoch ohne Erfolg. Einige Länder arbeiten noch immer mit Glücksspielmetropolen, in anderen ist das Online Glücksspiel bereits reguliert.

Das Online Glücksspiel bereitet den Verantwortlichen bisher am meisten Sorgen, weil dies in vielen Ländern unter eine rechtliche Grauzone fällt, daher nicht reguliert ist und so Gefahren mit sich bringt. Doch nicht nur die Gefahr ist groß, sondern auch die Verluste die der Staat dadurch macht, denn die Einnahmen aus dem unregulierten Online Glücksspiel sind zum größten Teil schwarz und daher für die illegalen Betreiber steuerfrei.

Die EU-Kommission hat nun den Aktionsplan zum Online-Gaming vorgestellt. Mit diesem soll zuerst einmal Licht ins Dunkel gebracht und im Anschluss daran gegen illegale Angebote vorgegangen werden. Die Beteiligten erhoffen sich durch diesen Aktionsplan eine EU-weite, rechtliche und einheitliche Regelung.

Bereits im letzten Jahr verschickte die EU-Kommission Briefe, um Unklarheiten aufzudecken und Licht ins Dunkel zu bringen. Auch österreich bekam im vergangenen Oktober einen solchen Brief. Nun laufen die Prüfungen von Seiten der EU-Kommission, die darüber entscheiden sollen, ob gegen manche Länder Maßnahmen eingeleitet werden müssen.

Unterschiedliche Fälle vor Gericht und ausgesprochene Urteile sollen wegweisend sein. In österreich zum Beispiel wurde bereits ein Deutscher wegen illegalem Glücksspiel in österreich verurteilt. Dies hatte letztlich zur Folge, dass das Glücksspielgesetz (GSpG) novelliert werden musste.

Auch in Bezug auf die Ausschreibung gab es neue Regelungen, denn während bisher die Casinos Austria als Monopolist in österreich bekannt waren, mussten die Lizenzen nun europaweit ausgeschrieben werden. Kritiker behaupteten, dass die Ausschreibung dennoch auf den Monopolisten zugeschnitten war, daher gibt es jetzt wiederum Fälle vor Gericht, die hier Klarheit verschaffen sollen.

Die Unsicherheit, die durch die unterschiedlichen Regelungen aufkommt, sorgt dafür, dass von vielen Seiten einheitliche Regelungen gefordert werden. Vor allem die privaten Anbieter im Internet fordern eine angepasste, einheitliche Regelung, sodass jeder Anbieter sich in Zukunft für das legale Angebot von Online Glücksspiel qualifizieren können sollte. Natürlich soll diese Möglichkeit mit strengen Auflagen verbunden werden, sodass Kontrolle, Spieler- und Jugendschutz weiterhin gewährleistet werden können.

Bisher ist der Online Glücksspielmarkt in Deutschland zum Beispiel illegal, auch wenn es sich bei diesem um den zweitgrößten der ganzen Welt handelt. Die Einnahmen aus dem Online Glücksspiel kommen den Anbieten zu Gute, nicht jedoch dem Staat, da dieser sich bei den illegalen Angeboten nicht einklinken und keine Steuern einfordern kann. In naher Zukunft soll dieses Thema vermehrt auf den Tisch kommen, um zu sehen, ob eine einheitliche Regulierung des Online Glücksspielmarkts in Europa langfristig realisiert werden könnte.