Staat macht Ernst! Internetsperren – das Aus für Online Casinos!

Staat macht Ernst! Internetsperren – das Aus für Online Casinos!

Der Staat ist lange Zeit nicht aktiv geworden und die Betreiber und Spieler lebten in einer Art Online Glücksspiel Grauzone. Dies hat nun ein Ende, denn ab morgen soll kein Online-Casino in Deutschland mehr für die Spieler hierzulande erreichbar sein.

Nach dem Vorschlag eines eines britischen Abgeordneten im EU-Parlament sollen alle illegalen Glücksspielseiten im Internet gesperrt werden. Diese Diskussion ist bereits seit dem Jahr 2013 aktiv. Der Abgeordnete hatte einen Bericht veröffentlicht, in dem die Durchsetzungsmaßnahmen den Zugang zu illegalen Glücksspielangeboten verhindert werden soll. Hierzu sollen eine weiße und schwarze Liste eingeführt werden.

Der Black Friday aus den USA scheint sich nun in Deutschland mit den Online-Casinos zu wiederholen. Sperrmaßnahmen für Finanztransaktionen werden seit geraumer Zeit diskutiert, nachdem das Financial Blocking bisher als nicht durchführbar beurteilt wurde, scheint es für die Spieler nun dennoch ernst zu werden.

Trennung nach Gut und Böse

In Deutschland wurde vor einiger Zeit entschieden, dass Online Casinos in Zukunft auch legal angeboten werden können. In Schleswig-Holstein ist dies bereits der Fall, bundeseinheitlich wird noch auf die Ausgabe der Konzessionen gewartet. Es herrscht Unsicherheit vor, bei den Betreibern und den Spielern. Die eventuelle Sperrung der illegalen Casinos sorgt für Aufschreie und wird heute von Seiten des EU-Parlaments noch einmal final diskutiert.

Der Staat will nach Gut und Böse trennen, das illegale von dem legalen Glücksspielangebot unterscheiden können und die finanziellen Transaktionen beobachten. Datenschutz und Sicherheit waren bisher hier Themen, doch letztendlich waren dies auch die Gründe, warum die Androhung des Staats nicht wahr gemacht werden konnten. Ob dies dieses Mal der Fall sein wird, bleibt mit der finalen Entscheidung abzuwarten.

Nordrhein-Westfalen will Sperren für Glücksspielseiten durchsetzen

Schon im August des letzten Jahres entschied die Bezirksregierung in Düsseldorf, dass Bwin und Tipp24 von der Telekom und Vodafon gesperrt werden sollen. Man verlangte von den Betreibern binnen eines Monats den Zugriff auf ihre Internetseiten mithilfe einer DNS-Sperre im Bundesland Nordrhein-Westfalen schwieriger zu machen.

Dieser Aufforderung kam man noch nicht nach, weil die Betreiber den juristischen Weg gegen dieses Vorhaben antraten. Vor neun Jahren verfügte der damals amtierende Regierungspräsident der SPD mithilfe dieser Sperrungen dass der Zugriff auf zwei Websites mit rechtgerichtetem Gedankengut nicht mehr gegeben war und setzt dies auf dem Rechtsweg auch durch.

Als die Bezirkregierung nicht mehr die Medienaufsicht innehatte, befasste er sich mit den unrechtmäßigen Betreibern von Glücksspiel. Vor drei Jahren setzte er durch, dass zwei Wettbetreiber, die nach deutschen Vorgaben unrechtmäßig agierten, ihre Domainnamen verloren.

Die neue rot-grüne Regierung bekräftigte diese Sperrpläne, obwohl man einer Internetzensur eher kritisch gegenüberstand. Der Grund für die Aufforderung ist nicht bekannt. Das Innenministerium des Bundeslandes gab keinen Kommentar ab sondern gab nur einen Hinweis auf den aktuellen Prozess.

Ein Telekom-Sprecher sagte, dass eine solche Verfügung nach Ansicht der Telekom dem Fernmeldegeheimnis, das in den Grundrechten verankert ist, zuwiderläuft. Deswegen will das Unternehmen einen Eil- und ein Hauptsacheprozess gegen diese Anordnung beim Verwaltungsgericht in Köln einleiten.

Die Anbieter haben volle Unterstützung von Bürgerrechtlern, die der Meinung sind, dass der aktuelle Glücksspielvertrag keine genügende juristische Basis für solche Schritte darstellt. Der Paragraph 8 im Telemediengesetz besagt, dass die Anbieter für fremde Informationen nicht verantwortlich sind.

Bis es zum Prozess kommt, wird noch ein wenig Wasser den Rhein herunter fließen. Man muss warten, bis der kommende Glücksspielvertrag abgesegnet ist, dieses Ereignis soll vielleicht schon im Juli dieses Jahres stattfinden, sollten die Bundesländer keine gravierenden Abänderungen des Vertrags festlegen.

Den Nordrhein-Westfalenern bleibt bis dahin noch ein wenig Zeit, von den Internetseiten Gebrauch zu machen. Bis zur rechtlichen Entscheidung wird diese Sperre außer Kraft treten.

Das Schattendasein der Werbung

In der Branche des Online Glücksspiels machen Marketing Aktionen den Erfolg oder Misserfolg eines Online Casinos aus.

Eine gern genutzte Art der Werbung sind im Markt der Online Spiele die Werbebanner, doch eine neue Studie weist aber darauf hin, dass diese immer mehr an Effektivität verlieren.

Die Unternehmen Adweek Media und Harris Interactive haben erforscht, dass 63 Prozent der US-Amerikaner die Werbebanner im Großen und Ganzen einfach nicht beachten.

43 Prozent der Interviewten waren der Ansicht, dass diese Art der Reklame keinen Effekt habe und 20 Prozent sagten, dass die Werbebanner bei den Suchmaschinen ihre Entschlüsse nicht im Geringsten beeinflussten.

Im Gegensatz dazu befinden 5 bis 15 Prozent der Befragten die Werbung in Radio und Fernsehen als ineffektiv. Diese Resultate machen die Mängel der aktuellen Werbeaktionen in der Branche des Online Glücksspiels mehr als deutlich.

Separate Flächen zur Werbung stellen augenscheinlich eine Verschwendung von Zeit und Geld dar, da die Nutzer des Internets eher auf groß angelegte Markenaktionen achten.

Diese befassen sich mit aktuellen Internettechnologien und bieten dem Nutzer die Gelegenheit, beim Inhalt der Webseite selbst etwas beizutragen. Die Anbieter von Online Spiele Seiten können von den Konzernen wie Coca Cola und Starbucks, die die Kompetenz des Users höher einstufen, nur lernen.

Diese Form von Werbung wird in der Branche des Online Glücksspiels immer bedeutender und Anbieter der Glücksspielseiten müssen entweder ihre momentanen Taktiken in der Werbung anders strukturieren oder damit rechnen, hinterherzuhinken.

Facebook in Großbritannien lang nicht mehr die Nummer Eins

Den veröffentlichen Daten des Marktforschungsunternehmens Nielsen zufolge sind im letzten Jahr im Vereinigten Königreich Webseiten für Online Glücksspiel sehr populär geworden und haben die sozialen Netzwerke längst überholt.

Die Internetseiten für Glücksspiel im Internet konnten 2009 im Gegensatz zum vorangegangenen Jahr einen Anstieg von 40 Prozent an Besuchern verzeichnen. Dies macht 3,2 Millionen Besucher aus, im Gegensatz zu 2,2 Millionen mehr Besuchern bei sozialen Netzwerken.

Außerdem wurde der britische Lotterie-Konzern Camelot von Nielsen als schnellstes im Internet wachsender Konzern ausgezeichnet. Im Zeitraum von Juli 2009 bis Juli 2010 hatte das Unternehmen 88 Prozent mehr Besucher zu verzeichnen als im Vorjahr.

Auch der namhafte Online Glücksspiel Konzern PartyGaming verbuchte mit seinen beiden erfolgreichen Plattformen PartyCasino für Online Casinos und PartyPoker für Online Poker über eine Million mehr Besucher und stockte seinen Besucherstamm um stolze 186 Prozent auf.

Im dem Bericht wurde auch gesagt, dass 50 Prozent aller Spieler im Netz ein Einkommen von mehr als 36.000 Euro jährlich hatten und dass die steigende Anzahl der Besucher in der Mehrheit Männer mittleren Alters seien und 46 Prozent der Online Spieler weiblich sind.

Neil Beston vom Marktforschungsunternehmen sagte, dass während das fantastische Anstiegs auf Glücksspielseiten in den vergangenen zwei Jahren von Männlein und Weiblein in allen Altersgruppen vorangetrieben wurden, es vor allem die Männer mittleren Alters sowie die Haushalte mit guter Ausbildung und gutem Einkommen waren, die das Wachstum vorwärtstrieben.