Chinesischer Goldrausch in Cairns

Chinesischer Goldrausch in Cairns

Daher wurde der Lit-Sung-Goong-Tempel nicht erhalten, sondern im Jahr 1964 abgebrochen, da es zudem an Mitteln gefehlt hatte. Eigentlich existieren heute erneut Pläne für die Errichtung eines kulturellen Zentrums, doch auch hierfür würden nach Angaben von Mary Low Mittel fehlen und zum Teil auch die Chinesen selber.

In den Anfängen wurden die chinesischen Immigranten von dem Goldrausch nach Australien gezogen, denn Cairns fungierte zu dieser Zeit als Hafen für den Goldtransport. Seit es andere Häfen gab und der Transport verlagert wurde konzentrierten sich die Chinesen auf die Agrarindustrien.

Im Laufe der Zeit jedoch wurden die chinesischen Immigranten vor Ort immer weniger, da sie von den Einheimischen nicht mehr gern gesehen wurden. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Politik des weißen Australiens eingeführt und innerhalb von zwei Jahren wurde die Anzahl der Chinesen in Cairns immer weniger. Erst in 1970ern wurde die rassendiskriminierende Immigrationspolitik aufgehoben.

Investitionen aus Hong Kong beleben die Wirtschaft

Rassismus gegen die chinesische Bevölkerung scheint auch aktuell wieder aufzuflammen, denn die Mehrheit der befragten Australier zeigte sich besorgt über das Ausmaß chinesischer Investitionen. Im Vergleich zu anderen Ländern sind die Investitionen aus China jedoch weit niedriger, auch wenn China als der wichtigste Handelspartner Australiens bekannt ist.

Die Investitionen der Chinesen haben gleichzeitig jedoch die lokale Wirtschaft angekurbelt. Investitionen wurden zuletzt vorrangig in das Glücksspiel getätigt, so ist es auch kaum verwunderlich, dass in der Nähe von Cairns in Zukunft ein großes Luxusresort entstehen soll, dessen Hauptaugenmerk ein Casino werden wird.