Griechische Regierung springt über ihren Schatten

Griechenland muss sich momentan mit vielen Dingen herumschlagen. Zum einen sind das die Vorgaben der Europäischen Kommission und die damit verbundenen Kriterien in Bezug auf die Betreiber von Online Glücksspielen.

Zum anderen ist das Land finanziell nicht gerade gut gestellt und muss sich mit politischen Anforderungen auf dem Gebiet der juristischen Regelung des Glücksspiels befassen. Um dem Vorgang ein wenig Schwung zu geben, ging das Land im laufenden Jahr einen bedeutenden Kompromiss ein.

Dieser beinhaltet, dass die Glücksspielindustrie ihre Abgaben nicht auf Basis des Gewinns, sondern auf Grundlage des Ertrags entrichten wird. Ein ebenfalls wichtiger Schritt ist die Verbannung der Provisionszahlungen in Bezug auf noch eine "Black Period".

Dieser Begriff bezeichnet den Zeitraum, der zwischen der Gültigwerdung eines Gesetzes und der vorliegenden Zulassung in diesem Bereich liegt, sprich, die Phase, in der die Lizenz zugeteilt wird. Der finanzielle Aspekt liegt hier nun nicht mehr bei einer halben Million sondern wurde auf 400.000 Euro gesenkt.

Doch der Staat hat vor, andere Vorgaben in Kraft zu lassen, die der Europäischen Verfassung zuwiderlaufen, zu denen gehört, dass die Spieler einen gesonderten Ausweis brauchen und in Griechenland ansässig sein müssen.

Diese Kompromisse ging das Land ein, weil die diesbezüglichen juristischen Regelungen schon länger auf Eis liegen und das Zeitfenster nicht noch weiter strapaziert werden kann. Durch dieses Zaudern geht der Wirtschaft des Landes eine Menge Geld durch die Lappen.

Damit dieses Geld gespart werden kann, macht man Zugeständnisse, um dem Land einen Gefallen zu tun.