"Griechische Staatslotterie" sorgt bei Mitanbietern für Unmut

Die Hiobsbotschaften, was die Finanzsituation des südeuropäischen Landes Griechenland angeht, bleiben nicht aus.

Der sogenannte Rettungsschirm für das gebeutelte Land muss von einer Viertelbillion Euro auf 440 Milliarden Euro aufgestockt werden und die finanziellen Schwächen des Landeshaushalts sind noch größer als bislang angenommen.

Der entsprechende Prozentsatz soll achteinhalb Prozent anstatt 7,2 Prozent betragen. 16 Prozent der Griechen haben keine Arbeit und es sollen noch mehr werden. Diese Fakten zeigen deutlich, wie schlecht es um den Staat bestellt ist und den Griechen kommen mögliche Geldquellen sehr gelegen.

Das ist auch der Grund warum die Privatisierung der "Griechischen Staatslotterie" schon länger im Gespräch ist. Die Möglichkeit wäre eine hilfreiche, wenn auch geringe Geldquelle für die Griechen.

Die Lotterie ist momentan der Monopolinhaber und daran soll sich bis in neun Jahren auch nichts ändern, aber ob man den Monopolisten privatisiert, ist eine andere Frage. Die Lotterie arbeitet in Zukunft mit guten Geschäftsbedingungen, denn vor Kurzem fanden Verhandlungen des Monopolisten mit Griechenland statt.

Die "Griechische Staatslotterie" soll die Abgaben, die bei Aktivitäten in landeseigenen Casinos bei 30 Prozent liegen, nicht mehr zahlen müssen. Es verwundert nicht, dass andere Betreiber mit diesem Schritt nicht einverstanden sind.

Dies ist auch der Grund, warum man seinen Unmut über dieses Gesetz bei der Europäischen Kommission mit Sitz in der belgischen Hauptstadt kundtat.

Man wird sehen, wie die Reaktion der EU-Institution ausfallen wird, denn im Hinblick auf die Situation Griechenlands ist diese Thematik alles andere als einfach.