Griechisches Monopol nicht rechtmäßig

Griechisches Monopol nicht rechtmäßig

Allerdings scheint hier nicht jeder einverstanden zu sein, denn die Remote Gambling Association (RGA) reichte Beschwerde bei der Europäischen Kommission ein, in der untermauert wird, dass das Monopol gegen Europäisches Recht verstoße. Es soll eine Begutachtung durch das griechische Komitee zur überwachung des Glücksspiels der Europäischen Kommission durchgeführt werden.

Die OPAP ist in Griechenland eine bekannte Institution, denn das Unternehmen hält bereits die Rechte an dem landbasierten Glücksspiel. Das bestehende Monopol sollte nach der Ansicht der Regierung nun auch auf das Online Glücksspiel ausgedehnt werden. Die dafür zu erteilende Konzession befasst sich nicht nur mit Spielautomaten im Internet, auch Sportwetten sollen unter diese Konzession fallen, die bis zum Jahr 2020 gültig sein soll. Mit der Erteilung der Konzession an OPAP würde in Griechenland auch im Onlinebereich das Monopol aufrecht erhalten werden. Die bisherigen Angebote, die in Griechenland im Internet angeboten werden sollen, würden dann unterbunden und bestraft werden, sollte die Konzession erteilt werden.

Die Regierung hat einen Entwurf zur Konzessionserteilung ausgearbeitet. Nach diesem soll die Konzession für die nächsten sieben Jahre Gültigkeit erhalten. Bei der Lizenz geht es in erster Linie um Online-Casinos, in denen Spiele angeboten werden dürfen, die nicht das gleiche System wie Lotterien verfolgen. Auch der Bereich der Sportwetten soll mit der Lizenzvergabe in die Hände von OPAP gelegt werden. Die Kommission entscheidet darüber, ob der Entwurf angenommen und die Konzession erteilt werden wird.

Die Beschwerde der RGA bezieht sich auf die Unfähigkeit Griechenlands sich an die festgelegten Regelungen im Bereich des Glücksspiels zu beziehen. Es wird barsch kritisiert, dass mit der Konzessionsvergabe an die OPAP dieser ein Exklusivrecht eingeräumt würde, welches dem europäischen Gesetz wiederspreche. Darüber hinaus wird dem griechischen Staat unterstellt, dass weniger das Wohlergehen der Spieler im Interesse der Regierung liegt, sondern vielmehr die Mehreinnahmen, die durch die Lizenzvergabe an die OPAP realisiert werden könnten.

Die Regierung ist im Besitz von 33 Prozent der Aktien an OPAP. Mit dem bestehen bleiben des Monopols, auch im Bereich Online-Glücksspiels, würden zusätzliche Gelder in die Staatskassen fließen, ungeachtet des Spieler- und Jugendschutzes, wonach eine solche Entscheidung eigentlich getroffen werden müsste.