Casinobetrug aus Liebe

Casinobetrug aus Liebe

Die 24 jährige Nadine A. scheint in diesem Fall blind vor Liebe gewesen zu sein, denn sie wusste, dass ihr Freund der Spielsucht verfallen war. Aus Liebe begleitete die junge Frau den Spieler täglich ins Casino Royale in München und gemeinsam verzockte das Pärchen sehr viel Geld. Als der spielsüchtige Mann, Arxhent G., dann beschloss, dass Casino auszurauben, um so an Geld für seine Sucht zu gelangen, machte die Freundin mit und gemeinsam muss das Räuberpaar sich nun vor Gericht verantworten.

Die Spielsucht ist ein heikles Thema, dies beweist nicht zuletzt ein Fall wie dieser, in dem ein junges Paar, 24 und 28 Jahre, einen Überfall durchführen wollten, um so an Geld zu gelangen, welches die eigene Spielsucht befriedigen sollte. Das Pärchen muss sich in diesen Tagen vor Gericht verantworten, sie wurden wegen Diebstahl in besonderem Fall angeklagt. In einem Interview nach der Tat macht das geständige Paar deutlich, dass es ihnen leid tue. Der spielsüchtige 28-jährige entschuldigte sich sogar, rechtfertigte sich mit der eigenen Sucht und gab an nun eine Therapie durchzuführen.

Bei der Tat arbeitete das Räuberpärchen Hand in Hand. Während die Auszubildende Nadine A. das Aufsichtspersonal durch eine Raucherpause ablenkte, konnte der Spieler die Alarmanlagen des Casinos manipulieren. Diese Tat fand tagsüber während eines Besuchs des Paares im Casino Royale in München statt, wo die beiden der Spielsucht des nun Angeklagten nachgaben. Am darauffolgenden Abend brach das Gangsterpärchen im Casino ein und konnte eine Summe in Höhe von 19.915 Euro erbeuten.

Die geständige Azubine machte im Nachhinein deutlich, dass es ihr leid tue und vor Gericht verkündete sie, dass sie sich von ihrem spielsüchtigen Freund getrennt habe. Dieser wurde wegen Diebstahl zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt, während sie wegen Beihilfe zum Diebstahl zu einer siebenmonatigen Haft verurteilt wurde. Die Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt und dem Pärchen wurde auferlegt, die geraubte Summe an den Casinobesitzer in Raten abzubezahlen.

Haft für zwei Casinoerpresser

Haft für zwei Casinoerpresser

Zwei Männer polnischer Herkunft wurden im jüngsten Fall zu mehr als fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Die Täter hatten versucht einen Betreiber eines Online Casinos zu erpressen und wollten sich auf diesem Weg die Hälfte der Firma aneignen. Der Fall konnte jedoch rechtzeitig aufgedeckt werden und nun werden die Täter für ihr Handeln bestraft.

Bei den Tätern handelt es sich um zwei polnische Computer Hacker. Piotr Smirnow und Patryk Surmacki bedrohten den Betreiber eines Online Casinos, die Webseite des Anbieters lahmzulegen, wenn er nicht 50 Prozent der Firma an die beiden Täter überschreiben würde. Der Glücksspielanbieter ging jedoch nicht auf die Forderung der beiden Hacker ein, denn dies hätte einen Verlust in Höhe von 30 Millionen Pfund für den Unternehmer aus Manchester bedeutet. Die Drohung wurde von Seiten der beiden Männer wahrgemacht und es wurde ein Hacking-Angriff auf die Glücksspielseite durchgeführt.

Der Tatbestand wurde von den entsprechenden Behörden genau untersucht und so konnten die beiden Erpresser gestellt werden. Sie legten ein Geständnis ab und wurden schuldig gesprochen. Die Strafe, die die Täter nun erwartet umfasst fünf Jahre und vier Monate pro Person als Haftstrafe im Gefängnis. Auch der Richter war überzeugt davon, dass die Täter die Tat von langer Hand geplant hatten. Die Geschäftsbeziehung zwischen den beiden Tätern und dem Glücksspielanbieter bestand bereits seit mehreren Jahren, so dass eine langfristige Planung auch durchaus möglich gewesen sei, so die Behörden.

Die Erpressung erfolgte durch die beiden Täter direkt bei einem Gespräch, welches die beiden Täter mit dem Opfer einfädelten. Der Casinobetreiber konnte das Gespräch und somit auch die Erpressung mit dem eigenen Mobiltelefon aufnehmen. Nachdem er den Erpressern zusagte und damit quasi auf den Deal einzusteigen schien, ging der Glücksspielbetreiber mit der Aufnahme zur Polizei und zeigte die Täter wegen Erpressung an.

Von diesem Zeitpunkt an fand zwischen Erpressern und Opfer keine Kommunikation mehr statt, was die Täter offensichtlich zum Anlass nahmen die Drohung wahrzumachen. Für fünf Stunden schafften die Hacker es die Seite lahmzulegen, wodurch dem Betreiber ein Schaden in Höhe von etwa 15.000 Pfund entstanden sei.