Bringt Fusion wirtschaftliche Vorteile?

Der lang erwartete Zusammenschluss des österreichischen Unternehmens Bwin mit dem britischen PartyGaming soll Ende dieses Monats auf der Hauptaktionärsversammlung festgelegt werden.

Diese Fusion soll die Position auf dem Markt beider Glücksspielbetreiber untermauern und Erträge in Millionenhöhe nach sich ziehen. Auf dieser Versammlung sind die Aktionäre dazu verpflichtet, diesem Zusammenschluss beizupflichten.

Die Aktien des österreichischen Glücksspielunternehmens befinden sich nicht in einer rosigen Lage und sinken bereits. Auch wenn diese momentan noch 30 Euro wert sind, haben die Aktionäre nur Aussicht auf eine Abfindung von 23,52 Euro. Aus dem Plan für die Fusion ist ersichtlich, dass Aktionäre die nicht verkaufen wollen, eine Aktie von Bwin für 12,23 Aktien von PartyGaming eintauschen können.

In der vergangenen Zeit hatten es die Aktionäre von Bwin nicht immer einfach. Der höchste Preis im Jahr 2005 lag bei mehr als 100 Euro und in den darauf folgenden Jahren konnte dieser Wert nicht mehr erreicht werden.

Die Vorstände des Unternehmens betrachten diesen Zusammenschluss als positiv, denn somit will man auch den Wert der Aktien anheben. In der Hauptversammlung, die am 28. Januar abgehalten wird, wird sich offenbaren, ob die Aktionäre das Vertrauen der Geschäftsführung immer noch haben.

Bwin wird in Zukunft an der Börse in London zu finden sein, dies ist seine Ausgangsbasis im Hinblick auf eine Stabilisierung seines Platzes im Bereich Online Glücksspiel. Die Geschäftsführung legte in der Begründung für einen Zusammenschluss dar, dass sich die Produkte und angepeilten Märkte der Fusionspartner ergänzen sollen.

Dieser Zusammenschluss biete einen Vorsprung gegenüber anderer Betreiber in den Sparten Sportwetten, Poker, Casino, Bingo und Vielem mehr. Das neu entstandene Unternehmen hat den Namen "bwin.party digital entertainment plc" und die jeweiligen Geschäftsführer werden das neue Unternehmen gemeinsam leiten.