Kreativität gegen strenge Gesetze

Kreativität gegen strenge Gesetze

In China ist das Glücksspiel verboten. Dennoch gibt es auch in China einen Glücksspiel-Boom. Dies liegt nicht nur an illegalen Glücksspielangeboten, sondern vor allem auch an der Kreativität der Anbieter. Genau dies beweist in diesen Tagen der Anbieter Blizzard.

Blizzards Zufallsprodukte

Blizzard ist bekannt dafür, mit Zufallsprodukten für Zocker Geld zu verdienen. So gibt es zum Beispiel die Kartenpacks Hearthstone. Hier gibt es Karten für die Spieler. Beim Kauf einer solchen Packung, weiß der Spieler vorher nicht, welche Karten enthalten sein werden. Dies führt dazu, dass Spieler teilweise mehrere Packungen kaufen, um auf diesem Weg an bestimmte Karten zu kommen. Dieses Prinzip ist bekannt und ziemlich beliebt bei den Herstellern. Mit der neuen Gesetzgebung in China, die im Mai 2017 verabschiedet wurde, müsste Blizzard auf den Hearthstone Packungen angeben, welche Karten sich in der Packung befinden. Auf diesem Weg würde der Erfolg von Hearthstone deutlich darunter leiden.

Kreative Lösung für Hearthstone

Der Anbieter Blizzard hat bereits in der Vergangenheit in solchen Fällen Kreativität bewiesen. So wurde bereits bei Overwatch dafür gesorgt, dass die Spieler keine Lootboxen mehr kaufen mussten, sondern Geld in Ingame-Credits investiert wurde, wofür die Spieler wieder eine gewisse Anzahl an Lootboxen gratis dazu erhielten. Ein ähnliches System wurde sich nun für Hearthstone überlegt:

  • den Spielern ist es ab sofort nicht mehr möglich, Kartenpacks auf direktem Wege zu kaufen
  • Verkauf erfolgt über die Ingame-Währung „Arkaner Staub“
  • als Belohnung / Geschenk erhalten die Staub-Käufer einfach ein paar Zufallskarten kostenlos dazu

Mit dieser kreativen Idee sorgt Blizzard dafür, dass das Angebot nicht illegal ist und dass die Spieler weiterhin die Möglichkeit haben, an dem Spiel teilzunehmen, ohne dabei das Gesetz zu brechen.