Druck gegen illegale Glücksspielanbieter verstärkt

Druck gegen illegale Glücksspielanbieter verstärkt

Trotzdem gestaltet sich der Kampf gegen das illegale Glücksspiel in Vorarlberg schwierig. Die Finanzpolizei gibt an, dass die Ermittlungen nicht leicht seien und es so schwer fallen würde, auf die Betreiber von illegalen Glücksspielen Druck auszuüben.

Zahl der Ermittlungen gegen illegales Glücksspiel ist rasant angestiegen:

– im Jahr 2016 bereits 40 Razzien bei Glücksspielanbietern

– bei 70 kontrollierten Geräten musste die Polizei in diesem Jahr 55 Automaten beschlagnahmen

– aktuell sind 25 Verfahren anhängig

– Schätzungen zu Folge wird an 10 Standorten mit etwa 60 Automaten illegales Glücksspiel betrieben

Die Betreiber des illegalen Glücksspiels sind natürlich nicht auf den Kopf gefallen und so verstecken diese ihre Machenschaften hinter komplizierten Firmenkonstruktionen. Diese Handhabung von Seiten der Betreiber macht es den Ermittlern schwer hier entsprechende Ermittlungen anzustellen. Auch wird von Seiten der Betreiber viel mit Anwälten zusammengearbeitet. Dies führt dazu, dass die Betreiber entsprechende Gegenstrategien entwickeln, um die Ermittlungen der Polizei zu stören oder zu verhindern.

Kampf gegen illegales Glücksspiel in Vorarlberg

Kampf gegen illegales Glücksspiel in Vorarlberg

Aus diesem Grund wird der Kampf gegen das illegale Glücksspiel in Vorarlberg von Seiten der Polizei vorangetrieben. Hier werden vermehrt Kontrollen und Razzien durchgeführt. Die Arbeit der Polizei ist jedoch auf der anderen Seite sehr schwierig, denn die Betreiber der illegalen Glücksspieletablissements setzen sich auf verschiedenen Wegen zur Wehr.

In Vorarlberg laufen die meisten illegalen Glücksspieletablissements unter einem Decknamen und nennen sich "Wettlokal". Die Behörden gehen davon aus, dass die Wettgeschäfte nur vorgeschoben sind. Die Polizei vermutet, dass hier illegale Glücksspielgeschäfte in großem Stil betrieben werden. Auch wenn die Behörden sich diesen Tricks bewusst sind, haben diese in vielen Fällen keine Möglichkeiten, gegen die illegalen Glücksspielanbieter vorzugehen. Die Polizei kann sich zu entsprechenden Lokalen nur dann Zutritt verschaffen, wenn konkrete Verdachtsmomente vorliegen.

Die Polizei versucht mit Hilfe von anderen Gesetzgebungen gegen die illegalen Etablissements vorzugehen. Hierzu werden folgende Gesetze genutzt:

– Baugesetz

– Wettengesetz

– Arbeitnehmerschutzgesetz

Während in der Vergangenheit 2.000 Glücksspielautomaten von Seiten der Polizei eingezogen werden konnten, musste etwa die Hälfte der eingezogenen Automaten wieder an die Eigentümer zurückgegeben werden. Die Ermittlungen gestalten sich sehr schwierig, vor allem auch deshalb, weil die Betreiber für sehr guten, juristischen Beistand gesorgt haben. In vielen Fällen sind den Behörden daher die Hände gebunden.

Vorgehen gegen illegale Glücksspielanbieter

Vorgehen gegen illegale Glücksspielanbieter

Das Glücksspielangebot der heutigen Zeit ist sehr umfassend und gleichzeitig können die Spieler leichter als zuvor auf das Glücksspiel zugreifen. Dazu kommt, dass die Angebote im Internet oft nicht legal sind. Das illegale Angebot gibt es seit jeher, während es früher in den Hinterzimmern von Gaststätten stattfand gibt es heute Online Casinos, die ihr Angebot präsentieren ohne über eine Lizenz zu verfügen.

Der Kampf gegen das illegale Glücksspiel soll nun verstärkt werden, dies wurde durch das Europäische Parlament angegeben. Es werden viele illegale Angebote präsentiert, was letztlich zur Gefahr für die Spieler werden könnte. Diese spielen nämlich oftmals, ohne darauf zu achten, ob der Anbieter über eine Lizenz im eigenen Land verfügt. Den Spielern geht es tatsächlich nur um der Spannung willen und weil man sich erhofft, das große Geld mit dem Glücksspiel zu gewinnen. Da die illegalen Anbieter sich oftmals nicht an die nationalen Gesetze halten, plant das Europäische Parlament stärker gegen die illegalen Angebote vorzugehen.

In erster Linie sollen die Mitgliedstaaten für die Bekämpfung des illegalen Glücksspiels verantwortlich sein. Denn auch die Regulierung innerhalb der einzelnen Staaten ist die Aufgabe der Mitgliedsstaaten selber. Von Seiten des Parlaments wurde festgelegt, dass alle Mittel und Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um das illegale Glücksspiel langfristig zu bekämpfen. Eine der Möglichkeiten ist zum Beispiel das Payment-Blocking. Dabei geht es nicht um die Blockierung der gesamten Webseite, sondern vielmehr um die Blockierung der Zahlungstransfers zwischen Banken und Kreditkarteninstituten und den entsprechenden, illegalen Anbietern.