Illegaler Glücksspielbetrieb in Burgdorf aufgeflogen

Illegaler Glücksspielbetrieb in Burgdorf aufgeflogen

Durch eine Razzia der Kantonspolizei, der Staatsanwaltschaft und Vertreter der Eidgenössischen Spielbankenkommission wurde das illegale Glücksspielangebot aufgedeckt und die Betreiber mussten aufgeben. Ein Kosovare wurde zu einer Geldbuße in Höhe von 4100 Franken und einer Strafe in Höhe von 6600 Franken verurteilt. Der 27-jährige hatte in der Bar illegal Sportwetten vermittelt. Darüber hinaus wurden ein 35-jähriger Schweizer und eine 27-jährige Serbin von der Staatsanwaltschaft verurteilt.

Dem Schweizer wird vorgeworfen, dass dieser das von ihm angemietete Etablissement unter der Hand an den Kosovaren vermietet habe. Die Serbin war bei dem illegalen Sportwettenbetreiber ohne Lizenz angestellt und muss sich aus diesem Grund nun vor Gericht verantworten. Bei der Razzia vor Ort wurden zudem einige elektronische Glücksspielgeräte ohne Lizenz sichergestellt, die die Beweislage in diesem Fall eindeutig machten. Die drei Beteiligten wurden zu Geldstrafen verurteilt, die zur Bewährung auf zwei Jahre ausgesetzt wurden.

Ähnlicher Fall in Burgdorf bereits bekannt

Erst vor zwei Jahren ging ein ähnlicher Fall durch die Presse. Hierbei ging es um die Matrixx-Bar in Burgdorf. Auch hier wurden illegale Sportwetten angeboten. Durch eine Razzia konnten auch hier die illegalen Machenschaften aufgedeckt werden. Zum damaligen Zeitpunkt wurde in diesem Zusammenhang ein serbischer Betreiber zu einer Geldstrafe verurteilt.

Die Matrixx-Bar wurde nach der Verurteilung geschlossen. ähnlich ist es auch in dem aktuellen Fall passiert, denn das Etablissement wurde leer geräumt und aktuell gibt es vor Ort keinen neuen Mieter. In beiden Fällen können die Razzien durch die Behörden als besonders erfolgreich bezeichnet werden.

Illegaler Glücksspielbetrieb in Herisau

Illegaler Glücksspielbetrieb in Herisau

Die Definition des Glücksspiels besagt, dass eine Zufallsabhängigkeit vorhanden sein muss und es für die Spieler Aussicht auf einen Gewinn gibt. Das Glücksspiel selbst ist nicht überall verboten, darf jedoch nur von Casinos angeboten werden, die über eine entsprechende Konzession verfügen.

Das Pokerlokal der beiden Brüder wurde bereits im Jahr 2009 eröffnet. Erst war es von Seiten der beiden Brüder geplant, sich an die Vorgaben der Eidgenössischen Spielbankenkommission zu halten. Durch die Veränderung der Rechtslage entschieden die Brüder jedoch im Jahr 2010 einen Schlussstrich unter den Betrieb zu ziehen. Zum Abschied sollte ein letztes, öffentliches Pokerturnier abgehalten werden. Bislang hatten die Brüder das Glücksspiel ohne Aussicht auf Gewinn angeboten, stellten aber während des Betriebs fest, dass sich diese Handhabung nicht lohnen würde, da nicht genug Gäste als Interessenten vor Ort waren. Durch das letzte, veranstaltete Turnier machten die Brüder die Behörden aufmerksam, die der Veranstaltung an diesem Abend ein jähes Ende setzten.

Das Lokal wurde an dem Tag des Turniers von einem Sondereinsatzkommando gestürmt. Neben den zwei Veranstaltern befanden sich zudem noch 39 Gäste in dem Lokal. Die Geld- und Sachpreise, die verlost werden sollten, wurden von Seiten der Polizisten beschlagnahmt. Auf der Webseite hatten die Brüder vorab das Buy-In in Höhe von 20 Franken festgelegt. Bei dem Turnier wurden Sachpreise wie T-Shirts, Badetücher und ein iPod Shuffle angepriesen. Damit gaben die Brüder an, dass sie sich an die Gesetze hießen, da es ja nahezu nichts zu gewinnen gab, so hieß es in einem Interview nach der Razzia.

Von Seiten der Eidgenössischen Spielbankenkommission wurde jedoch ein anderer Blick auf die Dinge publiziert. Neben dem Einsatz des Buy-Ins, welches auch in diesem Fall gerne als Stuhlgeld bezeichnet wird, gab es Sachpreise zu gewinnen. Die Gewinnaussicht war gegeben, auch wenn kein Geldgewinn angepriesen wurde. Zudem würde beim Pokern die Glücksspieldefinition zutreffen, auch wenn ein Stück weit Können gefragt ist, so kommt es doch gleichzeitig auf das Glück und den Zufall beim Spielen an. Das Urteil in diesem Fall wird in den nächsten Tagen gefällt.