Neue Strukturen der Stadtcasino Baden AG

Neue Strukturen der Stadtcasino Baden AG

Trotz der vielen Vergnügungen war es für den neuen Verwaltungsrats-Präsident der Stadtcasino Baden AG, Jürg Altorfer, wichtig, an seinen verstorbenen Vorgänger Peter Blöchlinger zu erinnern und über einige strukturelle Veränderungen innerhalb der Casino-Gruppe aufzuklären. Die Stadtcasino Baden Betriebs AG (Restauration) fusionierte mit der Spielbank Baden AG (Spielcasino), und der Name der neuen Gesellschaft wurde in Grand Casino Baden AG umgeändert. Trotz wichtiger Themen durfte die Hausband Rotosphere bei der Generalversammlung nicht fehlen, ebenso wenig wie dir Live-Übertragung des EM-Spiels zwischen Rumänien und der Schweiz an diesem Abend.

Die neue Struktur des Stadtcasinos Baden entspreche der gewählten Strategie des House of Entertainment. Mit der neuen Struktur wird die einheitliche Führung gewährleistet. Die Tagesgeschäfte können durch die neue Organisation durch die Geschäftsleitung unter Führung des Gruppen-CEO Detlef Brose und des Gruppen-Finanzchefs Marcel Tobler geführt werden. Auch das Stadtcasino Baden habe dennoch, trotz der positiven Veränderungen, mit Umsatzrückgängen zu kämpfen. Nicht als einzige Spielbank leidet diese, wie viele andere Schweizer Spielbanken auch, unter dem Angebot von illegalem Glücksspiel, sowohl in Form von illegal aufgestellten Spielgeräten als auch in Form des illegalen Online Glücksspiels.

Auffangen des negativen Trends

Trotz Schwierigkeiten befindet sich das Casino Baden in der Schweiz auf Rang drei. Zuletzt erzielte das Stadtcasino Baden einen Gewinn von 4,6 Millionen Franken. Dieses Ergebnis kann sich sehen lassen und daran wolle man anknüpfen, trotz illegaler Konkurrenz. Das Konzept der Spielbank wurde in den vergangenen Jahren angepasst, so lädt das Casino heute nicht mehr nur Spieler in die Casinohallen ein, sondern auch Menschen, die einen unterhaltsamen Abend vor Ort verbringen möchten. Das Unterhaltungsangebot wurde umfassend gestaltet und auch gastronomische Highlights stellen für die Besucher eine große Verlockung dar.

Das schnelle Geld per Mausklick

Das schnelle Geld per Mausklick

Die Glücksspielsucht hängt drohend über den Köpfen der Spieler und das nicht ohne Grund, denn so leicht und flexibel das illegale Online Glücksspiel zu erreichen ist, genauso gefährlich ist es für viele Spieler auch.

Eine bessere Kontrolle von risikoreichen Märkten

Auch das Risiko macht für viele Spieler einen großen Reiz beim Glücksspiel aus. Gewinnen oder verlieren? Erwischt werden oder weiterhin die Freiheit genießen? So verlockend eben dieses Risiko auch klingt, genauso gefährlich ist es auch. Kein Wunder, dass entsprechende Behörden und Institutionen eine bessere Kontrolle von risikoreichen Märkten fordern. Zu diesen Märkten gehört auch der kaum regulierte Online Glücksspiel Markt, der in vielen Teilen des Landes zudem noch illegal ist. Illegales Glücksspiel ist so gut wie gar nicht zu kontrollieren, was zur Folge hat, dass die Glücksspielsucht sich wie ein drohender Schleier über diesen Markt legt.

Legalisierung für mehr Transparenz

In unserem digitalen Zeitalter ist ein Verbot kaum vorstellbar, auch wenn die Regulierung bisher immer vorrangig in diese Richtung zeigte. Doch dies war schon vor Jahren so, Verbotenes ist für die Menschen meist doppelt so interessant. Innenminister Peter Beuths plädiert hingegen für die Legalisierung von Online Glücksspiel, um auf diesem Weg mehr Kontrolle zu erlangen und den Spielerschutz gewährleisten zu können. Jeder macht es, also ist es wohl das Beste diesbezüglich Transparenz zu schaffen und auf diesem Weg die Möglichkeit der Kontrolle zu erhalten.

Generell sind es jedoch nicht nur Kontrolle und Transparenz, die die Spieler vor der Spielsucht schützen können, sondern in erster Linie ist es Aufklärung. Jeder Spieler sollte wissen, dass am Ende meist die Bank gewinnt, dass Glück nicht steuerbar ist und das Glücksspiel keine Möglichkeit bietet, langfristig den Lebensunterhalt damit zu bestreiten. Auf eine Glücksträhne kann durchaus eine Pechsträhne folgen und schon findet sich der Spieler in den Fängen der Sucht wieder, die oftmals mit hoher Verschuldung, Verlust von Freunden und Familien und in manchen Fällen sogar mit Existenzverlust endet.

Gefahr von Online Glücksspiel

Gefahr von Online Glücksspiel

Das Gesetz ist strenger und richtet sich vor allem gegen das "kleine Glücksspiel". Suchtexperten, wie der Leiter der Viva-Drogenberatung in Klagenfurt, Ernst Nagelschmied, befürchten nun einen Boom des illegalen Online Glücksspiels.

Online Glücksspiel ist in Österreich erlaubt, allerdings verfügt nur der Anbieter Casinos Austria über eine Lizenz und darf somit über die eigene Plattform win2day Online Games anbieten. Andere Anbieter ohne Lizenz in Österreich finden jedoch dennoch immer wieder Wege das eigene Angebot auch für die österreichischen Spieler zu präsentieren und dieses sogar zu bewerben.

Nach den Angaben Nagelschmieds hat das neue Glücksspielgesetz auch seine Vorteile, wie zum Beispiel die Regelung, dass nicht mehr 24-Stunden am Stück durchgespielt werden kann. Die Verbote jedoch könnten seiner Meinung nach natürlich zu einem Boom des illegalen Online Glücksspiels führen. Er gibt an, dass gerade die jungen Menschen heute mit dem Internet aufwachsen und so die Angebote hier eher nutzen. Allerdings sei es auch hier für die Spieler nicht mehr so leicht, so der Experte.

Während die Spieler sich früher Geld leihen konnten, um an den Spielautomaten zu zocken, so benötigen die Gamer im Internet heute eine Kreditkarte. Damit sei es schwieriger sich zu verschulden beziehungsweise würde die Nutzung einer fremden Kreditkarte gleich in Richtung Kriminalität gehen und dies wiederum würde doch noch viele Spieler von diesem Schritt abhalten.

Abschaffung des Glücksspiels

Nach der Meinung des Experten sind die Online Spieler der heutigen Zeit eher die gut situierten Leute, die über eine Kreditkarte verfügen. Spieler an den Automaten sind finanziell meist eher schlechter gestellt, verfügen über keine Kreditkarte und rutschen aufgrund der Hoffnung auf das schnelle Geld schnell in die Abhängigkeit. Spielautomaten üben laut Expertenmeinung einen ganz besonderen Reiz auf die Menschen aus, denn diese fühlen sich durch Sehen, Hören und sogar durch den Tastsinn angesprochen.

Alle Sinne sind damit einem Reiz ausgeliefert, der einige Spieler schnell in die Spielsucht treiben kann. Die strengen Regelungen in Kärnten bieten zum einen einige Vorteile, zum anderen jedoch führt es auch dazu, dass die Spieler mehr und mehr nach Schlupflöchern suchen und diese finden. Die einzig wirkliche Hilfe zum Schutz vor der Spielsucht wäre laut Nagelschmied die komplette Abschaffung des Glücksspiels.

Norwegen im Kampf gegen illegales Online Glücksspiel

Norwegen im Kampf gegen illegales Online Glücksspiel

Auch in Norwegen ist das Online Gaming bereits bekannt, wenn auch vor Ort eigentlich verboten. Das Verbot gilt für Anbieter von Online Glücksspiel sowie für Anbieter von Online Poker. Nun soll stärker gegen die illegalen Angebote vorgegangen werden.

Der erste Schritt ist bereits getan. In Norwegen wurde nun festgelegt, dass Youtube vor Ort keine Werbung mehr zeigen darf, bei der Online Gambling angepriesen wird. Die Gambling Werbung soll von nun an direkt von Youtube geblockt werden. Grund hierfür ist das vorherrschende Onlineglücksspiel- und Onlinepoker-Verbot vor Ort. Werbung, die verbotene Angebote präsentiert, darf nicht ausgestrahlt werden, weil dadurch die Versuchung für die Kunden größer ist, den illegalen Angeboten nachzugehen.

In erster Linie handelt es sich bei den illegalen Angeboten um Online Glücksspiele, die von Anbietern aus übersee präsentiert werden. Gegen diese Anbieter und deren Spielraum innerhalb Norwegens soll nun effektiv vorgegangen werden. In Norwegen wird das Monopol im Bereich Glücksspiel durch die Glücksspielanbieter Norsk Tipping und Norsk Rikstoto dargestellt.

Gerade die Monopolisten unterstützen die Vorgehensweise und wollen dabei helfen, die Anbieter aus übersee vom Markt zu verdrängen, den illegalen Glücksspielmarkt so zu verringern und den legalen, regulierten Angeboten mehr Raum zu schaffen.