Immunität gegen Spielsucht

Immunität gegen Spielsucht

Forschungen ergaben bereits, dass die Spielsucht ein schleichender Prozess ist und dass hauptsächlich junge Männer der Sucht unterliegen. Derzeit werden Forschungen durch britische Wissenschaftler angestellt, die eine für die Spielsuchtthematik besonders interessante Entdeckung gemacht haben sollen.

Bei Hirnforschungen, die durch ein Team aus britischen Wissenschaftlern angestellt wurden, wurde festgestellt, dass ein Hirndefekt die Spielsucht verhindern kann. Hierbei handelt es sich um Schäden in einer bestimmten Hirnregion, der sogenannten Insula. Bei den Forschungen wurde festgestellt dass Schäden an diesem Hirnbereich dafür sorgen können, dass die Menschen nicht mehr der Spielsucht verfallen, quasi immun gegen die Sucht werden können. Diese Thematik wird nun sicherlich weiterhin untersucht, denn die Erkenntnis könnte neue Möglichkeiten im Bereich der Suchttherapie mit sich bringen.

Nach dem derzeitigen Erkenntnisstands der Forschungen sollen die Hirnschäden an dem Bereich der Insula dafür Sorge tragen, dass der Optimismus der Menschen geschwächt wird, die im Bereich des Glücksspiels immer wieder Fehleinschätzungen zu Wahrscheinlichkeiten machen lässt. Diese Fehleinschätzung führt beim Glücksspiel bei den meisten Spielern dazu, dass auch nach einem Verlust wieder und wieder Einsätze getätigt werden, weil die Spieler denken, dass die Wahrscheinlichkeit nach mehreren Verlusten ansteigen muss, beim nächsten Spiel auch einmal zu gewinnen. Dies zeigen meist die Anfänge der Spielsucht.

Bei der Forschung des Gehirndefekts an der Insula wurden Probanden, bei denen bereits eine Hirnschädigung dieser Art vorliegt, untersucht und dabei wurde festgestellt, dass diese Personen dem Trugschuss seltener unterliegen und die Wahrscheinlichkeiten demnach nicht so falsch einschätzen. Die Wissenschaftler zeigen damit also auf, dass eine verringerte Funktionsfähigkeit der Insula dabei helfen kann, die Spielsucht zu bekämpfen.

Sollten weitere Forschungen diese Erkenntnis bestätigen, könnte dies einen Fortschritt bei der Suchtbekämpfung bedeuten, denn bei spielsüchtigen Menschen könnte mit Hilfe von Medikamenten die Aktivität der Insula bewusst reduziert werden, um so die Spielsucht langfristig reduzieren oder sogar unterdrücken zu können.