Gibt es bald ein Silberstreif am Horizont?

Nach dem das IOC auch Poker nun als Disziplin anerkannt hat, gibt es wieder genügend Gesprächsstoff in Bezug auf den Glücksspielvertrags und seine Aufgaben. Man müsse aufhören, sich vorzuspielen, dass das Lottomonopol bei der Suchtbekämpfung des Glücksspiels dienlich sei, so der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Sportverbände und der Sport, der in Ligen aufgeteilt ist, warten bereits länger darauf, dass das Staatmonopol auf Wetten bald Geschichte ist und die privaten Betreiber von Sportwetten erlaubt. Dies wäre auch ohne einen Kontrollverlust in Bezug auf Sportwetten, Lotto und Casinos zu realisieren.

Die Liberalisierung im Hinblick auf die Sportwetten hätte viele Folge, so ein Artikel der Sonntagsausgabe der FAZ. Die Beschränkungen würden zugunsten eines neuen Marktes wegfallen, über Nacht gebe es einen neuen gesetzmäßigen Wettbewerb von möglichen Anbietern.

Es gibt Vermutungen, dass die Profiligen bei Handball, Fußball, Basketball und Eishockey darauf mit Geldern von Sponsoren im Wert von bis zu 400 Millionen jährliche ihren Nutzen ziehen könnten. Doch man findet auch hartnäckige Vertreter des aktuellen Vertrags, welche immer wieder prophezeien, dass eine Liberalisierung der Sportwetten, Lotto und Casinos den Gewinn des Staates von momentan rund sieben Milliarden Euro ins Wanken bringen könnte.

Doch die Gewährleistung der steuerlichen Gewinne ist nicht der Auftrag des Vertrags. Dieser wurde unter dem Banner der Suchtbekämpfung geboren, doch diesen Zweck erfüllt er nachweislich nicht. Es finden sich viele gute Gründe das alte Monopol zu erneuern und eine vernünftige öffnung des Marktes von Lotto und Sportwetten durchzusetzen.

Dem Institut "Sport und Markt" zufolge, sorgte die öffnung des Wettmarkts in Frankreich für einen Anstieg der Einnahmen beim Fußball um 55 Prozent, infolge des Trikotsponsorings. Im Vereinigten Königreich, Spanien und Italien ist es genauso, auch hier bekam der Staat viele Millionen Euro.

Die Beispiele von den westlichen EU-Ländern zeigt, dass gesetzliche Märkte effektiver zu überwachen sein, das aktuelle Monopol des Staates falle hier völlig aus.

Ein Staatsmonopol vermindert nicht automatisch Betrügereien und Suchtrisiken, so der Rechtsanwalt Dr. Hambach, der sich schon lange für eine öffnung des Lottos, der Casinos und der Sportwetten stark macht.

Mitte Dezember wird eine erste Vorentscheidung bezüglich des Fortbestands der Sportwetten und einer eventuellen änderung des nicht rechtskonformen Glücksspielsvertrags fallen.