Finanzskandal bei der WestSpiel Gruppe

Finanzskandal bei der WestSpiel Gruppe

Aktuell ist der Bau einer neuen Spielbank geplant, der Spielbank in Köln, die den Plänen zu Folge die Lage der WestSpiel Gruppe verbessern soll. Ob die Spielbank tatsächlich die Lösung für alles ist, dies bezweifeln vor allem Kritiker. Aktuell sieht sich die WestSpiel Gruppe zusätzlich mit Vorwürfen konfrontiert, bei denen es darum geht, dass das Unternehmen einem Angestellten ein hohes Jahresgehalt und Zusatzleistungen zahlt, obwohl dieser nicht mehr für das Unternehmen tätig ist.

In einer kleinen Anfrage der FDP-Fraktion wurde der Finanzskandal der WestSpiel Gruppe aufgedeckt. Hierbei geht es um einen Mitarbeiter, der seit fünf Jahren suspendiert ist, aber weiter bezahlt wird. Dem ehemaligen Bereichsleiter des Kasinos auf der Hohensyburg in Dortmund wird ein Jahresgehalt von rund 100.000 Euro gezahlt und ihm wird ein Dienstwagen samt Tankkarte zur Verfügung gestellt, obwohl der Mann seit fünf Jahren von seinen Aufgaben entbunden ist. Offenbar gab es hintergründig Streitigkeiten zwischen einem Bereichsleiter und dem Spielbankdirektor, die offenbar so schwerwiegend sind, dass die Geschäftsführung von WestSpiel sich nicht in der Lage sieht, sie gütlich beizulegen. Aktuell sei in Bezug auf die Streitigkeiten kein absehbares Ende in Sicht.

Weitere Fragen sind offen

Während die WestSpiel Gruppe hierzu keine Auskunft geben möchte und ein Statement verweigert, gibt es auch in Bezug auf die neue Spielbankthematik einige Fragen, die bisher unbeantwortet bleiben. Wie soll die Spielbank in Köln alle finanziellen Löcher stopfen? Soll die Spielbank in Köln 2018 oder 2021 eröffnet werden? Wie wird der Bau der Spielbank finanziert? Werden weitere Andy Warhol Gemälde zum Verkauf angeboten?

Es gibt viele Gerüchte und viele Ideen, doch keiner hat eindeutige Antworten. Die Hoffnung der WestSpiel Gruppe, dass mit der Spielbank in Köln alles gerichtet werden kann, scheint ein wenig hochgegriffen. Die Erlöse aus dem Kunstverkauf sollten den Bau der Spielbank finanzieren. Es ist bereits die Rede davon, dass diese Gelder jedoch genutzt wurden, um finanzielle Engpässe auszugleichen. Auf die Frage, ob weitere Gemälde versteigert werden sollen, reagierte das Unternehmen mit einem eindeutigen Nein. Wie die Pläne dann jedoch tatsächlich in diesem knappen Zeitraum realisiert werden sollen, diese Frage bleibt aktuell unbeantwortet.

Zukunft der traditionellen Spielbanken in Gefahr?

Zukunft der traditionellen Spielbanken in Gefahr?

Die Spieler genießen die Flexibilität vor dem heimischen Rechner dem Glücksspiel nachgehen zu können, kaum noch wagen die Spieler den Besuch in einer der landbasierten Spielbanken in Deutschland. Dieser Trend ist natürlich vor allem an den Bruttospielerträgen der deutschen Spielbanken abzulesen. Hier ist ein Rückwärtstrend zu spüren, die Gäste bleiben aus und die Einnahmen sinken. Nicht nur Deutschland ist von diesem Trend betroffen, sondern auch die Schweiz zum Beispiel hat mit einem rückläufigen Bruttospielertrag zu kämpfen.

Die Spielbank in Erfurt kann den Betrieb nicht weiterführen. Zu viele Gelder musste der Staat dazu investieren, damit die Spielbank weiterhin existieren kann. Zum Jahresende läuft die Konzession der Spielbank aus und von diesem Zeitpunkt an soll der Betrieb nicht weiter aufrecht erhalten werden. Entscheidungen dieser Art könnten in Zukunft immer mehr getroffen werden, denn der Negativtrend der Spielbanken ist einheitlich und wenn die Umsätze nicht mehr ausreichen, um das Geschäft finanzieren zu können, dann müssen die Spielbanken zurückstecken und den Betrieb nach und nach einstellen.

In der Schweiz stellt das Automatenspiel die größte Konkurrenz für die Spielbank dar. Spielhallen waren vor einigen Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen und stellen somit noch heute eine große Konkurrenz für die traditionellen Casinos dar. Auch Casinos in den Nachbarländern stellen für die heimischen Casinos eine große Konkurrenz dar. Das Spielverhalten der Gamer hat sich im Laufe der Jahre enorm verändert. Heute wird vorrangig an Spielautomaten und im Internet gesetzt.

Neben der Flexibilität, die den Gästen im Online Casino geboten wird, ist es zudem auch die große Auswahl an Games, die die Spieler dazu animiert vorrangig im Online Casino statt im traditionellen Casino zu spielen. Wenn dieser Trend auch in Zukunft weiter anhalten wird, dann sieht die Zukunft für die landbasierten Casinos nicht sehr rosig aus. Neue Konzepte sollen an vielen Standorten die Umsätze wieder hochschrauben, doch sind diese Pläne nicht erfolgreich, so bleibt es fraglich, ob die Spielbanken tatsächlich noch eine Zukunft haben werden.

Blühende Geschäfte bei den Südwest Kasinos

Blühende Geschäfte bei den Südwest Kasinos

Diese Entwicklung in Baden Württemberg gibt es wohl bisher in dieser Weise in keinem anderen Bundesland. Grundsätzlich verbuchen die staatlichen Spielbanken in Deutschland ausschließlich Rückgänge der Zahlen und teilweise auch negative Umsätze.

Die Gründe hierfür werden hauptsächlich im Wettbewerb gesehen, aber auch vorrangig im Online Glücksspiel, da dieses eine immer stärker werdende Konkurrenz für die staatlichen Spielbanken darstellt.

Das Online Glücksspiel wird immer beliebter und durch mehr Freiheit beim Spielen von zu Hause aus, da mehrere Spiele gleichzeitig gespielt werden können und im eigenen Heim vielleicht auch kein Rauchverbot vorherrscht, ziehen in der heutigen Zeit viele Spieler das Online Casino den traditionellen Casinos vor.

Damit sind die Spielbanken im Südwesten des Landes die einzigen Kasinos, die offensichtlich einem anderen, vor allem eben positiven Trend, folgen. Die drei Spielbanken entwickeln sich in eine vollkommen gegensätzliche Richtung. Bei den drei erfolgreichen Spielbanken handelt es sich um die Kasinos in Baden-Baden, Konstanz und Stuttgart. Die Spielbanken haben nicht nur ein tolles Ambiente, sondern locken auch mit besonderen Veranstaltungen immer mehr Besucher in die Etablissements. So gibt es zum Beispiel Autorenlesungen und Konzerte vor Ort, die die Besucherzahlen steigen lassen.

Bereits im vergangenen Jahr sind die Umsätze der drei Kasinos um 2,3 Prozent gestiegen. Auch das Land profitiert von diesen steigenden Einnahmen, da durch die Staatlichen Spielbanken auch Abgaben an das Land erfolgen. Durch die steigende Besucherzahl können auch die Mitarbeiter aufatmen, denn es gibt derzeit 500 Beschäftigte, die vor Ort auch gebraucht werden.

Rettung für die Spielbanken in Sachsen-Anhalt?

Seit einiger Zeit ist die Situation rund um die Spielbanken in Sachsen-Anhalt kein Geheimnis mehr. Sie stehen vor dem Aus, wenn nicht bald eine zündende Idee aufkommt und ein Plan vorgelegt wird, der die Rettung der Einrichtungen vorsieht.

An dieser Stelle mischt seit neustem der Besitzer des Unternehmens Apex mit, Johannes Weißengruber (46). Der Unternehmer führt das Unternehmen, welches in 18 Ländern agiert und als Spielautomatenhersteller bekannt ist.

Der Unternehmer gilt, durch die Erfahrung, die er sich mit Hilfe seines Unternehmens und seiner Arbeit in der Glücksspielbranche angeeignet hat, als Branchenexperte. Nun steht Sachsen-Anhalt bei ihm auf dem Plan. Nachdem er die Spielbanken in Halle und Magdeburg besucht hatte, stand sein Entschluss fest: er wird investieren. Er sieht die Investition als eine gute Anlage. Spielbanken bieten der Kundschaft Entertainment, so seine Aussage.

Die besichtigten Spielbanken seien durchaus etwas veraltet und marode, trotzdem stecke in ihnen viel Potential. Mit der Investition plant der Geschäftsmann eine Renovierung und Sanierung der Einrichtungen, um diese im neuen Glanz erstrahlen lassen zu können. Wenn mit der Modernisierung erst einmal die Casinoatmosphäre hergestellt sei und die Bedingungen stimmen, dann könnte dies auch wieder glücksspielbegeisterte Kundschaft in die Hallen locken, so der Unternehmer in einem Interview.

Der Besitzer von Apex wartet nun auf eine Entscheidung, von Seiten des Insolvenzverwalters, bezüglich der übernahme und der Lizenz, damit er dann endlich in die Vollen gehen kann. Scheinbar kann es ihm nicht schnell genug gehen, denn laut eigener Aussage hätte er das Geschäft am liebsten bereits vor einem Monat abgewickelt.

Fest zu stehen scheint, dass die Standorte und damit auch die Häuser in Halle und Magdeburg beibehalten werden sollen und hier für die Zukunft, wenn Weißengruber den Zuschlag bekommt, Renovierungsarbeiten und Modernisierungen auf dem Plan stehen. Was mit dem Standort Wernigerode geschehen wird kann der Unternehmer noch nicht sicher sagen, da er selber hierzu erst einmal vor Ort gewesen sein möchte.

Für Sachsen-Anhalt wird eine Lizenz ausgeschrieben, die fünf Standorte beinhaltet. Für zwei habe der Geschäftsmann sich bereits sicher entschieden, über den weiteren wird noch entschieden. So oder so bleiben damit zwei Standorte offen. Hierzu gibt Weißengruber an, dass er zwei gute Standorte suchen und finden wird, damit das Glücksspiel in Sachsen-Anhalt wieder aufblühen kann.

Jetons erzählen ihre Geschichte

Der Schauspieler Omar Sharif spielte oft den Verführer auf der Leinwand. Seine Rolle als Doktor Schiwago im gleichnamigen Film machte ihn weltbekannt. Er hatte auch den Ruf ein Lebemann und ein leidenschaftlicher Glücksspieler zu sein.

Er verspielte unzählige Millionen Dollar beim Bakkarat in Europa. Man kann nicht sicher sein, ob einer der vielen Spielchips, die im Jeton Museum bewundert werden können, in den Händen des Schauspielers war.

Der Mime ägyptischer Herkunft fasst schon seit vielen Jahren keine Jetons mehr an und hat die Spielsucht besieht. Der Initiator des Jeton Museums hat dagegen öfter Chips in den Händen.

In seinem Museum kann man viele Tausend Jetons begutachten. Der älteste Jeton geht auf das Jahr 1832 zurück. Der Besucher erlebt so die Geschichte der Spielbanken und den Casinos.

Es gibt sogar Jetons auf denen Pin-Up Girls und Che Guevara zu sehen sind. Die Chips kommen aus aller Herren Länder und werden von Spielbanken und privaten Sammlern bereitgestellt. Dazu gehören namhafte deutsche Pokerspieler und die Liste ist etwa eine Seite lang.

Im Laufe der Spielemesse in London wurde einige der Ausstellungsstücke nun vorgestellt. Die Resonanz war sehr gut, so der Initiator. Eine Zeitung aus Frankreich berichtete über die Ausstellung und das Museum, dass es ein Teil der Kulturgeschichte der Casinos sei, der unbedingt bewahrt werden solle.

Unternehmen aus diesem Bereich möchten dem Schmuckstück dabei helfen. Der Initiator möchte das Museum dorthin bringen, wo es seiner Ansicht nach sein sollte, in ein großes Museum in Europa.