Neuigkeiten zum Glücksspiel aus Russland

In Russland ist das Glücksspiel seit vergangenem Jahr untersagt, exklusive der Sportwetten. Jetzt hat das Land seinen Schwerpunkt auf das Online Gaming gelegt und möchte Bürger mit Sanktionen belegen, die man bei der Nutzung von Online Glücksspielen ertappt.

Herr Savvidi hat diese Gesetzgebung initiiert, er will nicht nur die Anbieter überwachen sondern auch die Nutzer. Die Bußgelder, die verhängt werden sollen, betragen 500 bis 2.000 Rubel, wenn Bewohner Russlands beim Spielen im Netz oder auf ihren Handys innerhalb der Grenzen Russlands ertappt werden.

Savvidi ist der Ansicht, dass die Etablierung von Bußgeldern im ganzen Land zum Rückgang der Spieler unter 18 Jahren und der Spielsucht führen kann. Es findet sich kein Indiz dafür, dass diese Spiele Schuld an diesen Konsequenzen haben, doch Savvidi will die russischen Bürger unbedingt von Spiel im Online Casino fernhalten.

Außerdem hat er vor, im ganzen Land die Spielautomaten zu verbannen. Das neue Gesetz wurde mit wenig Gegenwind in Kraft gesetzt. Ein Herr von der Russian Gambling Business Developement Association ist der Ansicht, dass Spieler, die sich in Online Casinos tummeln nicht wegen ihrer Tätigkeiten im Netz von strafrechtlicher Seite belangt werden sollten.

Er sagt, dass jemand, der sein eigenes Geld zum Spiel einsetze, kein Krimineller sei. Die Bevölkerung Russlands ist nicht begeistert von dem geplanten Wegfall des Glücksspiels im Internet, denn es entwickelte sich zu einem beliebten Zeitvertreib und mancher Spieler bestreitet sogar seinen Lebensunterhalt damit.

Ein einfaches Verbot ist angesichts der zunehmenden Beliebtheit nicht der beste Weg. Es wäre besser, wenn diese Industrie mit Hilfe zusätzlicher Vorgaben mehr Sicherheit für die Spieler gewährleisten würde.

El Dorado in Südostasien

Neben Singapur wollen auch die Philippinen, Kambodscha, Laos und Vietnam ihr Stück vom Kuchen der gewinnträchtigen Wirtschaft des Glücksspiels abhaben. Man peilt in erste Linie Touristen aus dem asiatischen Raum an.

Die Glücksspielsaufsicht hat ehrgeizige Pläne, denn man will die Casino Metropolen Macau und Singapur einholen, so der Chef der Glücksspielaufsicht. Musterprojekt dieser Behörde, die selbst 12 Casinos betreibt, ist die "Unterhaltungsstadt" in der Hauptstadt Manila. Bis in vier Jahren sollen dort 4 Milliarden Dollar investiert werden.

Als Investoren finden sich der philippinische Immobilientycoon Razon, der Hersteller von Pachinkomaschinen Aruze aus Japan sowie die malaysische Genting Group, die auch in Europa Casinos unterhält. Während sich die Baumaßnahmen auf den Philippinen aufgrund mangelnder Rechtssicherheit verzögern, laufen bei einem Konsortium um den Hedge-Fund Harbinger Capital Partners in Vietnam wie am Schnürchen.

Der Spatenstich für das MGM Grand Ho Tram in der Nähe von Ho-Chi-Minh Stadt hat bereits stattgefunden. "Integriertes Ressort" heißt das Zauberwort in Südostasien, also eine Kombination aus Glücksspiel, Einkaufstourismus und Veranstaltungszentrum. Das kommunistische Laos und das Königreich Kambodscha sind diesem Beispiel gefolgt. Alle wollen Touristen aus dem asiatischen Raum herlocken, besonders aus China und Thailand, denn in beiden Ländern ist das Glücksspiel untersagt.

In diesem Jahr hat Singapur Großes vor. Im Juni öffnete die amerikanische Gruppe Las Vegas Sands die Pforten einer 580.000 m2 großen Casinolandschaft, die einem Raumschiff ähnelt. Sie ist höher als die Skyline von Singapur und es wird erwartet, dass die Land- und Baukosten von 5,5 Milliarden Dollar in fünf Jahren wieder in der Kasse sind. Die Gruppe geht davon aus, dass Singapur in Zukunft mehr Gewinn machen wird, als in der ehemaligen portugiesischen Kolonie Macau.

Seit Februar wird jenseits des Singapurer Hafens im Ressort World Sentosa gespielt. Dies ist eine glamouröse Welt, in die die Genting-Gruppe etwa 4,7 Millionen Euro investiert hat. Singapur hätte wie die meisten Länder auch, zusätzliche Einnahmen, die aus dem Glücksspiel kommen. Entweder indirekt über eine Ankurblung des Tourismus oder direkt mittels der Abgaben der Casino Betreiber.

Der Spielleidenschaft der Bürger wird in dem Stadtstaat aber mit einer wirtschaftlichen Zutrittsschranke ein Dämpfer verpasst. Einheimische zahlen 100 Singapurdollar. Auf die Ausländer wartet zwar eine genaue Passkontrolle, doch ihr Geld verzocken sie meist erst an den Spieltischen. Bis jetzt scheint der Plan gut zu funktionieren.

Zwischen April und Juni dieses Jahres nahm der Betreiber des ersten Großcasinos in Singapur, die malaiische Genting Group eine Summe von knapp 514 Millionen Sinagpurdollar ein und übertraf die Prophezeiungen der Analytiker um mehr als das Zweifache. Die Zukunft dieser Industrie liegt zweifelsohne in Asien.

Das zeigen Zahlen des Consulting-Unternehmens GBGC. In Macau kletterte der Gewinn der Casinobranche im letzten Jahr um 10 Prozent, in Nordamerika schrumpften die Gewinne um 7 Prozent, in Europa waren es sogar 12 Prozent.

Hat Russland Pech im Spiel?

Die Glücksspielzonen sind nicht gerade von Erfolg gekrönt, nun will man die Casinostadt nach Sotschi verlegen. Dies geschieht, weil die Schließung vieler Casinos in Russland und die Fokussierung auf vier Zonen nicht erfolgreich war.

Nun wagt man einen erneuten Versuch. Die Glücksspielzone Asow-Stadt ist vor einem Jahr offiziell geöffnet worden, doch Tatsache ist, dass dort bislang nur ein Casino aufgemacht hat.

In der Region Krasnodar denkt man schon darüber nach, ob man die Glücksspielzone nicht woandershin verlagern sollte. Dies soll an einem Ort sein, an dem mehr Infrastruktur und Touristen vorhanden sind. Im Gespräch sind laut russischen Zeitungen momentan die Badeorte Anapa oder Sotschi am Schwarzen Meer.

Der Gouverneur von Krasnodar hat schon einen Brief mit dem Anliegen der Verlagerung von Asow-Stadt an den russischen Präsidenten Medwedew gesendet. Die Zone sei zu weitab vom Schlag, um Gäste und Investoren herzulocken. Der Präsident möchte, dass die Regierung diese Idee prüft. Asow-Stadt zählt zu den vier offiziellen Glücksspielzonen in Russland.

Vor vier Jahren etablierte der damals amtierende Präsident Putin, der das Glücksspiel an Alkoholisierung des Volkes ansieht, ein Gesetz, nach dem Spielen in Russland ab dem 1.7.2009 verboten ist. Ausnahme sind hier die vier Sonderzonen. Trotz der Schließungsvorhaben, ist Asow-Stadt noch die Nummer Eins unter den Spielzonen.

Die Grundstücke des Zockergebietes in Kaliningrad will man bereits seit zwei Jahren an den Mann bringen- bisher ohne Erfolg. In der Zone ?Sibirische Münze?, die sich im Gebiet Altai befindet, fand man schon zwei Interessenten für zwei Grundstücke, doch man geht davon aus, dass hier frühestens in drei Jahren die ersten Casinos aufmachen werden. Ganz hinten liegt die Region Primoje im Osten des Landes.

Hier hat man sich noch nicht einmal die Grenzen der Glücksspielzone festgelegt. Insider üben Kritik daran, dass das neue Glücksspielgesetz seinen Zweck nicht erfüllt. Die meisten Casinos werden einfach im Untergrund weitergeführt und versuchen an dem Gesetz vorbeizukommen, in dem sie die Bezeichnung Lotterieklub tragen.

Nach dem Präsidenten des Glücksspielkonzerns Korston existierten in der russischen Hauptstadt beinahe zweimal so viele Casinos wie vorher, so die russische Zeitung Nowyje Iswestija. Man habe sich verrechnet, so gab auch der Abgeordnete der Duma, Gudkow zu. Die Behörden gingen davon aus, dass die Betreiber der Casinos die Zonen aus eigener Kraft errichten würden.

In Asow beispielsweise hat die Regierung vor Ort etwa 4,4 Millionen Euro in die Infrastruktur wie Strom, Wasser und Gas gesteckt, die rund 8 Milliarden Dollar , die man braucht, um aus den Sonnenblumenfeldern so etwas wie ein Las Vegas zu errichten, sollen die Privatinvestoren beisteuern. Die ziehen es jedoch vor, Casinos in den Nachbarländern Weißrussland und Ukraine zu bauen.

Zypern macht Online Casinos den Weg frei

Es gibt verschiedene Methoden im Umgang mit Online Casinos. Verschiedene Länder gehen dieses Thema in unterschiedlicher Weise an und habe viele verschiedene Gesetze im Bereich Legalisierung von Online Casinos geschaffen.

Hier kann man die Beispiele USA und Großbritannien anführen, denn sie stellen zurzeit die größten Märkte dar. Auch an kleineren Ländern geht der Kelch dieser heftigen Diskussion um die Möglichkeiten und Folgen einer solchen Legalisierung nicht vorbei.

Die Insel Zypern hat den Mittelweg gewählt. Die Regierung hat ein Gesetz abgesegnet, das Online Casinos formal gestattet, allerdings nur auf Bezug von Sportwetten im Netz, dies gilt nicht für Online Poker und Casino Spiele. Momentan existieren auf der Insel zahlreiche Online Casinos, die Regierung sieht hier eine Gefährdung für die jüngeren Leute.

Deshalb hat man sich in Zypern für einen ähnlichen Schritt wie Großbritannien entschlossen. Man verbietet das Online Glücksspiel nicht vollständig. Manche Online Glücksspiele sind rechtmäßig, andere momentan noch nicht.

Das schafft viel Handlungsspielraum und macht die Legalisierung der gesamten Industrie dieser Märkte in Bälde möglich. Dieses Jahr war mit Sicherheit für die zukünftige globale Entwicklung dieser Industrie von großer Bedeutung.

Dänemark will Glücksspielgesetz ändern

Die Glücksspielindustrie im Bereich Online Casinos muss sich in Dänemark noch in diesem Jahr einer gründlichen Verbesserung unterziehen, denn der skandinavische Staat möchte sich mehr an den Mandaten der Europäischen Kommission orientieren, was die freie, offene und grenzüberschreitende Online Glücksspielbranche in der Europäischen Union und dem skandinavischen Land angeht.

Dänemark ist einer der Staaten, die sehr lange Internet Glücksspielmonopole unterhalten und rechtmäßige ausländische Online Casinos aus dem Markt entfernt haben. Um die vergangenen Handlungen richtig zu stellen, ließ Dänemark verlauten, es wolle ein neues Paket von Gesetzen schaffen. Dieses hatte in der Realität einen Konflikt zwischen den Glücksspielunternehmen im Land und den Glücksspielseiten der Online Casinos zur Folge, da die vorgeschlagenen neuen Gesetze in Dänemark den Internet Glücksspielseiten aus dem Ausland einen massiven steuerlichen Vorteil den dänischen Glücksspieleinrichtungen gegenüber bringen würde.

Der skandinavische Staat reichte diese neuen Gesetze bei der Europäischen Kommission zur Zulassung ein. Ihm ist allerdings geraten, die Konsequenzen dieser Gesetze auf die Glücksspielbranche im Land zu berücksichtigen. Die erste Gesetzesrunde von Dänemark hat das Ziel, die Steuern für die Glücksspielindustrie im Land auf stolze 45 bis 75 Prozent zu erhöhen, während die Online Casinos und sämtliche Formen von Glücksspielen im Internet nur 20 Prozent Steuern abführen müssten.

Die klassischen Glücksspieleinrichtungen legten lautstarken Protest gegen diese möglichen Gesetze ein und bemerkten, dass die Regierung Dänemarks diese Glücksspielseiten so für ihre Vergangenheit voll von Gesetzesbrüchen und unrechtmäßigem Betreiben auf dem Markt des Land noch belohnt. Auf Anfrage der Europäischen Kommission hin kündigte der skandinavische Staat an, dass die Regierung die Glücksspielgesetz im Land und der Online Casinos noch einmal näher beleuchten und sich bemühen wird, die steuerlichen Unterschiede zwischen den klassischen Casinos und der Seiten im Netz auszugleichen.