Die Glücksspielmetropole Las Vegas

Las Vegas ist die Stadt der Sünde und Superlative, eine Stadt in der Glücksspiel, Showgirls und endlose Partys die Hauptatraktion sind. Ohne Zweifel ist Las Vegas die Stadt des Glücksspiels und der Unterhaltung. Im prüden und teilweise verklemmten America ist hier, in der Wüste Nevadas, das Glücksspiel ohne die üblichen Beschränkungen erlaubt. Las Vegas ist definitiv die Weltmetropole des Entertainments, das macht es zur heimlichen Begierde vieler millionen Menschen weltweit.

Vegas scheint jener Ort zu sein, in dem die eigenen Handlungen keinen Konsequenzen haben, eine Stadt in der man zu jederzeit tun kann, was einem gerade in den Sinn kommt. Hier kann man sein Leben für einen langen Moment in vollen Zügen genießen, vorausgesetzt natürlich, man bringt das passende Kleingeld mit. Die Glücksspielmetropole bietet alles was das Herz begehrt, die größten Hotel-Resorts, die aufwendigsten Pool-Landschaften, die pompösesten Unterhaltungsshows, die üppigsten Buffets, die sündigsten Nachtclubs, die lautesten Partys – und all das rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr. Die Hauptatraktion ist und bleibt jedoch das Glücksspiel.

Vorallem Glücksspiefreunde finden in dieser Stadt alles wonach sie gesucht haben, vom einarmigen Banditen, die einem selbst auf dem Weg zur Toilette begegnen, bis hin zum Multimillionen Dollar Pokertunier, gibt es hier alles. Mehr als vierzig Riesendiscos, jeweils gefüllt mit mehreren tausend Partygästen, machen die warmen Nächte in Vegas zum Anziehungspunkt vieler ausgelassener Menschen. Das Motto der Glückßpielmetropole ?Was hier passiert, bleibt auch hier? trug dazu bei, das unartige Image der Stadt während des Booms zu zementieren, auf dem Strip findet man Luxus pur auf mehreren tausend Quadratmetern.

Das erste große Spielkasino wurde im Jahr 1946 eröffnet. Seitdem boomt die Wüste. Hier ist alles für Geld zu haben und alles wird dafür getan, dass Geld ausgegeben wird. 2008 lag der Jahreserlös bei 9,8 Milliarden Dollar, 37,5 Millionen Besucher brachten diesen Erlös. Las Vegas expandiert von Jahr zu Jahr, ein Ende ist auch heute, trotz Krise, nicht in Sicht. Auch die momentane Weltwirtschaftskrise geht an Las Vegas natürlich nicht reibungslos vorbei, doch vorallem in dieser Stadt zählt, Geldverdienen und stetiges Wachstum.

Las Vegas ist eine Stadt, die niemals schläft, oder wie könnte man es besser formulieren, es ist eine Stadt, die erst am Abend richtig erwacht, wenn die Leuchtreklamen den Nachthimmel erhellen. Heute wird Las Vegas vorallem durch zwei Sachen gekennzeichnet, durch das Glücksspiel einerseits und die Shows andererseits.

Die Haupteinnahmequellen der Funkelstadt brachten bis vor einigen Jahren die Casinos, doch das hat sich in den Zeiten der Krise leider geändert, das bringt nicht zuletzt für Touristen so einige Nachteile mit sich. Die Preise für Essen, Unterkunft und Shows waren früher sehr niedrig, da die Haupteinnahmen eben aus den Casinos kamen. Heute sind vorallem die Preise für Unterkunft und Anreise gestiegen, auch die Preise der berühmten Spitzenshows sind auf Grund der Entwicklung des Dollarkurses gestiegen und so kosteten bereits 2001 beste Sitzplätze in den Shows 300 DM. Dennoch muss man sagen, Glücksspiel und Entertainmentfreunde sollten Las Vegas mindestens einmal gesehen haben.

Glücksspiel-Metropole bald in Ungarn?

Die Einwohner von Bezenye sind überrascht und neugierig. Bald ist es also soweit, in dem kleinen örtchen Bezenye, an der ungarischen Grenze, soll ein Casino-Komplex errichtet werden, der Las Vegas gleichsehen soll.

Hans Asamer, der Großinvestor und Vorstand dieses Projekts, will damit die ganze Region beleben und einzigartiges schaffen.

Vor 8 Jahren kaufte Hans Asamer den Bauern dieser Region 335 Hektar , zu einem Preis der diese staunen lies, in dem bisherigen Niemandsland ab. Der Boden sei wegen des Schotters landschaftlich nicht nutzbar und so bot sich ein Stückchen Land, das Hans Asamer zu nutzen wüßte.

Er hatte einen Traum, eine Vision von einem europäischen Las Vegas und von dieser Vision ließ sich auch der Immobilienhändler Alexander Finster mitreißen und schon schienen den Gedanken und Visionen keine Grenzen mehr gesetzt.

Nur die Investoren ließen nicht so ganz mit sich reden und so war es anfangs schwer von diesem Mega-Projekt mit Seminarhotel, Restaurants, Bars und Golfanlagen zu überzeugen.

Dazu stellte sich auch noch die die politische Ebene quer, ließ nicht locker und erhob Einspruch. Ein Verkehrschaos würde die Umsetzung dieses Projekts verursachen und eine hohe Feinstaubbelastung würde daraus resultieren.

Bereits im März 2009 starteten die Bauarbeiten, da jedoch noch keine ausdrückliche Genehmigung vorlag, mußten die Bauarbeiten wieder eingestellt werden. Die Frist für die Umweltvertäglichkeitsprüfung (UVP) war noch nicht abgelaufen, es hätte Einspruch gegen das ehrgeizige EuroVegas Projekt geben können.

Diese Frist sei jetzt verstrichen und so gebe es nun auch von Seiten der Grünen keine Einsprüche mehr.

Doch auch Umweltschützer und Tourismusplaner sind noch nicht von diesem Projekt überzeugt, obwohl das EuroVegas sicherlich den Tourismus in der Gegend fördern würde, sprengt es auch alle Dimensionen, die für die optische wie wirtschaftliche Entwicklung einer ländlichen Region vernünftig und verkraftbar erscheinen. Und auch wenn durch diesen Mega Komplex rund 4.000 Arbeitsplätze entsehen sollen, bestehen berechtigte Zweifel an der Wirtschafltichkeit eines solchen Projekts.

Selbst nach all den Wiedersprüchen und einigen gescheiterten Anläufen bleibt Hans Asamer dennoch hartnäckig. Der Rücken wird ihm nun letztendlich durch Hard Rock Investment gestärkt, die US -Amerikanische Hotel Gruppe soll er nun als Hauptinvestor gewonnen haben.

So scheint die Finanzierung endgültgig geklärt, doch mit 200 Millionen Euro wird erst ein Teil der benötigten Summe abgedeckt. Die Umsetzung des EuroVegas soll rund 500 Millionen Euro kosten. Dafür wird mit dem 335 großen Areal geklotzt und nicht gekleckert. Im Verlauf der zehnjährigen Bauzeit rechnet der Bauherr bereits mit Einnahmen in Höhe von insgesamt 2 Milliarden Euro.

Statt fünf sollen vorerst nur drei Kasinos errichtet werden. Das erste davon soll ein 24-stöckiges Luxushotel mit 316 Zimmern, 100 Spieltischen und einem Konferenzzentrum für 4000 Personen werden. In der ersten Projektphase, die bis 2012 vollendet sein soll, sollen 300 Hotelzimmer sowie Hallen mit unter anderem 1.500 Spielautomaten und 100 Spieltischen entstehen. Nach Vollendung der Gesamtinvestition wird es sogar 1.200 Hotelzimmer und Platz für 6.000 Spielautomaten geben.

Sollte das Unternhemen „EuroVegas“ wie geplant, ein Erfolg werden, so könnte das einen wahnsinnigen Aufschwung für diese Region bedeuten. Mit der geplanten Anbindung an die M 15 liegt EuroVegas nur einen Katzensprung von Bratislava oder Wien entfernt und so kann natürlich, davon ausgegangen werden, daß das EuroVegas nach seiner Fertigstellung bald zu einem mitteleuropäischen Poker-Zentrum mit internationalen Turnierveranstaltungen werden wird.