Lottogewinn für den Kölner Dom

Lottogewinn für den Kölner Dom

Der Lottoschein, der den Kölner Dom zum glücklichen Gewinner machte, wurde durch einen Touristen aus Berlin ausgefüllt. Dieser hatte bei einem Kölnbesuch nicht nur das Weltkulturerbe besichtigt, sondern auch am gleichen Tag Lotto gespielt. Als er die Benachrichtigung über den Gewinn erhielt, war der Reisende längst wieder in Berlin.

Hier jedoch konnte der Spieler den Lottoschein leider nicht einlösen, wodurch er sich dazu entschied, den Lottoschein und mitsamt des Scheins die Summe in Höhe von 166,10 Euro an den Kölner Dom zu spenden. Eingelöst wurde der Schein durch den Domrendant (Rechnungsführer in größeren Kirchengemeinden) Klaus Bispinck.

Kölner Dom profitiert nicht das erste Mal vom Glücksspiel

Umso verwunderlicher ist nun die Meldung, dass es sich bei dem diesmaligen Lottogewinn des Doms nicht um den ersten Glücksspielgewinn des Weltkulturerbes handelte. Der Ausbau der beiden Domtüren wurde im Jahr 1865 durch eine ins Leben gerufene Dombaulotterie mit dem Namen "Prämien-Collecte" finanziert. Der Hauptgewinn lag damals bei einem Betrag in Höhe von 14 Millionen Euro.

Dank der Einführung der Lotterie konnte der Bau der Domtüren damals erheblich beschleunigt werden, denn durch die dazu gekommenen Spenden konnten zusätzliche Mitarbeiter eingestellt und der Bau nach insgesamt 15 Jahren fertiggestellt werden. Auch der Bauerhalt des Doms wird jährlich über zusätzliche Einnahmen aus dem Spiel 77 gewährleistet. Der Lottogewinn des Doms selbst jedoch ist der erste in der Geschichte des Doms, der schon mehrere Jahrhunderte lang besteht.