Gängelung der Branche

Gängelung der Branche

In Emmerich sorgt eine neue Idee in Bezug auf die Glücksspielbranche, besonders von Seiten der Glücksspielanbieter, für Empörung. Hier sind die Spielautomaten in den vergangenen Jahren immer mehr geworden. Statistisch wurde bereits belegt, dass die Spielautomaten eine höhere Suchtgefahr bürgen. So sollen nun in Emmerich die Glücksspielautomaten reduziert werden. Es ist sogar geplant, alle Spielautomaten aus den Gaststätten und Kneipen zu entfernen.

Der Plan der Verbannung von Spielautomaten trifft in erster Linie die Gastwirte, die öffentlich ihre Empörung über den Plan ausdrücken. Eine Wirtin erklärt in einem Interview, dass sie das Gefühl bekomme, dass die ganze Branche systematisch kaputt gemacht werden würde. Angefangen habe das Vorgehen gegen das kleine Glücksspiel in den Gaststätten mit dem eingeführten Rauchverbot. Durch dieses blieben die Gäste immer mehr aus. Durch die Idee des Deutschen Städtetages, die Spielautomaten aus den Gaststätten zu entfernen, würden laut der Wirtin in Zukunft weitere Gäste fernbleiben. Die Wirtin sieht bereits die eigene Existenz in Gefahr.

Die Einnahmen innerhalb der Branche gehen immer weiter zurück. Zuerst war es das Rauchverbot, welches für einen Einbruch sorgte. In den Gaststätten stehen derzeit zudem einige wenige Spielautomaten Mit Spielautomaten allein und deren regelmäßiger Nutzung können die Wirte, nach eigenen Angaben, zumindest die Pacht für die Gaststätte wieder einspielen. Doch diese Meinung wird nicht von allen geteilt. Andere Gastronome sehen die Kürzung bzw. Entfernung der Spielautomaten als weniger kritisch an. Man könne auch mit den Automaten in der heutigen Zeit kein Geld mehr verdienen, so heißt es von der Wirtin einer Imbissbude. Gleichzeitig gibt diese an, dass die Kunden jedoch von eben diesem Verbot nicht allzu begeistert wären.

Fachtagung in Frankfurt befasst sich mit Sportwetten und Glücksspiel

Fachtagung in Frankfurt befasst sich mit Sportwetten und Glücksspiel

Am 13.06. dieses Jahres werden hier offene Themen im Hinblick auf die Gesetze der Verfassung und der EU sowie das Spiel an Automaten in Casinos und Kneipen nach Inkrafttreten des neuen Glücksspielvertrags besprochen.

Das "Forum Institut für Management" organisiert diese Tagung. Einer der detaillierten Punkte auf der Tagesordnung ist eine Debatte über den neuen Glücksspielvertrag und trägt den Namen "Irrweg oder Königweg".

Diese Diskussion findet zwischen dem Staatssekretär der Staatskanzlei in der rheinlandpfälzischen Hauptstadt Mainz und einem Professor der Rheinischen Friedrichs-Wilhelm-Universität in Bonn statt.

Ein anderes Gesprächsthema wird die striktere Regulierung von Automatenspiel auf gewerblicher Basis in Spielhallen und Kneipen infolge des neuen Glücksspielvertrags sein, der zum obengenannten Datum in Kraft tritt. Hierzu hält der Referent im Bereich Glücksspiel von Bremen einen Vortrag.

Die Tagung ist nach Informationen der Organisatoren besonders auf Angehörige der Geschäftsführung und Justiziare zugeschnitten. Diese arbeiten unter anderem bei Glücksspielunternehmen im privaten und staatlichen Bereich und auch bei Vermittlern von Glücksspiel.

Zu den Adressaten der Veranstaltung gehören zudem Medien im Bereich Rundfunk und TV, Aufsichts- und Ordnungsämter sowie auch Rechtsexperten.

Das Spiel ist aus – Game over für Spielautomaten

Gerade in der letzten Zeit öfter im Gespräch sind vor allen Dingen die vielerorts beliebten und oft benutzen Spielautomaten, die in der heutigen Zeit fast überall zu finden sind. Es gibt richtige Automatencasinos, aber auch vereinzelte Spielautomaten in Gaststätten, Rasthöfen und Kneipen.

Überall sorgen meist die Aufmachung der Geräte und die blinkenden Lichter für die Aufmerksamkeit der Kunden und natürlich auch vorrangig die Chance auf schnelle Gewinne. Durch die Gegebenheiten haben gerade diese Automaten bei den Menschen oft zur Spielsucht geführt. Diese Suchtgefahr soll nun minimiert werden und daher sollen im Rahmen der Neuregelungen des Glücksspielstaatsvertrages neue Regeln für die Spielautomaten mit einbezogen werden. Geredet wird vor allem von stärkeren Kontrollen und härteren Auflagen.

Im Gespräch in Bezug auf die Neuregelungen bezogen sind bisher Vorschläge gefallen, die zum Beispiel das Verbot von Mehrfachkonzessionen beinhalten. Darüber hinaus soll das Anbieten von verschiedenen Glücksspielformen in einem Spielcasino verboten werden. Es gibt derzeit Auflagen für die Automatencasinos, die zum Beispiel die Anzahl der Spielautomaten unter einem Dach auf 12 begrenzen,doch bisher wurden auch immer Schlupflöcher gefunden, so wie auch die Mehrfachkonzessionen, wodurch die Betreiber die Auflagen umgehen konnten.

Dies soll sich in Zukunft ändern. Weitere Regelungen sollen in Bezug auf die öffnungszeiten geschaffen werden, die sich zukünftig verkürzen sollen. Zudem soll eine Gewinn- bzw. Verlustgrenze eingeführt werden, um das Spiel für Suchtgefährdete weniger reizvoll zu machen und den Unterhaltungswert der Spiele wieder in den Vordergrund zu stellen.

Für die Betreiber scheinen diese Regelungen die eigene Existenz extrem zu gefährden. Es wird auf Seiten der Betreiber schon von Kahlschlag gesprochen und vom Untergang des Automatenspiels.

Die Betreiber sehen die Gefahr für ihre eigene Branche, die sie komplett durch die Neuregelungen, die derzeit im Gespräch sind, in Gefahr sehen. Durch die Neuregelungen werden die Betreiber sich laut eigener Aussage gezwungen sehen, ihre Arbeitsplätze zu kürzen, was bei den Angestellten für Unmut und Arbeitsplatzverlust sorgt. Quasi ein Teufelskreis der insgesamt die komplette Existenz gefährden könnte.

Ein besonderes Interesse an den Neuregelungen hegen hingegen auf der anderen Seite die Verantwortlichen der Deutschen Hauptstalle für Suchtfragen. Deren Interesse ist eindeutig: die Spielsucht in der Bevölkerung zu minimieren und auch die Suchtgefahr einzudämmen. Gerade von den privaten Automatenhallen gehe eine hohe Suchtgefahr aus, was man anhand des Spielrückgangs in den Spielbanken erkennen konnte.

Die Kämpfer der Suchtprävention halten die Neuregelungen für einen guten Ansatz, sehen aber bei den privaten Betreibern auch den Kampfwillen, dass die Branche in ihrer Form bestehen bleiben sollte. Die Prävention rückt dann mit der Zeit durch den Kampfeswillen mehr und mehr in den Hintergrund. Wie sich das entwickeln wird, wird sich letztlich mit der Verabschiedung des neuen Glücksspielstaatsvertrages ersichtlich sein.