Mehr Demokratie für Macau

Mehr Demokratie für Macau

Die ehemalige portugiesische Kolonie Macau ist eine Sonderverwaltungszone von China und so wurde Macau schon früh eine Sonderrolle im politischen System zu gesprochen. Demokratie-Aktivisten, zu denen Jason Chao gehört, wurden erst kürzlich festgenommen, allerdings im Anschluss daran auch kurzfristig wieder freigelassen. Chao setzt sich mit der offenen Gesellschaft Macau für die Demokratie ein und versteht nicht, wieso die Behörden dies zu unterbinden versuchen.

Von Seiten der Bewohner Macaus scheint Demokratie gewünscht zu sein. Dies war auch der Anlass für die Aktivisten am vergangenen Wochenende eine Befragung aufzurufen, bei der die Bürger beantworten sollten, ob die dem demokratisch gewählten Regierungschef Fernando Chui vertrauen und ob in Zukunft der Regierungschef demokratisch gewählt werden sollte.

Die Befragung jedoch schien den Behörden ein Dorn im Auge zu sein, denn diese verhinderten die Befragung durch die Aktivisten. Die Wahl des nächsten Regierungschefs steht kurz bevor und es ist zu erwarten, dass Amtsinhaber Chui weiterhin dieses Amt innehaben wird. Gewählt werden soll der Regierungschef durch ein Gremium von 400 Mitgliedern, die auf nicht-demokratische Weise zusammengefunden haben.

Verhinderung von Demokratiebewegungen

Die Sonderrechte, die die ehemals portugiesische Kolonie Macau inne hat, erinnern an die Rechte der Stadt Hongkong. Die Sonderrechte beziehen sich in erster Linie auf wirtschaftliche Themen und Pressfreiheit. Auch in Hongkong ist das Thema Demokratie derzeit brandaktuell.

Vor Ort wird ähnlich wie in Macau gefordert, dass die Bevölkerung mehr Mitsprache erhält, auch in Bezug auf die Wahlen des Regierungschefs. Die Demokratiebewegungen in beiden Sonderverwaltungszonen scheint der Zentralregierung in Peking ein Dorn im Auge zu sein, aus diesem Grund werden Aktivitäten in dieser Richtung von Seiten der Behörden klein gehalten beziehungsweise unterdrückt.

Las Vegas süß-sauer – Macau überholt Glücksspielparadies

Las Vegas süß-sauer – Macau überholt Glücksspielparadies

In der asiatischen Kultur ist das Spielen als Form der Unterhaltung akzeptiert. Hier werden zum Spielen nicht nur Glücksspieltempel aufgesucht, sondern auch Familienfeste bieten immer wieder einen guten Anlass für die asiatische Bevölkerung, um dem Glücksspiel nachzugehen. Genau aus diesem Grund sind die Anbieter in Macau und Singapur mit ihren Hotels und Casinos so erfolgreich.

Macau gilt für andere asiatische Länder als Vorbild, beispielsweise in Singapur wird versucht das Konzept aus Macau zu kopieren. Casinos, Hotels und weitere Touristenattraktionen schießen in Städten wie Singapur, Vietnam und auf den Philippinen heute wie Pilze aus dem Boden. Auch Vergnügungsparks gelten in diesen Regionen als besonderer Anreiz für die Touristen.

In Macau sind die Anbieter sich bewusst, dass gute Casinos alleine nicht ausreichen, um die Besucher vor Ort zu begeistern. Hier werden neben den Casinos gute Hotels benötigt mit einer entsprechenden Ausstattung, einem erstklassigen Umfeld und Angebote wie Shoppingmeilen und zusätzliche Unterhaltungsangebote. Für die Besucher aus China ist das Einkaufen ein wichtiger Faktor, mehr noch als vorhandene Sehenswürdigkeiten vor Ort.

Touristen vom chinesischen Festland und aus Hongkong strömen täglich in Scharen nach Macau. Grund hierfür ist nicht zuletzt auch die Regulierung des Glücksspiels vor Ort, denn bisher ist Macau der einzige Ort in China, wo das Glücksspiel in den Casinos legal angeboten werden darf. Drei Viertel der Umsätze in Macau werden durch die superreichen Chinesen generiert. Viele dieser Spieler nutzen das Angebot an Pauschalreisen, kommen auf diesem Weg nach Macau und werden vor Ort als VIP-Spieler behandelt.

In Macau sind höhere Einsätze gestattet. Während der maximale Einsatz in den USA oft bei 5000 Euro liegt, können die Chinesen in Macau um Beträge wie 100.000 US-Dollar zocken. Natürlich locken diese Regelungen vor Ort auch viele Betrüger nach Macau. Aus diesem Grund gibt es starke Sicherheitsvorkehrungen und die Sicherheitsfirmen machen vor Ort ein großes Geschäft, um wirkliche Glückspilze von den Betrügern unterscheiden zu können.

Gibraltar als vermeintliches Steuerparadies

Gibraltar als vermeintliches Steuerparadies

Der wirtschaftliche Boom ist in Gibraltar besonders ausgeprägt, so groß wie in keinem anderen Land der europäischen Union. Daher setzt sich der Regierungschef dafür ein, dass Gibraltar weiterhin eine britische Kolonie bleibt und damit den Standard und den Status aufrecht erhalten kann.

Während auf der einen Seite, der Kontakt zur spanischen Regierung laut Picardo derzeit unter Funkstille leidet, so gibt es dennoch eine rege Zusammenarbeit zwischen Gibraltar und Spanien. Nicht nur in Bezug auf die Bekämpfung der vorherrschenden Kriminalität in den Straßen, sondern auch in Bezug auf die Schaffung von Arbeitsplätzen in Gibraltar, die von den Spaniern genutzt werden können.

Die Erfolge verzeichnet die Kolonie laut Picardo durch den vorherrschenden Tourismus vor Ort, durch die regulierten Finanzdienstleistungen im Land und auch durch das Wachstum im Bereich des Online Glücksspiels. In Europa ist es bekannt, dass viele Unternehmen ihren Firmensitz in Gibraltar betreiben. Der Regierungschef macht deutlich, dass dies in den eindeutigen Regelungen und Gesetzen zugrunde liegt. Durch die strenge Regulierung und Kontrolle ist das Angebot in Gibraltar legal möglich. Damit ist sowohl das Land abgesichert, als auch die Betreiber, die ihr Glücksspiel von Gibraltar aus im Internet präsentieren.

Laut Aussage des Regierungschefs in Gibraltar wurde in der Vergangenheit unter seiner Leitung daran gearbeitet, das Image als vermeintliches Steuerparadies loszuwerden. Es wurden Abkommen mit anderen Ländern getroffen, durch die ein Informationsaustausch über die Steuerangaben gemacht werden konnte. Hierüber sollten eventuelle Steuerhinterziehungen aufgedeckt und gleichzeitig auch unterbunden werden.