Stärkeres Vorgehen gegen illegales Glücksspiel

Stärkeres Vorgehen gegen illegales Glücksspiel

Diese Meinung soll nicht nur in Bezug auf den Spielerschutz in Zukunft stärker vertreten werden, sondern auch in Bezug auf den Schutz der legalen Glücksspielangebote. Der Kampf gegen illegales Glücksspiel soll in Zukunft nicht nur in Deutschland stärker durchgesetzt werden, sondern soll auf EU-Ebene eine Schlüsselrolle zugesprochen bekommen.

Ähnlich wie die ECA sieht auch die Europäische Kommission in Bezug auf das illegale Glücksspiel in Deutschland großen Handlungsbedarf. In dem vergangenen Schreiben von Juni 2015 wurde von Seiten der Eu-Kommission das Ziel das Online Glücksspiel in geordnete und überwachte Bahnen zu lenken als gescheitert angesehen. Das unregulierte Glücksspiel in Deutschland hält weiterhin einen Marktanteil in Höhe von 30 Prozent. Die ECA unterstützt das Vorgehend er EU-Kommission gegen Deutschland, denn die Fehlregulierung müsse beseitigt werden, um so den Verbraucherschutz in Deutschland stärken zu können.

Interessensvertretung durch ECA

Durch die ECA sollen die Interessen der staatlich konzessionierten Spielbanken in Deutschland stärker vertreten werden. Die selbständige Rechtsanwältin Miriam Benert vertritt hierbei als EU-Beauftragte die Interessen der deutschen Spielbanken auf europäischer Ebene und wurde als Vertreterin Deutschlands zur Wahl in den neuen ECA-Vorstand nominiert.

Glückspiel – Deutsche Gesetzgebung hinkt hinter der Realität her

Glückspiel – Deutsche Gesetzgebung hinkt hinter der Realität her

Nun wurde das deutsche Glücksspielgesetz erneut von Seiten der Europäischen-Kommission stark kritisiert. Die Innenminister fürchten sogar Vertragsverletzungsverfahren. Im Jahr 2012 wurde von Seiten der Innenminister das bestehende Regelwerk veröffentlicht, welches auf dem Glücksspielstaatsvertrag basiert. Mit dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag sollte das Online Glücksspiel zumindest teilweise legalisiert werden. Bis heute jedoch ist das Angebot von Online Glücksspiel in Deutschland für die meisten Betreiber nicht legal.

Bei den Diskussionen um den Glücksspieländerungsstaatsvertrag ging es zum einen vermehrt um den fehlenden Spielerschutz, zum anderen um die Gier nach Geld. Diese wird den Initiatoren nämlich mit der Verabschiedung des Gesetzes unterstellt. Auch das staatliche Lotteriemonopol wurde von Seiten der Kritiker stark bemängelt.

In Bezug auf das Online Sportwettenangebot herrschte zudem starke Kritik, da eigentlich 20 Anbieter in Deutschland lizensiert werden sollten, um so legal Online Sportwetten anzubieten. Zu diesem Angebot ist es bisher jedoch nicht gekommen, da die Lizenzen noch immer nicht ausgegeben wurden. Aus Brüssel bezieht sich die Kritik vor allem auf die Nicht-Einhaltung der Wettbewerbsregeln, den fehlenden Spielerschutz und die Differenzierung zwischen den verschiedenen Glücksspielformen.

Situation für Spieler besonders schwierig

Wenn man an dieser Stelle die andere Seite betrachtet, so ist es besonders schwierig für die Anbieter mit den Regelungen umzugehen. Das Glücksspielangebot in Deutschland ist umfassend und die Nachfrage ist gro&szlg;. Die meisten Anbieter befinden sich, durch die Lizensierung im Ausland, in einer Art Grauzone, legal ist das Online Glücksspiel in Deutschland jedoch dennoch nicht. Vor allem für die Spieler stellt sich diese Situation als besonders schwierig dar.

Für die Spieler ist es schwierig seriöse von unseriösen Anbietern zu unterscheiden und die richtige Plattform für das Online Glücksspiel zu finden. Im Internet gibt es viele Informations- und Vergleichsseiten, die zumindest als kleine Hilfe für die Spieler dienen sollen, bis die gesetzliche Situation in Deutschland hoffentlich in naher Zukunft transparenter werden wird.

Legale Online Casinos in Zeiten des Booms

Legale Online Casinos in Zeiten des Booms

Wenn es um die Legalität eines Online Casinos geht, dann ist es für die Spieler wichtig, zu überprüfen, ob bei dem Anbieter eine Lizenz zum Betrieb von Glücksspiel vorliegt.

Hier ist es besonders vorteilhaft, wenn der Anbieter über eine entsprechende Lizenz aus der Eu verfügt. Darüber hinaus gibt es Prüfsiegel von Drittanbietern, wie beispielsweise eCOGRA (e-Commerce and Online Gaming Regulation and Assurance), GLI (Gaming Laboratories International) und TST (Technical Systems Testing), die darauf hindeuten, dass Spiele, Auszahlungsquoten und der Zufallsgenerator regelmäßig kontrolliert werden und von der technischen Kommission für gut und sicher befunden wurden.

Für die Spieler ist es zudem sicher, sich einige Punkte vor der Anmeldung in einem Online Casino genauer anzusehen. So sollte beispielsweise darauf geachtet werden, welche Zahlungsmethoden angeboten werden. Zahlungsdienstleister wie PayPal gelten in der Online Welt als besonders sicher, wodurch diese Zahlungsmethode auf ein seriöses Online Casino hindeutet.

Bevorstehende Regulierung von Online Glücksspiel in Deutschland

Weitere Kriterien für ein seriöses Online Casino sind zum einen der Datenschutz, der über eine sichere und verschlüsselte Verbindung gewähreistet werden kann und die Erreichbarkeit des Kundenservices. Auch die Ein- und Auszahlungsmethoden gilt es näher zu beleuchten, ebenso wie das Bonusangebot des Casinos. Nicht zuletzt deutet meist auch eine volle oder leere Startseite auf die Seriosität des Online Casinos hin. In Deutschland gilt das Online Glücksspiel aktuell größtenteils noch als illegal.

Bisher ist das Angebot von Online Games lediglich in Schleswig-Holstein erlaubt. Experten machen deutlich, dass eine Regulierung des Online Glücksspiels nicht nur für Anbieter und Spieler von Vorteil wäre, sondern auch für die Regierungen der Bundesländer, denn hierdurch könnten Steuereinnahmen generiert werden und den zuständigen Behörden würde damit eine Kontrollmöglichkeit des Marktes gegeben werden.

Eingrenzung des Wildwuchses in Deutschland

Eingrenzung des Wildwuchses in Deutschland

Lotto-Geschäftsführerin Marion Caspers-Merk war hier von Anfang an anderer Meinung, denn sie machte deutlich, dass die europarechtskonforme Regelung dann europarechtskonform sei, wenn die Regelungen in sich stimmig seien. Nun wurden die Verfahren in Sachen Glücksspiel gegen Deutschland eingestellt, wodurch Caspers-Merk sich in ihrer Ansicht bestätigt sieht und sich nun vermehrt dafür einsetzen will, den Wildwuchs in Deutschland einzugrenzen.

Die Geschäftsführerin der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg, Marion Caspers-Merk, machte bei einem Symposium zum europäischen Glücksspielrecht in Berlin deutlich, dass man sehr glücklich sei über die Entscheidung der EU-Kommission die Verfahren einzustellen. Glücksspiel könne ihrer Ansicht nach nicht als Wirtschaftsgut bezeichnet werden, da das Glücksspiel jeglicher Art mit speziellen Gefahren verbunden sei. Genau aus diesem Grund seien nach Angaben Caspers-Merks Regulierungen notwendig, die zum einen aufeinander abgestimmt und in erster Linie wirksam durchgesetzt werden müssen.

Passend zu dieser Einstellung sei die Tatsache, dass der Europäische Gerichtshof erst kürzlich entschieden hatte, dass die Nationalstaaten ihren Glücksspielsektor eigenständig gestalten und regulieren können. Hiermit fühlt Caspers-Merk sich zusätzlich in ihrer Einstellung bestätigt, denn dies bedeute, dass nationale Regelungen europarechtskonform seien, wenn diese in sich stimmig gestaltet werden, so die Lotto-Geschäftsführerin.

Effiziente Durchsetzung gesetzlicher Regeln

Nun sei es besonders wichtig, die Pläne für die Zukunft eingehend zu verfolgen und geschaffene Regeln und Regulierungen effizient durchzusetzen, so die Meinung von Caspers-Merk. Damit soll in erster Linie der Wildwuchs in Deutschland eingedämmt oder gar beseitigt werden und das große Ziel hierbei ist es, den Verbraucher-, Spieler- und vor allem Jugendschutz gewährleisten zu können.

Caspers-Merk machte am Ende erneut deutlich, dass nicht der Glücksspieländerungsstaatsvertrag schuld daran sei, dass der Wildwuchs in Deutschland weiterhin bestehe, sondern die schleppende Umsetzung der darin festgelegten Ziele. Es gehe jetzt nicht mehr darum geschlossene Regelungen zu kritisieren, sondern diese erfolgreich umzusetzen, um damit langfristig ein effektives Ergebnis erzielen zu können, so die Lotto Geschäftsführerin in Berlin.

Gemeinschaftlicher Verbraucherschutz innerhalb der EU

Gemeinschaftlicher Verbraucherschutz innerhalb der EU

Um einen einheitlichen Verbraucherschutz gewährleisten zu können, stellt die EU-Kommission Möglichkeiten vor, die vor allem den Jugendschutz behandelten. Durch diesen solle es minderjährigen Personen nicht ermöglicht werden, an den Glücksspielangeboten teilzunehmen, die erst ab einem Alter von 18 Jahren zulässig sind. Die Sicherheit des Glücksspielumfelds steht für die Verbraucher an erster Stelle, um diese langfristig entsprechend schützen zu können.

Passend zu dieser Thematik gibt es bereits ein CEN Workshop Agreement, welches den Titel "Maßnahmen zum verantwortungsvollen Umgang mit im Fernabsatz angebotenen Glücksspielen und Wetten" trägt. Dieser Einigung konnten die Mitglieder der EGBA sich im Vorfeld bereits freiwillig unterwerfen, was von vielen Mitgliedern auch getan wurde. Mit der Zustimmung zu dem Agreement haben die Mitglieder sich bereit erklärt, sich regelmäßig einer freiwilligen überprüfung zu unterziehen.

Neben den praktischen Maßnahmen, die von Seiten der EU-Kommission in der Empfehlung angeboten werden, wird ein attraktives, reguliertes Angebot von Online Glücksspiel als besonders wichtig erachtet. Nur unter der Voraussetzung, dass das regulierte Angebot für die Spieler attraktiv ist, könnte gewährleistet werden, dass die Spieler nicht auf andere, unsichere und vielleicht sogar illegale Angebote ausweichen. Eine einheitliche Regulierung sei daher von Vorteil, um langfristig auch einen einheitlichen Verbraucherschutz gewährleisten zu können, so die Experten.