Warhol Versteigerung: Kunstwerke sollen Spielbank finanzieren

Warhol Versteigerung: Kunstwerke sollen Spielbank finanzieren

Befürwortet wurde der Verkauf der Warhol Werke bereits durch die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), die aufgrund dessen in einen Sturm der Entrüstung geriet. Verantwortlich für den Verkauf ist die Westspiel-Gruppe, die die Eigentümerin der Kunstwerke ist und sich wenig für den kulturellen Wert der Werke interessiert, sondern vielmehr für den finanziellen Erlös, der daraus entstehen könnte, da die Westspiel Gruppe derzeit mit den eigenen Finanzen ein wenig in der Bredouille zu sein scheint. Die Westspiel Gruppe ist eine Tochtergesellschaft der landeseigenen NRW-Bank und betreibt acht Spielbanken in dem Bundesland Nordrhein-Westphalen.

Der geplante Verkauf der Warhol Bilder sorgte direkt für viele Diskussionen. Auf der Seite der Museumsdirektoren gab es einen Aufschrei, da diese die Meinung vertreten, dass Kunst aus dem Staatsbesitz gepflegt nicht jedoch verkauft werden dürfte. Auch die Kulturstaatsministerin Monika Grütters stimmte dieser Meinung zu und somit sprach diese sich eindeutig gegen der Verkauf der Kunstwerke aus.

Auf der anderen Seite sprachen sich wirtschaftsliberales Freigeister für den Verkauf der Warhol Kunstwerke aus, denn in diesem Fall würden die Kunstwerke ja zum Wohle der Gemeinschaft den Besitzer wechseln. Die Diskussionen werden wohl weiterhin anhalten, bis die Bilder dann tatsächlich im November bei einer Versteigerung des Auktionshauses Christie?s verkauft werden sollen. Hier wird es sicher erneute Aufschreie geben. Die Bilder kosteten einst rund 400.000 D-Mark und sollen laut Westspiel einen erhofften Erlös in Höhe von 120 Millionen Euro bringen.

Rettet Kunst die Spielbanken?

Unabhängig von den Diskussionen rund um die Kunstwerke ist immer noch fraglich, ob der Erlös aus dem Kunstwerkverkauf tatsächlich etwas an der Situation der Westspiel Gruppe ändern können wird. Es ist zwar zu erwarten, dass der Betrag erst einmal dafür sorgen wird, dass das Unternehmen sich über Wasser halten kann, ob dies jedoch langfristige Erfolge mit sich bringen wird bleibt fraglich. Die Landesregierungen erhoffen sich in Zukunft wieder mit den Erlösen aus den Spielbankgeschäften finanzieren zu können, ob diese jedoch tatsächlich den erhofften Erlös für die Landesregierungen mit sich bringen werden bleibt derzeit weiterhin fraglich.

Die Spielbanken in Deutschland haben weiterhin einen schweren Stand. Das klassische Glücksspiel in den Spielbanken verliert weiterhin an Beliebtheit und die Zocker satteln um, auf Online Casinos und mobiles Glücksspiel, da diese Varianten den Usern vor allem Flexibilität und Anonymität bieten.