Kampf gegen illegales Glücksspiel in Zürich

Kampf gegen illegales Glücksspiel in Zürich

Hierzu wurden mehrere Aktionen durchgeführt, bei denen illegal aufgestellte Spielautomaten, Computer und Bargeld sichergestellt wurden. Die Kontrollen wurden in verschiedenen Gebieten in Zürich durchgeführt und waren zum großen Teil für die Polizisten von Erfolg gekrönt.

Bei den Kontrollen werden verschiedene Etablissements von den Polizisten aufgesucht. Hierbei wird überprüft, ob die Betreiber der Spielhallen über Lizenzen für die entsprechenden Spielautomaten verfügen. Sobald dies nicht der Fall ist, werden die Spielgeräte direkt vor Ort beschlagnahmt.

Bei der überprüfung eines Lokals vor wenigen Wochen konnte die Stadtpolizei Zürich zwei Geräte beschlagnahmen. Nach etwa zwei Wochen wurde in dem gleichen Etablissement erneut eine Kontrolle durch die Polizei durchgeführt, bei der erneut zwei neu aufgestellte Spielgeräte beschlagnahmt wurden, da diese illegal aufgestellt wurden. Der Betreiber des Lokals muss nun mit einem gerichtlichen Verfahren rechnen.

In einem anderen Etablissement hatte der Betreiber illegal Wetterminals aufgestellt. Hier konnten die Kunden illegal Wetten abschließen und an den Geräten Bargeld gewinnen. Der 44-jährige Betreiber stellte das Angebot bereits seit vielen Jahren zur Verfügung, sodass er mit dem illegalen Glücksspiel einige zehntausend Franken verdienen konnte. Bei einer Kontrolle durch die Polizei wurden einige der illegal aufgestellten Computer für die Sportwetten und ein hoher Betrag an Bargeld von Seiten der Beamten sichergestellt.

Auch illegal aufgestellten Glücksspielautomaten in einem Internetcaf? konnten im Zuge der Kontrollen durch die Polizei beschlagnahmt werden. Die jeweiligen Betreiber wurden von Seiten der Beamten bei der Spielbankenkommission und beim Statthalteramt angezeigt.

Ein ehemaliger Spielsüchtiger vor Gericht

Ein ehemaliger Spielsüchtiger vor Gericht

In erster Linie werden die Gesetze diskutiert, die in Bezug auf das kleine Glücksspiel offensichtlich umgangen und nicht kontrolliert werden, so lautet unter Anderem der Vorwurf der Anwältin Julia Eckhart vor Gericht. Angeklagt wurde von Seiten des Spielers und seiner Anwältin ein Automaten-Konzern. Derzeit wird geprüft, ob das Land dem Verfahren nun beitreten wird.

Der Vorwurf von Seiten der Anwältin ist eindeutig: Einsatz- und Gewinnbeschränkungen seien umgangen worden. Diese würden laut Eckhart vorab nicht eindeutig geprüft und auch zwischendurch nicht kontrolliert werden. Die einzige Kontrolle sei die durch einen Beauftragten der Automaten-Firma, weitere Prüfungen gäbe es nicht. Aufgrund dieses Vorwurfs soll nun auch das Land zu dem Verfahren hinzugezogen werden. Derzeit wird die Notwenigkeit dieses Schrittes geprüft.

Weitere Vorwürfe von Seiten des Klägers und seiner Anwältin sind die, dass es zwar Regelungen gebe, wie zum Beispiel der vorgesehene, maximale Einsatz und Gewinn, diese jedoch leicht umgangen werden könnten. Da hier keine überprüfung stattfinden würde, hätten die Betreiber freie Hand und um das Wohl der Spieler, würde man sich nicht sorgen, denn die können die Regelungen gleichzeitig leicht umgehen und so einfacher der Sucht verfallen. ähnlich sei es auch dem Kläger ergangen, für den die Anwältin nun eine Schadenswiedergutmachung in Höhe von 350.000 einfordern möchte.

Das Land soll zu dem Verfahren hinzugezogen werden und derzeit sieht es danach aus, als würde sich das Land tatsächlich auch anschließen. Der Anschluss würde nicht zuletzt als Vorsichtsmaßnahme wegen möglicher Folgeverfahren Sinn machen. Es soll im Interesse des Landes gehandelt werden, daher ist nicht klar, auf welche Seite das Land sich begeben wird, auf die des Klägers oder des Angeklagten.

Die KPö fordert in Verbindung mit diesem Verfahren, dass das Land in Bezug auf die Glücksspielindustrie im Bereich des kleinen Glücksspiels endlich einschreitet, um so auch das eigene Versäumnis wieder gut zu machen. Es müsse für die Einhaltung der Gesetze gesorgt werden, so ein Sprecher der KPö.