Kann ein Verbot wirklich schützen, oder wird online weiter gezockt?

Kann ein Verbot wirklich schützen, oder wird online weiter gezockt?

Das kleine Glücksspiel führte bereits in vielen Fällen zur Spielsucht, ist jedoch nun tatsächlich davon auszugehen, dass ein generelles Verbot den Spielern tatsächlich Schutz bieten wird? Die Finanzpolizei ermittelt nun in diesem Bereich und überprüft, ob das Verbot des kleinen Glücksspiels in Wien von den Betreibern wirklich eingehalten wird.

Die ersten überprüfungen der Etablissements durch die Finanzpolizei ergaben ein erstaunliches Ergebnis. Der Chef der Wiener Finanzpolizei verkündet als erste Bilanz, dass die Betreiber die Neuregelung zu befolgen scheinen. Er hoffe nach eigenen Angaben, dass dies weiterhin eingehalten wird, denn wenn nicht kann es für die Zuwiderhandlung durch die Betreiber und Besitzer zu Strafen in Höhe von bis zu 60.000 Euro kommen. Von einigen Betreibern wurden bereits im Vorfeld Klagen angekündigt und auch Weigerungen in Bezug auf den Abbau der Automaten. Was sich in Wien in Zukunft in Bezug darauf tun wird, bleibt wahrscheinlich vorerst noch einmal abzuwarten.

Mehr Kontrolle im Internet gefordert

Die Spieler sind natürlich in erster Linie, neben den Betreibern, von dem Verbot des kleinen Glücksspiels in Wien betroffen. Experten gehen davon aus, dass diese jedoch Möglichkeiten finden werden, dem kleinen Glücksspiel weiterhin nachzugehen. Eine einfache Möglichkeit bietet für die Spieler das Internet. Hier werden zahlreiche Angebote präsentiert und das obwohl das Glücksspiel im Internet größtenteils illegal ist.

Das Online-Gaming wird jedoch bisher von den Behörden sehr wenig kontrolliert, sodass die Kunden sich außerdem aufgrund der Anonymität im Internet sehr sicher fühlen. Suchtexperten sind der Meinung, dass eine stärkere Kontrolle des Internet Glücksspiels dringend notwendig ist.