Spielhallenbekämpfung: erfolgreiche Razzien in Berlin

Spielhallenbekämpfung: erfolgreiche Razzien in Berlin

Berlin, die Hauptstadt Deutschlands, gilt als die Stadt mit dem strengsten Spielhallengesetz des ganzen Landes. Andere Regionen sind aktuell dabei, vor Ort Spielhallengesetze anzupassen und die Regelungen zu verschärfen.

In Berlin herrschen schon seit geraumer Zeit sehr strenge Regulierungen für Spielhallenbetreiber und Wettbüros vor. Doch nicht nur die Regelungen und Regulierungen sind streng, auch werden regelmäßig unangekündigte Kontrollen von Seiten der Behörden durchgeführt. Zuletzt war es wieder einmal Ende Februar so weit.

Wo wurden die Kontrollen durchgeführt?

  • Überprüfungen in 18 Gaststätten
  • Kontrollen in drei Café-Casinos
  • insgesamt wurden 42 Personen angetroffen und kontrolliert

Die Razzien in den Etablissements wurden von Beamten des Landeskriminalamtes einen ganzen Tag lang durchgeführt. Unterstützung bekamen die Beamten durch das Finanzamt, das Hauptzollamt, der Steuerfahndung und der Senatsverwaltung. Für die Behörden war die vergangene Kontrolle durchaus erfolgreich.

Folgende Verstöße konnten festgestellt werden:

  • 33 Straftaten aufgrund von illegalem Glücksspiel
  • 39 spielrechtliche Ordnungswidrigkeiten
  • Beschlagnahmung von insgesamt 13 Geldspielgeräten mit Inhalt
  • unmittelbare Schließung von zwei Wettbüros

Die unangekündigten Kontrollen dienen dazu, zu überprüfen, ob die Gesetzgebung von Seiten der Betreiber eingehalten wird. Einige Verstöße werden mit hohen Strafen geahndet. Andere Verstöße bedeuten, wie dieses Mal in zwei Fällen, dass die Betriebe unmittelbar geschlossen werden müssen. Die Kontrollen werden von Seiten der Behörden als besonders wichtig angesehen. Die Gesetzgebung allein, egal wie streng diese ist, würde nicht ausreichen, um ausschließlich legale Glücksspielangebote in der Stadt vorzufinden.

Leider sind es vor allem die Strafen und Folgen solcher Razzien, die langfristig dazu führen können, dass von Seiten der Betreiber Regulierungen eingehalten werden. Die vergangenen Überprüfungen zeigen auf, dass noch immer zahlreiche illegale Angebote in den Etablissements angeboten werden. Auch in Zukunft soll es weiterhin unangekündigte Kontrolle geben, um das illegale Glücksspiel auf diesem Weg zu bekämpfen.

Verflogener Glanz der Spielbank in Trier

Verflogener Glanz der Spielbank in Trier

Die goldenen Zeiten der Spielbanken in Deutschland sind nun schon seit langer Zeit vorbei. Die Spielbanken mussten sich in den vergangenen Jahren mit strengeren Gesetzgebungen und großer Konkurrenz auseinandersetzen. Dies ist auch an der Spielbank Trier inmitten des Mosetals nicht vorbeigegangen. Während die Spielbank sich in einem glamourösen Hotel befindet, ist hier jedoch nicht mehr viel von Glamour zu spüren. Das Casino musste unter der schweren Situation für die Spielbanken bereits sehr leiden. Nun ist nicht klar, wie es in Zukunft für die Spielbank weitergehen wird.

Die Spielbank Trier betreibt seit 1983 Glücksspiel vor Ort. Während viele Spielbanken es heute in Bezug auf die Garderobe bereits lockerer sehen, gibt es in der Spielbank Trier einen Dresscode: leger aber dennoch schick. Vor allem in den Bereichen des klassischen Glücksspiels, ist ein gepflegtes Äußeres inklusive ansprechender Kleidung Pflicht. In dem Automatenbereich hingegen wird es etwas lockerer gesehen. Die Zielgruppe der Spielbank hat sich im Laufe der Jahre gewandelt. Während früher vorrangig gut betuchte Bürger in schicker Abendgarderobe vor Ort zu Gast waren, ist das Publikum heute jünger und weniger risikofreudig.

Glücksspiel gibt es überall

Das Hauptproblem, mit welchem sich die Spielbanken konfrontiert sehen, ist die Konkurrenz. An jeder Eckt sind Glücksspielangebote zu finden – in Form von Sportwettangeboten, Spielautomaten und Lotto. Doch nicht nur landbasiert gibt es Glücksspielangebote wohin das Auge reicht. Die größte Konkurrenz für die Spielbanken, so auch für die Spielbank Trier, ist das Angebot im Internet. Online Casinos und Online Sportwetten sind zwar in Deutschland bisher nicht legal, allerdings berufen sich die Anbieter auf Lizenzen aus dem Ausland.

Die Spieler sehen kaum noch die Notwendigkeit, sich in Abendgarderobe zu schmeißen und teilweise einen langen Weg auf sich zu nehmen, um die Spielbank zu besuchen. Online Glücksspiel ist für die Spieler bequem, flexibel nutzbar und vor allem anonym. Damit hat das virtuelle Gaming einige Vorteile gegenüber dem landbasierten Glücksspiel.

Wie sieht die Zukunft für Trier aus?

Bisher ist die Zukunft für die Spielbank noch ungewiss. Dennoch hofft man, dass der Glücksspielstaatsvertrag der Spielbank Glück bringen wird. Fest steht, dass die Anzahl der Spielautomaten mit der Gesetzgebung erheblich reduziert werden soll. Mit der Reduktion der Spielcasinos erhofft man sich, wieder mehr Besucher in die traditionelle Spielbank locken zu können.

Auch wenn diese Idee logisch klingt, so wurde hierbei die Konkurrenz aus dem Internet nicht berücksichtigt. In diese Richtung sind bisher noch keine Regelungen geplant. Doch auch hier sei es laut Experten wichtig, eine Regulierung einzuführen, die dem Staat die Kontrolle dieser Glücksspielbranche ermöglichen würde. Der Spielerschutz sollte auch im Hinblick auf das Online Glücksspiel die wichtigste Rolle spielen.

Quelle:

Spielhallen im Fokus der Behörden

Spielhallen im Fokus der Behörden

– Polizeidienststellen

– Finanzverwaltung

Angekündigt wurden die bevorstehenden Kontrollen durch den Deutschen Automaten-Verband (DAV). Die Razzien sollen landesweit in Nordrhein-Westphalen durchgeführt werden. Generell sind Kontrollen von Spielhallen keine ungewöhnliche Aktion von Seiten der Behörden. In bestimmten Bundesländern werden entsprechende Razzien immer wieder unangekündigt durchgeführt. Hierbei soll meist überprüft werden, ob das Angebot entsprechender Betreiber rechtmäßig ist, ob illegale Glücksspielangebote getätigt werden und ob sowohl Spieler- als auch Jugendschutz von Seiten des Betreibers gewährleistet werden.

Hintergrund für unangekündigte Razzien in NRW

– Überprüfung der Spielhallen im Hinblick auf ordnungsgemäße Führung

– Zuverlässigkeit der Antragssteller

– Überprüfung nach Einhaltung der rechtlichen Hintergründe

– Kontrollen der Einhaltung des Jugendschutzes

Einige dieser Gründe spielen in aktuellen, gerichtlichen Erlaubnisverfahren eine wichtige Rolle. Vor diesem Hintergrund erlangen die landesweiten Kontrollen in NRW eine noch größere Bedeutung.

Wird Jugendschutz in Spielhallen ausreichend berücksichtigt?

Der DAV warnt außerdem davor, dass die Fragen des Jugendschutzes für die Betreiber in diesen Tagen vorrangig behandelt werden sollten. Es wurde angekündigt, dass bei den Kontrollen der Behörden auch Jugendliche in die zu testenden Spielhallen eingeschleust werden sollen. Hierbei geht es den Behörden vor allem und die richtige Reaktion der Spielhallenbetreiber, die sich bewusst sein müssen, dass der Jugendschutz eine wichtige Größe im Zusammenhang mit Glücksspiel ist und dass es erst Spielern ab einem Alter von 18 Jahren erlaubt ist, in entsprechenden Etablissements zu spielen.

Betreiber von Spielhallen sind dementsprechend in der Pflicht, die Besucher zu kontrollieren, um auf diesem Weg den Jugendschutz gewährleisten zu können. Wenn minderjährigen Spieler ertappt werden, so ist es die Aufgabe des Spielhallenpersonals, die jugendlichen Zocker auf das Verbot hinzuweisen und kein Spiel zu ermöglichen.

Druck gegen illegale Glücksspielanbieter verstärkt

Druck gegen illegale Glücksspielanbieter verstärkt

Trotzdem gestaltet sich der Kampf gegen das illegale Glücksspiel in Vorarlberg schwierig. Die Finanzpolizei gibt an, dass die Ermittlungen nicht leicht seien und es so schwer fallen würde, auf die Betreiber von illegalen Glücksspielen Druck auszuüben.

Zahl der Ermittlungen gegen illegales Glücksspiel ist rasant angestiegen:

– im Jahr 2016 bereits 40 Razzien bei Glücksspielanbietern

– bei 70 kontrollierten Geräten musste die Polizei in diesem Jahr 55 Automaten beschlagnahmen

– aktuell sind 25 Verfahren anhängig

– Schätzungen zu Folge wird an 10 Standorten mit etwa 60 Automaten illegales Glücksspiel betrieben

Die Betreiber des illegalen Glücksspiels sind natürlich nicht auf den Kopf gefallen und so verstecken diese ihre Machenschaften hinter komplizierten Firmenkonstruktionen. Diese Handhabung von Seiten der Betreiber macht es den Ermittlern schwer hier entsprechende Ermittlungen anzustellen. Auch wird von Seiten der Betreiber viel mit Anwälten zusammengearbeitet. Dies führt dazu, dass die Betreiber entsprechende Gegenstrategien entwickeln, um die Ermittlungen der Polizei zu stören oder zu verhindern.

Razzia in Lustenau führt zu Korruptionsermittlungen

Razzia in Lustenau führt zu Korruptionsermittlungen

Die Beamten, die die Razzia durchführten, waren sich nicht bewusst, dass ihr Handeln vor Ort von den Überwachungskameras in und vor dem Geschäft aufgezeichnet wurde. Das Verhalten der Beamten hat nun zur Folge, dass das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung eingeschaltet wurde und auch die Landespolizeidirektion hat bereits deutlich gemacht, dass das Verhalten der Beamten bei dieser Kontrolle nicht vertretbar sei.

Was war passiert?

– ein Beamter nahm einen Apfel aus einer in einem Büro aufgestellten Kiste und aß diesen

– ein weiterer Beamter bediente sich an einem Kühlschrank und nahm sich einen Saft

– einer der Beteiligten winkte noch freundlich in Richtung der Kamera

– Beamten zapften aus der Schankanlage ein frisches Bier und dokumentierten dies mit einem Foto

– nichts wurde von Seiten der Beamten bezahlt

Beschwerde wurde bereits von Seiten des Ladenbesitzers eingereicht, der nicht erfreut darüber war, dass die Beamten sich ohne zu Fragen an Kost und Getränken bedienten und ihren Konsum vor Ort nicht bezahlten. Auch die Landespolizeidirektion, die die Überwachungsaufnahmen bereits gesichtet hat, zeigte sich wenig erfreut über das Verhalten der Kollegen.

Die Landespolizei macht zudem deutlich, dass man bei der Behörde verärgert darüber sei, dass die Kollegen sich entsprechend benahmen und damit ein schlechtes Licht auf Polizeiarbeit warfen. Von Seiten des Bundesamtes für Korruptionsbekämpfung in Wien wurden bereits die strafrechtlichen Ermittlungen gegen die beteiligten Beamten aufgenommen.