Kampf gegen illegales Glücksspiel und Korruption in China

Kampf gegen illegales Glücksspiel und Korruption in China

Diese Einbrüche in Macau sind dem Plan der Politiker zuzuschreiben, die vermehrt gegen Korruption und illegales Glücksspiel in China vorgehen. Mit der Hinrichtung des bekannten Milliardärs Liu Wei, der als Tycoon Kopf einer Bande bekannt war, die mit illegalen Casinos und Waffenschmuggel ihr Geld verdienten, setzte die Regierung nun erneut ein eindeutiges Zeichen.

In China gibt es kriminelle Banden, die als Tiraden bekannt sind, die gerade in Bezug auf das illegale Glücksspiel oftmals ihre Hände im Spiel haben. So sorgten eben diese Banden unter Anderem dafür, dass die VIP-Spieler in Macau eingeflogen wurden und vor Ort für hohe Umsatzzahlen sorgten.

Durch eine Kampagne der Politiker sollte damit jedoch Schluss sein und tatsächlich war in Macau bereits eine Veränderung zu bemerken, denn die VIP-Spieler machten in den vergangenen Monaten einen großen Bogen um das Glücksspielparadies Macau. Die Hinrichtung des reichsten Menschen Chinas, Liu Wei, sorgte nun weltweit für Aufsehen. Sein Vermögen in Höhe von etwa 5,66 Milliarden Euro, soll der Tycoon sich mit Energiekonzernen, Immobilien und Rohstoffen erwirtschaftet haben.

Drastische Maßnahmen im Kampf gegen das illegale Glücksspiel

Der Milliardär Liu Wie soll neben den Standardgeschäften als Bandenchef auch seine Finger beim illegalen Glücksspiel im Spiel gehabt haben. Die Bande habe das meiste Geld mit illegalem Glücksspiel und Waffenhandel verdient. In China wurde mit der Hinrichtung des Bandenchefs nun ein eindeutiges Zeichen gesetzt. Die Politiker warnen davor, weiterhin Geschäfte im Bereich des illegalen Glücksspiels zu betreiben. Auch ausländische Anbieter sollen zukünftig verfolgt werden, auch wenn hier die Maßnahmen von Seiten der Regierung weniger drastisch ausfallen sollen.

Das Ende der Erfolgsgeschichte in Macau

Das Ende der Erfolgsgeschichte in Macau

Macau hängte in den vergangenen Jahren sogar das Glücksspielmekka Las Vegas ab, welches bis dahin als absoluter Vorreiter in Sachen Glücksspiel bekannt war. Die letzten Bilanzen aus Macau zeigten jedoch eine ganz andere Tendenz. Die Umsätze fielen ab und nun herrscht Unsicherheit bei den Betreibern in Macau vor.

Zu Beginn des Jahres 2014 sahen die Zahlen erst anfangs noch sehr gut aus, doch seit dem Monat März brachen die Zahlen immer weiter ein, bis hin zum Dezember, wo ein besonders hoher Einbruch der Zahlen in Macau zu verkraften war. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich daher der Jahresumsatz um 2,6 Prozent. Seit dem Jahr 2005 war bisher in Macau noch kein Umsatzrückgang vermerkt worden. Doch nicht nur die Umsatzzahlen in Macau mussten Einbrüche hinnehmen, auch die Aktienkurse litten in den vergangenen Monaten unter den Veränderungen in Macau.

Gründe für die roten Zahlen

Ein Hauptgrund für den Rückgang der Zahlen wird in der politischen Situation in Macau gesehen und dem damit verbundenen Ausbleiben der VIP-Spieler in den Casinos. Der Präsident Xi Jinping hatte bereits zu Beginn seiner Amtszeit angekündigt, einen Feldzug gegen die Korruption im Land einzuleiten.

Genau dieser Plan wurde bereits teilweise in die Tat umgesetzt, man konzentrierte sich zunehmend auf Macau und dies wiederum hielt die VIP-Spieler vor Ort vom Spielen ab. Andere Glücksspielmetropolen wie Las Vegas zum Beispiel nutzten die Gunst der Stunde den teuren Spielern eine Reise in die USA schmackhaft zu machen und hier vermehrt auf die VIP-Angebote zu setzen.

(Bildquelle: spiegel.de)

Weitreichende Folgen der chinesischen Korruptionskampagne

Weitreichende Folgen der chinesischen Korruptionskampagne

Zu Beginn konnte Las Vegas in den USA davon profitieren, denn die reichen Chinesen nutzten die speziellen Angebote der Casinos in Las Vegas und spielten vor Ort. Nun allerdings ist auch in Las Vegas ein Umsatzrückgang deutlich spürbar. Die Einnahmen sind im Monat Oktober um 36 Prozent gefallen. Der Umsatzrückgang komme vor allem durch den Rückgang der Spieler beim Baccarat zu Stande. An dieser Stelle wird auch deutlich, was der Umsatzrückgang in Las Vegas mit der Korruptionskampagne in Macau zu tun hat.

Weltweites VIP-Problem

Die High Roller aus China haben bereits im Juni dieses Jahres angefangen sich zurückzuziehen aus Macau, wodurch die Umsätze vor Ort stark gefallen sind. Experten gehen nun davon aus, dass sich dieses Verhalten der chinesischen High End Spieler auf Las Vegas übertragen hat. Darauf deutet die Tatsache, dass das Glücksspiel Baccarat am stärksten für den Rückgang der Einnahmen in Las Vegas verantwortlich ist.

Baccarat zählt in China und vor allem in Macau zu den beliebtesten Spielen im Casino. Doch nicht nur Macau und Las Vegas sind betroffen, auch in Singapur ist ein deutlicher Rückgang der Umsätze zu spüren.

Durch die Korruptionskampagne sind die VIP-Spieler in den vergangenen Monaten weniger geworden. Weniger VIP-Spieler bedeuten automatisch weniger Einnahmen, da beim Hocheinsatzspiel weniger Umsatz generiert wird. Hier fallen die Zahlen bereits ab, wenn nur einige wenige VIP-Spieler sich vom Markt zurückziehen, denn damit fallen auch merkliche Einsätze weg.

Der Rückgang bei den Einnahmen im Baccarat wirkt sich negativ auf die Gesamtumsätze der Casinos in Las Vegas aus, denn auch hier gilt der Baccarat-Bereich als wichtige Einnahmequelle. Seit Oktober fallen die Umsätze und der Trend geht weiterhin in diese Richtung.

Kampf gegen Korruption in Macau

Kampf gegen Korruption in Macau

Der Kampf gegen die Korruption in Macau bringt sogleich Folgen für die Casinos mit sich, denn die reichen Chinesen, von denen viele Casinos besonders zehrten, meiden seit kurzem die Zockertempel der Glücksspielmetropole.

Weniger VIP-Spieler führen zu Umsatzrückgang

In Macau macht sich anhand der Einnahmen die große Veränderung bereits bemerkbar, zum Nachteil für die Casinos vor Ort. Besonders die VIP-Räume der Casinos in Macau waren immer gut besucht und viele chinesische Highroller versuchten vor Ort ihr Glück. Seitdem die Regierung beschlossen hat, stärker gegen die Korruption vorzugehen, bleiben die VIP Räume leer und die Umsätze der Zockermetropole sind bereits deutlich zurückgegangen. Die Einnahmen der Glücksspielstätten sind im Vergleich zum Vorjahr in den vergangenen Monaten bereits um 3,6 Prozent gesunken. Doch nicht nur in Macau halten die gut betuchten Chinesen sich zurück, auch in Hongkong ist bereits ein Rückgang bei den Umsätzen in Luxusboutiquen zu merken.

Die neue Situation ist nach Angaben von Experten eindeutig auf das Vorgehen gegen Korruption zurückzuführen. Geldwäsche soll in Macau und China nicht mehr so einfach möglich werden, was deutlich an Umsätzen in Macau und auch in den Luxusboutiquen zu merken ist. Der Präsident Xi Jinping hatte erst vor wenigen Wochen angekündigt, den Kampf gegen die Korruption noch zu verschärfen, der mit Hilfe einer Anti-Korruptions-Kampagne bereits im Jahr 2012 begann.

Mit dem stärker werdenden Kampf gegen die Korruption müssen nun auch die Casinos in Macau einen neuen Weg finden, um weiterhin hohe Einnahmen zu generieren. Der Weg der noch übrig bleibt ist die Konzentration der Casinos auf die breite Masse. Hier sollte für die Zukunft nicht mehr so viel Wert auf die VIP-Räume und Tische gelegt werden, sondern vielmehr ein Angebot präsentiert werden, welches die breite Masse nach Macau lockt.

Werden die aktuellen WM-Spiele manipuliert?

Werden die aktuellen WM-Spiele manipuliert?

Gleichzeitig jedoch bieten Großereignisse wie die WM 2014 auch Anlass zur Sorge, denn immer wieder werden Wettskandale bekannt, vor denen auch in diesem Jahr, passend zu dem Fußballereignis, gewarnt wird. Manipulationen von WM-Spielen scheinen keine Seltenheit zu sein, denn durch die Mafia werden pro Jahr rund 100 Millionen Euro mit Wetten umgesetzt. Experten sehen hier eine große Gefahr für die Anbieter als auch für die Spieler und letztendlich auch für die Glaubwürdigkeit des beliebten Sports.

Geldwäsche gilt als akutes Problem im Bereich des Glücksspiels. Experten sehen die Glaubwürdigkeit vom WM-Spielen in Gefahr, denn gerade solche Großereignisse werden von der Mafia gerne genutzt, um Geld zu waschen. Die organisierte Kriminalität sorgt dafür, dass der Sport in gewisser Weise angezweifelt wir. Es wird vor möglichen Spielmanipulationen bei aktuellen WM-Spielen in Brasilien gewarnt. Gerade in der Vorrunde sei die Gefahr laut Experten besonders präsent. Nach Angaben des Internationalen Zentrums für Sportsicherheit ICSS aus Katar seien laut entsprechenden Untersuchungen etwa 80 Prozent der weltweiten Sportwetten illegal. Wettmanipulationen würden vor allem im Bereich der Sportwetten beim Fußball und beim Kricket, ebenso wie beim Tennis, Basketball und beim Motorsport vorkommen.

Wettmanipulationen häufen sich, dies zeigen aktuelle Untersuchungen. Im letzten Jahr wurden 350 Manipulationen aufgedeckt und weit mehr Betrügereien, die während der überwachung von Spielen in verschiedenen Sportarten festgestellt werden konnten. Die Tendenz der Manipulation sei leider steigend, wodurch die Glaubwürdigkeit der einzelnen Sportarten in Gefahr gerate, so die Experten. Die Studie die zu dieser Thematik durchgeführt wurde, wird allerdings von unterschiedlichen Fachmännern angezweifelt. Illegale Sportwettangebote seien nicht zu verwechseln mit tatsächlicher Manipulation.

Zudem wurden in der Studie nicht die tatsächlichen Korruptionsfälle behandelt, sondern die gemeldeten, von denen sich einige mit Sicherheit im Nachhinein auch als falsch herausgestellt haben. Wettmanipulationen sehen alle Experten als Gefahr an, jedoch gelte es hier auch abzuwägen, inwieweit tatsächlich so viele Manipulationen möglich gemacht werden, wenn doch gleichzeitig auch eine gute überwachung der entsprechenden Veranstaltungen, wie auch der Spiele der WM 2014 durch geschulte Fachleute, erfolgt.