Die Sportwette in der Kritik

Die Sportwette in der Kritik

Glücksspieletablissements und Wettstuben sind mit Vorurteilen belastet, sorgen in deutschen Städten für eine Herabwürdigung der Region und sind von vielen Menschen dieser Kultur nicht anerkannt. Dabei haben die meisten Menschen in der eigenen Historie mit Sicherheit schon einmal eine Wette gesetzt, nicht zwingend beim Sport und nicht zwingend gegen Geld, aber die Geschichte zeigt, dass das Wetten in gewisser Weise zur Natur des Menschen gehört.

Schon als Kind wird mit einem Schulfreund gewettet, wer als erster bis zur nächsten Ecke gelaufen ist, Menschen wetten mit sich selbst, ob sie ihr persönliches, nächstes Ziel erreichen und auch im Fernsehen in Deutschland gab es mit der Show "Wetten dass…" eine Sendung, bei der es darum ging, unvorstellbar zu erreichende Taten zu vollbringen und hier als Zuschauer den eigenen Hang zur Wette zu erkennen. Wetten ist Risiko und Wetten ist auch eine Chance auf einen großen Gewinn, kein Wunder also, dass in anderen Kulturen und Ländern das Wetten selber längst anerkannt ist.

Natürlich kann man der Wette selber nicht nur positives abgewinnen, denn die Wette ist ein Glücksspiel und birgt auch Gefahren. Wer gewinnt könnte dazu verleitet werden, immer weiter zu wetten, wer verliert könnte versuchen, diesen Verlust mit der nächsten Wette auszugleichen.

Doch auch in der Geschichte spielt die Wette eine Rolle, denn würde es die Wette und somit die Herausforderung für die eigene Persönlichkeit nicht geben, so wäre die Geschichte mit viel weniger spannenden Ereignissen gespickt. Das Wetten bedeutet für viele Menschen auch Freiheit, denn es geht darum selbst zu entscheiden, wann und welcher Herausforderung man sich stellen will. Soll hier wirklich einzig und allein der Staat für eine ganze Kultur entscheiden dürfen, ob diese Freiheit der Menschen zulässig ist oder verboten werden sollte?

Der Wiederspruch des Staates

Während man den Fernsehzuschauern mit der Sendung "Wetten dass" die Freiheit gibt, selbst zu wetten, ob Ereignisse eintreffen oder nicht, wird das Wettangebot von Buchmachern in Deutschland überreguliert. In Groß Britannien sind die Wetten anerkannt, auch Sportwetten sind nicht verpönt und Spieler haben die Freiheit, selbst zu entscheiden ob und worauf sie ihre Wette setzen. Auch in Deutschland sollte nach Meinung von Wettfans diese Freiheit eingeräumt werden und den Menschen sollte es freistehen zu entscheiden, wann und wo sie eine persönliche Wette platzieren wollen, ob mit oder ohne Geldeinsatz.

Erfolgreiche Kunstversteigerung sorgt für Kritik

Erfolgreiche Kunstversteigerung sorgt für Kritik

Bei den Kunstverkäufen durch Westspiel handelt es sich um die Werke "Triple Elvis" und "Four Marlons". Der großformatige Siebdruck "Triple Elvis" aus dem Jahr 1963 zeigt den Rockstar Elvis Presley in Cowboypose mit einer Pistole. Für das Werk von Andy Warhol erhielt der Besitzer Westspiel eine Summe in Höhe von 81,925 Millionen US-Dollar.

Das Werk wurde nach Angaben von dem Auktionshaus Christies innerhalb von nur sechs Minuten verkauft. Bei dem anderen Bild von Warhol handelt es sich um ein Bild der Hollywood-Ikone Marlon Brando auf einem Motorrad. Für das Bild wurde bei der Auktion eine Summe in Höhe von 69,605 US-Dollar geboten.

Keine Belastung für den Steuerzahler

In die Kritik geriet die Versteigerung vor allem deshalb, weil es sich bei Westspiel um ein Glücksspielunternehmen und gleichzeitig um ein Tochterunternehmen der NRW-Bank handelt.

Der Casinobetreiber gilt als Landesunternehmen und Politik und Kunst kritisierten vor allem das Vorhaben des Betreibers, mit dem Erlös aus der Auktion das eigene Unternehmen und damit die eigenen Casinos zu sanieren. Von Seiten des Unternehmens wurde der Verkauf der Kunstwerke damit gerechtfertigt, dass mit dem Erlös das Unternehmen saniert werden könnte, ohne dabei dem Steuerzahler zur Last fallen zu müssen.

Abschreibefehler bringt große Unterschiede mit sich

Abschreibefehler bringt große Unterschiede mit sich

Aktuell wird über die Werbung in Bezug auf legale, konzessionierte Glücksspiele diskutiert, die aufgrund eines Abschreibfehlers nicht eindeutig reguliert sein soll.

Es wurde viel Kritik ausgeübt und nun sollen sogar verfassungsrechtliche Bedenken vorherrschen, die weitreichende Folgen für die Werbepraxis mit sich bringen könnten. Der Abschreibefehler soll in Bezug auf den Werbebegriff vorgenommen worden sein, wodurch dieser nun eine lückenhafte Definition haben soll.

In Worten sieht das Abschreibeversehen folgendermaßen aus: "jede äußerung bei der Ausübung eines Handelsgewerbes, Handwerks oder freien Berufs mit dem Ziel, den Absatz von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen zu fördern".

Der Begriff der Werbung innerhalb der Werbe-RL ist allerdings ein anderer, als der in der BGH und der EU-Richtlinie. Der Unterschied liegt darin, dass bei der Werbe-RL von der Ausübung eines "Handels, Gewerbes" etc. ausgegangen wird, wohingegen der BGH und die EU-Richtlinien den Werbebegriff mit der Ausübung eines "Handelsgewerbes" definieren.

Der Definitionsunterschied ist jedoch größer als man zu Beginn annimmt. Bei der Definition nach der Werbe-RL sind jedoch zum Beispiel Kleinunternehmen nicht erfasst, die nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordern.

Offensichtlich bestand der Abschreibefehler bereits vor der Veröffentlichung der Werbe-RL und wurde somit von einem vorherigen Dokument übernommen. Ob dieser Fehler noch einmal abgeändert werden kann und wird, bleibt vorerst noch abzuwarten.

Lizenzvergabe in der Kritik

Lizenzvergabe in der Kritik

Insgesamt können die Unternehmen im Land bis zu 465 Automaten aufstellen. Für die Merkur Entertainment AG jedoch erfolgte diese Lizenzvergabe nicht mit rechten Dingen, so wie es ein Sprecher in einem Interview deutlich macht. Bemängelt wird vor allem der Zeitpunkt, denn die Lizenzen wurden drei Tage vor der Landtagswahl vergeben.

Ursprünglich hatte es geheißen, dass die Lizenzvergabe erst bis zum Sommer erfolgen würde. Nun kamen die überraschende Wendung und die schnelle Vergabe an Novomatic und Amatic. In einem Interview erklärt Albert Kreiner, dass es doch schneller ging als geplant, weil die meisten der Bewerber die Voraussetzungen nicht erfüllten.

Insgesamt seien zehn Bewerbungen eingegangen. Normalerweise war es angedacht, insgesamt drei Lizenzen für das kleine Glücksspiel zu vergeben. Letztlich konnten laut Kreiner nur zwei Lizenzen vergeben werden, da die anderen Bewerber aufgrund von formalen Kriterien ausgeschieden seien.

Kreiner machte deutlich, dass dieser eine so schnelle Entscheidung nicht erwartet hatte. Viele Unternehmen gehen nun davon aus, dass die schnelle Lizenzvergabe auf Druck von Scheuch erfolgte, doch Kreiner dementiert diese Unterstellung und macht deutlich, dass sich keiner eingemischt habe, sondern lediglich acht von zehn Bewerbungen nicht den Kriterien entsprachen und aufgrund dessen abgelehnt werden mussten.

Die Merkur Entertainment AG sieht die ganze Sache laut eigenen Angaben dennoch kritisch. Das Unternehmen hatte selbst eine Bewerbung eingereicht, die aufgrund von unzureichender Bankgarantie abgelehnt wurde.

Die Juristen bei Merkur belächeln dies nur, denn bei den gleichen Bewerbungen in anderen Kantonen, wie zum Beispiel Oberösterreich und Niederösterreich, sei dies nie ein Ablehnungsgrund gewesen, obwohl es die gleiche Bankgarantie gewesen sei. Die Lizenzvergabe soll nun noch einmal geprüft werden, auch wenn davon auszugehen ist, dass an der Vergabe später nicht mehr geändert werden wird.

Bekämpfung der Spielsucht mit halbiertem Steuersatz

Bekämpfung der Spielsucht mit halbiertem Steuersatz

Während Wege zur Bekämpfung der Spielsucht ausgelotet werden, wurde gleichzeitig die Mindeststeuer für Spielautomaten gesenkt. Während also weniger Steuern abgegeben werden müssen, sollen gleichzeitig die Spieler weniger Lust auf das Spielen an den Automaten bekommen? Für den Bürgermeister Fritz Wagner und Kämmerer Martin Kilian kaum vorstellbar.

Bisher betrug die Mindeststeuer für Spielautomaten 120 Euro. Die Reduzierung auf die Hälfte soll nun erfolgen, wodurch Kritiker befürchten, dass das Spielen an Automaten für die Spieler eher noch attraktiver werden könnte, anstelle diese vor dem Spielen zu bewahren. Mit der geringen Gebühr, die die Betreiber nämlich nun für einen Spielautomaten an Steuern entrichten müssen, wachsen für die Betreiber auch die Möglichkeiten, weitere Glücksspielgeräte aufzustellen. Ein umfassenderes Angebot würde laut Experten zur Erhöhten Nachfrage führen. Die Steuersenkung soll nun vorerst für ein Jahr auf Probe durchgeführt werden.

Mit der Satzungsänderung wurden jedoch auch weitere änderungen vorgenommen, die die Spielsuchtbekämpfung weiterhin verstärken sollen. Unter anderem ist es von nun an vorgesehen, dass zehn Prozent des Einspielertrages als Steuer abzuführen, wohingegen vorher ein Pauschalbetrag vorgesehen war. Der Betrag, der von nun an abgeführt werden muss, ist für die Betreiber schwer einzuschätzen, da es davon abhängt wie viele Spiele pro Automat erfolgten und wie viel Geld investiert wurde. Anhand dessen wird dann festgelegt wie hoch der Betrag in Höhe von 10 Prozent ist.