Skandal um Warhol Kunstverkauf geht weiter

Skandal um Warhol Kunstverkauf geht weiter

WestSpiel schreibt seit geraumer Zeit rote Zahlen, eine neue Spielbank in Köln soll den Betreiber aus dem Minus helfen. Der Erlös aus der Versteigerung wurde zur ersten Rettung genutzt. Der Betreiber jedoch sei laut Experten noch immer nicht in den schwarzen Zahlen. Nun wird darüber gemunkelt, ob wohl weitere Kunstwerke der Stadt von Seiten WestSpiels zum Verkauf angeboten werden sollen.

Trotz Wirbel bei der letzten Versteigerung scheinen die Politiker sich nun Sorgen darum zu machen, ob weitere Warhol-Bilder bereits verkauft wurden oder in Zukunft zu Versteigerung angeboten werden sollen. Hierbei geht es um zehn "Marylin"-Siebdrucke, auf denen das Portrait der Schauspielerin Marylin Monroe im Pop-Art-Charakter zu sehen ist. Die Kunstwerke hingen vor Jahren in der Aachener Spielbank, wo sie heute nicht mehr zu finden sind. Ein Sprecher von WestSpiel gab auf Nachfrage hin an, dass die Kunstwerke sich in einem Depot befänden. Aktuell gäbe es keine Verkaufsabsichten.

Spielbankrettung mit Kunstverkauf

Nach dem der letzte Kunstverkauf von WestSpiel dem Unternehmen eine Summe in Höhe von rund 120 Millionen Euro eingebracht hatten, wird der Wert der "Marylin"-Siebdrucke auf einen Wert in Höhe von etwa 850.000 Euro geschätzt. Experten gehen davon aus, dass dies eine Summe ist, mit der der Betreiber durchaus das eine oder andere Loch in den Kassen des Unternehmens stopfen könnte.

Bereits bei der letzten Kunstversteigerung gab es jedoch Klagen und Diskussionen, da das Unternehmen indirekt zum Land Nordrhein-Westphalen gehört und die Kunstgegenstände eigentlich Landeseigentum sind. Ob die "Marylin"-Bilder tatsächlich noch irgendwo gelagert sind oder vielleicht bereits verkauft wurden, ist aktuell nicht eindeutig festzustellen. Wenn WestSpiel Glauben geschenkt wird, dann befinden die Kunstwerke sich in einem Depot und sollen vorerst einmal nicht zum Verkauf angeboten werden.