Privatisierung der WestSpiel-Gruppe

Privatisierung der WestSpiel-Gruppe

Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) hat nun ein Prüfgutachten für den Verkauf der landeseigenen Westspiel-Gruppe in Auftrag gegeben. Aktuell sind 870 Mitarbeiter bei der Westspiel-Gruppe beschäftigt. Der Spielhallenbetreiber Gauselmann hat bereits Interesse an dem Kauf bekundet.

Vorerst einmal bleiben die rechtlichen und finanziellen Bewertungen abzuwarten, bis man sich für eine Zukunftsvariante für WestSpiel entscheiden wird, so die Landesregierung. Bisher war eine Privatisierung der Spielbanken nie im Gespräch, denn in der Vergangenheit wurde immer deutlich gemacht, dass die Spielbanken weiterhin in staatlicher Hand bleiben sollten, um so den Spielerschutz gewährleisten zu können. Dementsprechend sorgen die eventuellen Verkaufspläne heute bereits für Aufsehen. Ob die Spieler auch bei einer Privatisierung vor der Spielsucht geschützt werden können und die Lenkung des Spieltriebs der Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen möglich ist, dies ist fraglich. Skeptisch sind vor allem die Spielsucht-Experten, wenn es um die Privatisierungs-Pläne der Landesregierung geht.

Defizitäre WestSpiel-Gruppe

In der Vergangenheit gab es immer wieder Schlagzeilen rund um die schlechten Einnahmen von WestSpiel. Während das Bundesland Nordrhein Westphalen von dem Spielbankengeschäft profitierte, als dieses noch florierte, musste das Land zuletzt Minusbeträge ausgleichen. Dies ist einer von vielen Gründen, warum über die Privatisierung der Spielbanken in Nordrhein Westphalen nachgedacht wird. In anderen Ländern wurden bereits Spielbanken privatisiert, hierzu gehören die Spielbanken in Sachsen-Anhalt und zum Teil die Berliner Spielbank, die von der Gauselmann Gruppe mitbetrieben wird.

Skandal um Warhol Kunstverkauf geht weiter

Skandal um Warhol Kunstverkauf geht weiter

WestSpiel schreibt seit geraumer Zeit rote Zahlen, eine neue Spielbank in Köln soll den Betreiber aus dem Minus helfen. Der Erlös aus der Versteigerung wurde zur ersten Rettung genutzt. Der Betreiber jedoch sei laut Experten noch immer nicht in den schwarzen Zahlen. Nun wird darüber gemunkelt, ob wohl weitere Kunstwerke der Stadt von Seiten WestSpiels zum Verkauf angeboten werden sollen.

Trotz Wirbel bei der letzten Versteigerung scheinen die Politiker sich nun Sorgen darum zu machen, ob weitere Warhol-Bilder bereits verkauft wurden oder in Zukunft zu Versteigerung angeboten werden sollen. Hierbei geht es um zehn "Marylin"-Siebdrucke, auf denen das Portrait der Schauspielerin Marylin Monroe im Pop-Art-Charakter zu sehen ist. Die Kunstwerke hingen vor Jahren in der Aachener Spielbank, wo sie heute nicht mehr zu finden sind. Ein Sprecher von WestSpiel gab auf Nachfrage hin an, dass die Kunstwerke sich in einem Depot befänden. Aktuell gäbe es keine Verkaufsabsichten.

Spielbankrettung mit Kunstverkauf

Nach dem der letzte Kunstverkauf von WestSpiel dem Unternehmen eine Summe in Höhe von rund 120 Millionen Euro eingebracht hatten, wird der Wert der "Marylin"-Siebdrucke auf einen Wert in Höhe von etwa 850.000 Euro geschätzt. Experten gehen davon aus, dass dies eine Summe ist, mit der der Betreiber durchaus das eine oder andere Loch in den Kassen des Unternehmens stopfen könnte.

Bereits bei der letzten Kunstversteigerung gab es jedoch Klagen und Diskussionen, da das Unternehmen indirekt zum Land Nordrhein-Westphalen gehört und die Kunstgegenstände eigentlich Landeseigentum sind. Ob die "Marylin"-Bilder tatsächlich noch irgendwo gelagert sind oder vielleicht bereits verkauft wurden, ist aktuell nicht eindeutig festzustellen. Wenn WestSpiel Glauben geschenkt wird, dann befinden die Kunstwerke sich in einem Depot und sollen vorerst einmal nicht zum Verkauf angeboten werden.