Ein herausforderndes Geschäftsjahr 2015

Ein herausforderndes Geschäftsjahr 2015

Umso erfolgreicher ist das Unternehmen im Hinblick auf die Schwierigkeiten des vergangenen Jahres, denn es konnte trotz verschiedener Hürden ein Umsatzanstieg generiert werden.

Viele Casinos in der Schweiz und auch anderen Ländern kämpfen mit rechtlichen Bedingungen, wirtschaftlichen Situationen und der allgemeinen Einstellung zum Glücksspiel. Auch in Luzern gab es schwierige Bedingungen im vergangenen Jahr, zu denen folgende zählten:

– starke Franken

– Überregulierung

– Verlust von Marktanteilen an ausländische Mitbewerber

– Abwanderung von Schweizer Gästen ins grenznahe Ausland

– Konkurrenz durch illegale Glücksspielanbieter und Online Glücksspiel

– neue Konkurrenz durch das neue Casino in Zürich

Trotz verschiedener Hürden und Stolpersteine konnte das Grand Casino Luzern durchweg Erfolge verbuchen. Die Einnahmen sind leicht gestiegen und mit Hilfe von Innovationen konnten Stammgäste vor Ort gehalten werden. Die Leistung des Casinos wurde auch direkt zu Beginn des Jahres 2016 belohnt, denn das Casino wurde mit dem „Casino Award“ als bestes Casino der Schweiz ausgezeichnet. Die Auszeichnung betonte vor allem noch einmal die Freundlichkeit und Kompetenz der Angestellten und das vielfältige Gastro- und Unterhaltungsangebot.

In Neuenburg soll sich Einiges ändern

Das Unternehmen Kongress Kursaal Bern AG ist eine der vier Konzerne, die sich um die Zulassung für die Spielbank in Neuenburg bewerben.

Sie möchte 20 Millionen Franken in die Spielbank investieren. Als Standort hat man das heutige "Casino de la Rotonde" im Blick, da die Lage für gute Entertainmentmöglichkeiten gerade zu perfekt sei, so der Verwaltungspräsident des Unternehmens.

Der Stadtteil pulsiere und habe guten Anschluss an den öffentlichen Verkehr. Im Casino mit B-Zulassungen sollen sechs Spieltische und 150 Automaten, eine Brasserie mit 70 Sitzgelegenheiten und eine Lounge Bar untergebracht werden und man will rund 90 neue Arbeitsplätze schaffen.

In einem Casino mit dieser Zulassung darf es nicht mehr als 150 Automaten geben und der Jackpot darf nicht über 200.000 Franken liegen.

Jeweils ein Prozent des Aktienkapitals möchte die Leiterin des Grand Casinos in Bern dem "Neuchatel Tourisme" sowie dem "Theatre du Passage" überlassen. Der Zusammenhang mit dem Standort und die Verantwortung im sozialen Bereich haben laut dem Verwaltungspräsidenten große Priorität.

Die Bewerbungsfrist für Neuenburg ging bis Silvester letzten Jahres. Die Eidgenössische Spielbankenkommission machte bekannt, dass es für diesen Standort vier Bewerbungen gibt.

Genaueres wird Ende dieses Monats im Amtsblatt zu lesen sein. Wer die begehrte Zulassung erhält, gibt der Bundesrat im Sommer dieses Jahres bekannt.

Österreichisches Unternehmen will neue Aufgaben antreten

Nun ist es amtlich, dass die österreichische Casinos Austria AG nach eigenen Informationen in Kürze ihren Unternehmensanteil von 45 Prozent am Grand Casino in Luzern an den Mehrteilseigner, der Kursaal Casino AG Luzern abtritt.

Auch die Teilhabe am neuen Alleineigner von 5 Prozent wird gänzlich veräußert. Keines der beiden Unternehmen wollte sich über den Verkaufspreis äußern. Bereits seit 15 Jahren kooperiert das österreichische Unternehmen mit dem Luzerner Grand Casino.

Der Zweck sei es gewesen, die Zulassungen für die Spielbanken für den Standort Luzern zu bekommen und Fachwissen weiterzugeben, so die Kursaal Casino AG Luzern in einer Pressemitteilung. Diese Aufgabe sei erfüllt worden, weswegen nun der richtige Zeitpunkt für die Veräußerung erreicht sei, sagt ein Sprecher des österreichischen Konzerns.

Nach Aussage des Verwaltungsrat seien auch der schon jahrelang gleichbleibende Casino Markt, die hohen Steuern für die Spielbanken soweit das Rauchverbot ausschlaggebend für diesen Schritt gewesen.

Casinos Austria hat für das Luzerner Grand Casino nur die besten Wünsche und will neue Areale erschließen. Man möchte zukünftig mehr in wachsende Märkte wie Italien und in den Sektor "Online Casino" stecken.

In der Schweiz hat der Konzern nach wie vor Anteile an den Casinos in Bern, Lugano und St. Moritz inne. Im letzten Jahr hatte das österreichische Unternehmen schon Anteile am Grand Casino in St. Gallen, am Pfäffikoner Casino und am Schaffhausener Casino veräußert.