Ist der Aufschwung des Online Bingo bald Geschichte?

Das Unternehmen 888 Holdings gab vor Kurzem niederschmetternde Resultate in Bezug auf das letzte Geschäftsjahr preis. Die Gewinne im Jahr 2010 sind um die Hälfte gesunken. Die Schwerpunkte des Unternehmens sind Casino, Poker und Online Bingo.

Nun kommt der Gedanke auf, dass diese Ergebnisse möglicherweise den Aufschwung des Online Bingos beenden. Die Mehrzahl der Fachleute rechnet damit, dass der Aufschwung noch länger fortbesteht.

Der Bereich Online Bingo zeigte im ersten Vierteljahr des Jahres 2011 einen Anstieg. Auch das obengenannte Unternehmen ist der Ansicht, dass dieses Jahr optimal begonnen habe und die Erträge um 7 Prozent gestiegen seien.

Der Aufschwung wird sicherlich einmal weg sein, da solche nicht für immer existieren können. Im Folgejahr sollte sich diese Sparte wieder stabilisiert haben. Seit längerer Zeit will Ladbrokes das Unternehmen erwerben.

Doch wenn 888 eine Verschmelzung in Erwägung gezogen hätte, dann hätte es früher aufstehen müssen. Dies ist so, da es den Anschein hat, dass diese Verschmelzung nicht umgesetzt wird.

Als man Wink Bingo ankaufte, kamen bei 888 Schwierigkeiten auf. Das Unternehmen stellt wie viele seiner Branchenkollegen auch Online Poker bereit. Dieses bescherte lange optimale Resultate aber der Poker Aufschwung ist bis auf Weiteres auf Eis gelegt und der Markt schrumpft.

Auch 888 machte in dieser Sparte Verluste. Aktuell können sie die Anbieter von Online Bingo momentan noch auf zufriedenstellende Erträge aus dem Bingobereich stützen. Aber ungeachtet des Aufschwungs ist die Konkurrenz knallhart und niemand kann es sich leisten, auf der faulen Haut zu liegen.

Es wäre möglich, dass es obengenannte Unternehmen schafft, mit dem Online Bingo aus seiner Misere zu entkommen und dieses Geschäftsjahr wieder mehr schwarze Zahlen schreiben kann.

William Hill präsentiert sich in Österreich

William Hill ist vorrangig in Groß Britannien als der Sportwettenanbieter der Branche bekannt. Der Englische Markt wird von dem Unternehmen dominiert und die Firma Ladbrokes ist direkt dahinter vorzufinden. Die Vorsitzenden von William Hill planen nun mit einer Mega-Kampagne auch den österreichischen Markt zu erobern, als Konkurrenten des Unternehmens Bwin.

Die Kampagne für Österreich wurde bereits gestartet und ist besonders durch die ungewöhnlichen Wettmöglichkeiten und die attraktiven Quoten auffällig. William Hill hat sich das rühren der Werbetrommel sogar einige Millionen kosten lassen.

Auf dem Plan des Unternehmens steht ganz oben ein Ziel: der führende Sportwettenanbieter in Österreich zu werden. Laut Aussage des Sprechers von Bwin, erwartet das Unternehmen keine ernst zu nehmende Konkurrenz, da sie nicht annehmen, dass William Hill in Österreich große Bekanntheit erlangen wird. Experten sehen diese Aussage nur als Schutzmaßname, weil natürlich grundsätzlich nie gerne Konkurrenz im eigenen Segment gesehen wird.

Als Besonderheit präsentiert sich William Hill auf dem österreichischen Markt mit etwas ungewöhnlichen Wetten. Zum Angebot des Unternehmens gehören nicht nur die überall bekannten Sportwetten, sondern darüber hinaus bietet William Hill die beliebten Gesellschaftswetten an. Diese beschäftigen sich mit jedem erdenklichen Thema: vom Schaffen einer Klausurprüfung, über Starwetten bis hin zu Wetten über die eigene Lebensdauer. Für manch einen wirkt das im ersten Moment sicher befremdlich, jedoch erfreuen sich die sogenannten Gesellschaftswetten in England schon zunehmender Beliebtheit. Wie die österreichische Bevölkerung auf dieses ungewöhnliche Angebot reagiert, wird sich im Laufe der Zeit wohl erst abzeichnen.

Bisher sind die Regelungen zu den Sportwetten in den meisten Ländern noch unklar, so auch in Deutschland. In den meisten Ländern wird jedoch bereits über Neuregelungen diskutiert. In Deutschland soll das Sportwettenmonopol bald abgeschafft werden, so dass der noch nicht eroberte Deutsche Markt in diesem Fall auch bald von William Hill erobert werden könnte.

Eine Fusion jagt die nächste

Der Online-Riese namens 888 ist sehr begehrt. Nun will der Betreiber von Software, Playtech, nur einige Wochen nach dem Unternehmen Ladbrokes den Online-Riesen für 200 Millionen Pfund erwerben.

Die Gespräche mit Ladbrokes sind noch nicht lange vorbei und schon steht Playtech auf der Matte. Erstgenanntes Unternehmen wollte im vergangenen Monat sogar rund eine Viertel Million Pfund zahlen, doch ein Vertrag kam nicht zustande.

Was passiert aber, wenn sich der Online-Riese breitschlagen lässt? Momentan ist dies nicht in Sicht, das Unternehmen bekam schon hohe und geringere Offerten doch es konnte sich nicht entschließen diesen Schritt zu tun.

Das große Interesse von den Unternehmen an 888 kann man leicht nachvollziehen, denn das Objekt der Begierde gehört zu den größten Betreibern im Bereich Online Casino. Doch der Wert ist in den Wirren der Wirtschaftkrise von einer Milliarde auf rund 170 Millionen geschrumpft.

Doch es hat nicht den Anschein, dass 888 dem Verkauf zustimmen wird, weil ein großer Kundenstamm besonders in Großbritannien besteht. In den vergangenen Jahren fanden in der Online Glücksspiel Industrie große Neuerungen statt, vor drei Jahren schlossen sich Playtech und William Hill zusammen, was beiden Firmen zugute kam.

In diesen Augenblicken läuft gerade noch ein großer Zusammenschluss zwischen PartyGaming, das das größte Unternehmen für Poker ist und dem österreichischen Sportwettenanbieter Bwin. Hier möchte man auch mehr Erträge einfahren. Deshalb ist unklar, ob 888 eine so rentable Offerte erhalten wird, dass sie nur Ja sagen können.

Es finden sich zahlreiche Vorbilder für einen gelungenen Zusammenschluss großer Firmen.

Gibraltar erhöht Steuern

Ein neues Jahr hat schöne aber auch nicht so schöne Seiten. William Hill und Ladbrokes bekommen die schlechten Seiten zu spüren. Sie gehören zu den großen Betreibern von Online Glücksspiel aus dem Vereinigten Königreich, die ihr Land hinter sich ließen, um der hohen Abgabe von 13 Prozent aus dem Weg zu gehen.

Die Entscheidung der beiden Anbieter fiel auf Gibraltar, da die Steuer dort nur ein Prozent betrugen. Man muss sehen, ob der Umzug wegen der Steuern in Großbritannien richtig war oder nicht.

Die angenehmen Phasen und die geringen Abgaben waren einmal, da die Regierung von Gibraltar sich dazu durchgerungen hat, aus diesem rentablen Geschäft noch mehr Kapital zu schlagen.

Ab diesem Jahr werden die Abgaben in Bezug auf Online Glücksspiel auf 10 Prozent angehoben, sprich lediglich 3 Prozent weniger als die entsprechenden Firmen in Großbritannien entrichten müssen. Die aktuellen Abgaben sind an die der weiteren geschäftlichen Bereiche in Gibraltar angepasst.

Dem Gesetz der EU zufolge ist es notwendig, dass die Steuern vergleichbar sind. Bisher rangierten die Steuern in Gibraltar unter den normalen Steuersätzen im restlichen Europa. So rang sich Gibraltar dazu durch, mit dem Gesetz der EU gleichzuziehen.

Unter diese Vorgaben fallen rund 20 Unternehmen aus der Online Glücksspiel Branche. Die Firmen in diesem Bereich laufen gut und denken nicht über einen Umzug nach, denn die anderen Staaten haben auch keine besseren Steuersätze und ein Umzug ist ebenfalls kostspielig.

Den dortigen Gesetzgebern war es bewusst, dass die Abgaben angehoben werden können, ohne Angst haben zu müssen, dass ihnen diese Geschäftspartner abhanden kommen werden.

Die dortigen Unternehmen bemühen sich, mit anderen Glücksspiel Firmen zu kooperieren. Ladbrokes zeigt großes Interesse für 88 Holdings und es ist sehr wohl denkbar, dass ungeachtete der Steueranhebung sich noch mehr Unternehmen in Gibraltar niederlassen werden.

Gibt es bald eine neue Fusion auf dem Markt?

Die Nachricht, dass sich der österreichische Glücksspielriese Bwin mit dem PartyGaming-Konzern aus Großbritannien zusammentut, war eine der wichtigsten Meldungen in der Glücksspielbranche in diesem Jahr.

Eine britische Zeitung schreibt, dass sich womöglich noch weitere Zusammenarbeiten in der Glücksspielindustrie auftun, denn die Unternehmen Ladbrokes und 888 befinden sich wohl in Gesprächen. Erstgenannte Firma stellt zahlreiche Formen von Spielen im Internet bereit und die Online Casinos nutzen die Software von Microgaming.

Das zweite Unternehmen hat seinen Schwerpunkt auf die Online Casinos gelegt, hier wird die Software des Unternehmens Dragonfish genutzt. Ladbrokes soll dem Unternehmen erst vor kurzem 240 Millionen britische Pfund für den Erwerb von 70 Prozent der Unternehmensanteile geboten haben.

Die Londoner Börse weiß über diesen Plan schon längst Bescheid, was den Wahrheitsgehalt der Gerüchte noch untermauert. Ladbrokes und 888 gaben gegenüber der Börse an, dass sie momentan Vorgespräche führen. Doch beide betonen hierbei, dass die Gespräche nicht zwangsläufig eine Einigung zur Folge haben müssen.

Es ist nicht Neues, dass die beiden Firmen in den Verhandlungen miteinander nichts erreicht haben. Schon 2006 führten sie ähnliche Gespräche, die aufgrund der Gültigwerdung des UIGEA in den Vereinigten Staaten ein Misserfolg waren. Dieser hat für den Glücksspielmarkt der Vereinigten Staaten massive Konsequenzen.

Schon im Mai 2010 veröffentlichte 888 eine Mitteilung an die Aktionäre, dass die Unternehmensaktien um 13 Prozent gesunken waren. Seitdem hofft man auf ein Signal ob das Unternehmen übernommen wird, und wenn ja, von wem. Ein Vierteljahr später verdichteten sich die Vermutungen, als der Chef von 888 verlauten ließ, dass man mit unterschiedlichen Betreibern von Online Glücksspielen an einem Tisch sitze.

Schon hier fiel der Name Ladbrokes als potentieller Interessent. Doch der Pressesprecher befand es noch zu früh, um sich weiter dazu zu äußern. Der weitere Verlauf der Unternehmensaktie sei nicht zwangsläufig an einen Zusammenschluss mit einem anderen Unternehmen gekoppelt.

Es hat den Anschein, als ob sich momentan in der Glücksspielindustrie eine Menge tun würde. Zahlreiche Staaten in Europa und der Welt strukturieren diese Märkte neu und Industrie passt sich dem an.

Auf zahlreichen Zusammentreffen in diesem Jahr wurde viel darüber gesprochen, dass in Zukunft nur wenige große Betreiber den Markt beherrschen würden. Der Zusammenschluss zwischen Bwin und PartyGaming war ein Schritt auf diesem Weg.

Es sieht so aus, als ob die Prophezeiungen, die bei den Konferenzen geäußert wurden, tatsächlich eintreten könnten. Mit einer eventuellen Fusion der Unternehmen Ladbrokes und 888 würde ein weiteres Riesenunternehmen auf dem Glücksspielmarkt Einzug halten.