Millionenklage gegen Sachsen-Anhalt

Millionenklage gegen Sachsen-Anhalt

Nach Angaben des Lottovermittlers sei das Verbot des Landes rechtswidrig und daher sei dem Unternehmen ein Millionenschaden entstanden. Dieser Schaden soll nun in Form von Schadensersatz von Seiten des Landes wieder beglichen werden. Der Fall wird vor dem Landesgericht Magdeburg verhandelt. Ein Ergebnis in dieser Sache wird erst in einiger Zeit erwartet. Bis zum Jahr 2013 war die Klägergesellschaft in Hamburg ansässig und verlegte dann den Geschäftssitz nach London.

In den Jahren 2000-2008 wurden durch die Gesellschaft staatliche Lotterieangebote über das Internet vermittelt. Im Jahr 2006 wurde der Gesellschaft durch eine behördliche Anordnung von Seiten des Landes Sachsen-Anhalt rechtswidrig untersagt. Durch diese Anordnung sei dem Unternehmen ein Schaden in Höhe von knapp zwei Millionen Euro entstanden. Nun fordert das Unternehmen zumindest die Hälfte dieses Schadens als Schadensersatz vom Land Sachsen-Anhalt zurück.

Verletzung der Amtspflicht

Der Kläger gibt an, dass die Behörden ihre Amtspflicht verletzt hätten. Von Seiten des Landes wird dies jedoch bestritten. Die Verfügung des Landes sei von Seiten des Klägers nicht beachtet worden, die Geschäfte seien weitergeführt worden, das Unternehmen habe den Firmensitz nach Großbritannien verlegt und somit sei der Gesellschaft auch kein Schaden entstanden.

Unabhängig davon könnten heute keine Schadenersatzansprüche mehr geltend gemacht werden, denn eventuelle Ansprüche aus den Jahren 2008 bis 2010 seien bis heute verjährt, so das Land Sachsen-Anhalt.