Casino Las Vegas Sands: Verdacht auf Geldwäsche

Casino Las Vegas Sands: Verdacht auf Geldwäsche

Der Verdacht geht so weit, dass dem Unternehmen und seinen Managern vorgeworfen wird, dass überweisungen in siebenstelliger Höhe den Behörden nicht gemeldet wurden. Dieser Verdacht soll aus verlässlichen Quellen stammen und wurde vergangenes Wochenende in der Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal" publiziert.

Das Casino Las Vegas Sands gehört zu den bekanntesten Etablissements der Glücksspielmetropole. Als Besitzer ist der Milliardär Sheldon Adelson bekannt. Der vor Ort sehr berühmte Mann ist einer der wichtigsten Geldgeber für die Republikaner. Mit mehrfachen Spenden förderte der Milliardär bereits Wahlkämpfe der Republikaner. Er unterstützt in diesem Kampf den Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney, der bei den nächsten Wahlen gegen den gegenwärtigen Präsidenten Barack Obama antreten wird.

In Bezug auf den derzeitigen Fall geht es vorrangig um den Verdacht, dass Gelder, die von einem mexikanischen Geschäftsmann an das Casino Las Vegas Sands überwiesen wurden, von dem Unternehmen nicht an die Behörden gemeldet wurden. Der besagte Geschäftsmann wurde einige Zeit später wegen Drogenhandels angeklagt.

Ein weiterer Verdacht der Justizbehörde bezieht sich auf Gelder eines Managers, der aufgrund von Schmiergeldzahlungen verurteilt wurde. Diese Verdachtsmomente müssen derzeit überprüft werden und es bleibt abzuwarten, ob ausreichend Beweise vorhanden sind und es zu einer Anklage vor Gericht kommen wird.

Casinos florieren in Macao

Casinos florieren in Macao

Allein im März dieses Jahres sind die Umsätze erneut um 24 Prozent gestiegen. Verantwortlich für diesen Boom sind laut Experten vor allem die Spieler vom chinesischen Festland, die extra auf die Insel kommen, um dort dem Glücksspielvergnügen nachzugehen.

In China ist Glücksspiel grundsätzlich nicht legal. Die einzige Ausnahme ist die Sonderverwaltungszone Macao, wo die Chinesen dem Glücksspiel frönen können. Die Umsätze im März betrugen etwa 2,7 Milliarden Euro. Das erste Quartal war demnach für die Casinos in Macao mehr als erfolgreich, denn die Umsätze stiegen insgesamt um etwa 27 Prozent. Neben den erfolgreichen Bilanzen in Macao gibt es eine weitere Neuerung, nämlich die Neueröffnung eines Casinos durch Sands China, die Tochterfirma des berühmten Las Vegas Sands.

Der Auftrieb der Casinos in Macao findet seit dem Jahr 2009 statt. Seit diesem Jahr steigen die Umsätze. Die Regierung versuchte bereits diesen explosionsartigen Anstieg in geordnete Bahnen zu bringen und die Geldpolitik Chinas ist sehr streng, dennoch explodierte das Wachstum dieses Marktes weiterhin. Für dieses Jahr sehen die Analysten eine schlechtere Prognose, da das letzte Jahr im Vergleich einen zu extremen Anstieg verbuchen konnte. In diesem Jahr wird bei schlechtester Erwartung ein Wachstum von 11 Prozent prognostiziert.

Mit den Bilanzen der vergangenen Jahre etablierte sich Macao zum führenden Glücksspielmarkt und wird daher auch das "Zockerparadies" genannt. Sogar im Vergleich zu dem Glücksspielmekka Las Vegas konnte Macao in der Vergangenheit bessere Zahlen aufweisen und etabliert sich damit zur Glücksspielmetropole der Welt.

Macaos Glücksspielbranche boomt nach wie vor

Macaos Glücksspielbranche boomt nach wie vor

Die Geschäftszahlen sind zwar nicht mehr in der Weise hoch, wie sie es im Jahr 2011 waren, doch die Gewinne des ersten Vierteljahres von 2012 kletterten gegenüber dem Vorjahr um fast ein Drittel.

Die Glücksspielbehörde von Macao gab neulich die aktuellen Geschäftszahlen preis und nur im März machten die Spielstätten einen Umsatz von mehr als 3 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 24 Prozent entspricht. Ein wesentlicher Punkt der immer weiter nach oben kletternden Gewinne ist der chinesische Wirtschaftsaufschwung.

Im letzten Jahr waren rund 30 Millionen Touristen in der einstigen Kolonie Portugals und man geht davon aus, dass die Gästezahlen in den folgenden Jahren um Einiges höher sein werden. Rund 90 Prozent der Menschen kamen aus Taiwan, China oder Hongkong und im letzten Jahr machte man in den Casinos einen Umsatz von 33,5 Milliarden US-Dollar.

70 Prozent davon wurden durch die wohlhabenden Besucher eingenommen. Was die generellen Raten des Wachstums angeht, sind die Fachleute im Analysebereich etwas kritischer geworden. Für dieses Jahr geht man von einem Wachstum von 11 Prozent aus, im letzten Jahr lag diese Schätzung fast viermal so hoch, wobei das erste Vierteljahr ganz Anderes erzählt.

Denn hier ist ein Anstieg von 30 Prozent gegeben und in der Zwischenzeit werden in Macao fünfmal so viele Erträge in wie in Vegas eingefahren. Doch das Glücksspielparadies der USA hat keinen Grund sich zu sorgen, denn die beiden Unternehmen"Las Vegas Sands" und "Wynn Resorts" haben eine Menge Geld in Macao gesteckt.

Das erste Unternehmen stand 2009 noch am Abgrund und hat es binnen drei Jahren geschafft, einen Anstieg im zweistelligen Bereich zu verbuchen.

Virtuelles Glücksspiel in den Vereinigten Staaten bald legal?

Die Regulierung des Glücksspielmarktes der Vereinigten Staaten, die auch Betreibern wie "Bwin.Party" den Weg freimachen könnte, rückt in greifbare Nähe.

Denn eine Gesetzesvorlage, die virtuelles Glücksspiel im Casino gestattet, wird möglicherweise noch dieses Jahr dem amerikanischen Kongress vorgelegt werden. Laut einer amerikanischen Zeitung klettert die Möglichkeit einer landesweiten Rechtmäßigmachung von virtuellem Poker und weiteren Glücksspielen nach oben.

Dies sieht man besonders daran, dass der Mehrheitsführer des Senats und ein republikanischer Abgeordneter vor einiger Zeit das Justizministerium gebeten haben, die Maßnahmen zur Liberalisierung in den Bundesstaaten abzuschaffen. Damit wollten sie ausdrücken, dass eine einheitliche Regelung umso schwerer wird, je mehr Staaten individuelle Vorgaben haben.

Der Inhaber der "Las Vegas Sands"- Gruppe, der auch auf der Seite der Republikaner steht, soll die einheitliche Regelung unterstützen, da dies seine Gewinn noch ansteigen lassen kann. Man vermutet auch, dass er gute Verbindungen zum Mehrheitsführer des Repräsentantenhauses hat.

Der Sprecher des Repräsentantenhauses soll diesem Plan ebenfalls wohlgesinnt sein, denn sein treuer Berater wurde vor Kurzem zum "Vice President of Government Affairs" bei der "American Gaming Association" gemacht. Der Herausgeber eines Magazins für Glücksspiel sagt, dass nur noch die Gesetzesvorlage ausführlich gegliedert werden muss.

Er ist, was diese Maßnahme angeht, äußerst optimistisch. Fest steht aber, dass dieser Markt für die Branche des virtuellen Glücksspiels von großer Bedeutung ist.