Baldige Casinoeröffnung in Liechtenstein?

Baldige Casinoeröffnung in Liechtenstein?

Bereits vor langer Zeit war eine Casinoeröffnung in Liechtenstein im Gespräch. Nun liegt das Thema bereits seit sehr langer Zeit auf Eis. Nachdem einige Jahre lang nicht passiert ist, sieht es aktuell danach aus, als würde sich noch in diesem Jahr etwas tun. Die Casino Admiral AG und die Casinos Austria haben ein Gesuch für den Betrieb einer Spielbank in Liechtenstein eingereicht. Es wird erwartet, dass noch in diesem Jahr mindestens ein Casino in Liechtenstein eröffnet werden könnte.

Konzessionsgesuche aktuell noch in Prüfung

Die zwei Konzessionsgesuche, von der Casino Admiral AG und den Casinos Austria, liegen aktuell noch zur Prüfung beim Amt für Volkswirtschaft vor. Das Amt wird eine Entscheidung bezüglich der Gesuche treffen. Die Glücksspielunternehmen haben folgendes geplant und dafür entsprechende Gesuche eingereicht:

  • Casinoeröffnung im Kokon Corporate Campus in Ruggell durch die Casino Admiral AG
  • Casinoeröffnung an einem Standort im Geschäftshaus «Pirandello» an der Vorarlbergerstrasse in Schaanwald durch die Casinos Austria

Erst Bewilligung, dann Eröffnung

Aktuell wird in erster Linie auf die Bewilligung erwartet. Gleichzeitig wurden bereits Genehmigungen wie die Baubewilligung von Seiten der Unternehmer eingeholt. Wenn die Bewilligung also vorliegen würde, so könnte mit den Bauarbeiten begonnen werden und die Casinoeröffnung würde in greifbare Nähe rücken. So lange die Bewilligung jedoch noch nicht vorliegt, kann bisher noch keine Aussage zum Eröffnungszeitpunkt der Casinos getätigt werden.

Zukunft für Vaduz?

Als die Ausschreibung in Liechtenstein erstmals bekannt wurde, war der Vaduzer Hof lange Zeit im Gespräch. Dieses Projekt wurde durch den Unternehmer Wolfgang Egger ins Leben gerufen. Aktuell ist nicht bekannt, ob diese Pläne durch Egger auch weiterhin verfolgt werden. Das einzige, was bisher bekannt gegeben wurde, ist dass Egger nicht mehr die großen Pläne in Verbindung mit einem Hotelkomplex inklusive Casino verfolgt. Demnach ist gar nicht sicher, ob hier überhaupt noch das Interesse an einem Casino besteht.

Casinos Austria Casinoprojekt in Liechtenstein

Casinos Austria Casinoprojekt in Liechtenstein

Auch wenn die Casinoeröffnung in Liechtenstein offensichtlich noch in weiter Ferne liegt, so gibt es bereits drei Interessenten, die vor Ort ein Casino eröffnen wollen. Zu diesen Interessenten gehören auch die Casinos Austria.

Das Glücksspiel ist erst seit kurzem im Fürstentum erlaubt und die Ausschreibung für Casinokonzessionen ist erfolgt. Bisher hat jedoch keiner der Bewerber einen konkreten Antrag gestellt, bisher wurde nur Interesse bekundet und die Interessenten verfolgen die Ausarbeitung der eigenen Pläne für die Casinoeröffnung in Liechtenstein.

Casinoprojekt in Vorarlberg:

  • Casinos Austria planen eine Casinoeröffnung an der Grenze zu Vorarlberg
  • aktuelle Projektentwicklung im Geschäftshaus „Pirandello“ in Schaanwald
  • bisher keine konkreten Informationen von Seiten der Casinos Austria
  • Projektvorhaben durch Geschäftsleitung der ITW, Inhaberin der Liegenschaft in Schaanwald, bestätigt

Zu den Konkurrenten für die Casinos Austria in Liechtenstein gehören der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic und Unternehmer Wolfgang Egger. Novomatic ist seit einiger Zeit nun Großaktionär bei dem teilstaatlichen österreichischen Konzern Casinos Austria. Neben Novomatic und Egger als Konkurrenten, könnten die Casinos Austria sich selbst Konkurrenz machen.

Problematische Ausschreibung in Liechtenstein

Die Realisierung eines Casinos in Liechtenstein ist bereits seit geraumer Zeit ein Thema. Glücksspiel war vor Ort von 1949 bis 2010 verboten. Vaduz schrieb eine Spielbanklizenz aus, auf die sich die Casinos Austria, aber auch Novomatic bewarben. Der Zuschlag ging an die Casinos Austria, was dazu führte, dass Novomatic gegen die Ausschreibung erfolgreich vor Gericht vorging. Der Rechtsstreit endete mit einer Neuausschreibung der Konzession.

Bei der ersten Ausschreibung hatten sich die Casinos Austria gemeinsam mit dem Unternehmer Wolfgang Egger für die Lizenz beworben. Geplant war das Projekt Vaduzerhof. Es gab interne Streitigkeiten, was dazu führte, dass die Casinos Austria als auch Egger nun unabhängig voneinander als Interessenten für die Konzession in Liechtenstein auftreten.

Ein neues Casino für das Fürstentum Liechtenstein

Ein neues Casino für das Fürstentum Liechtenstein

Die Grundlagen hierfür wurden bereits im letzten April durch das Liechtensteiner Parlament geschaffen, als die Revision für das Geldspielgesetz 2011 verabschiedet wurde. Während im Vorfeld nur eine Konzession ausgeschrieben war, kann sich nun jeder für eine Spielbanken-Bewilligung bewerben.

Während die Lizenzvergabe in der Vergangenheit gescheitert war, so soll nun ein neues Zulassungssystem dafür sorgen, dass dieses Mal der Traum vom Casino für Liechtenstein real wird. Das neue Zulassungssystem enthält folgende Details:

– ein Polizeibewilligungssystem löst das bisherige Konzessionssystem ab

– nicht nur eine Bewilligung soll vergeben werden

– Zugang für ein Casino in Liechtenstein erhalten diejenigen, die die Voraussetzungen erfüllen

– Wolfgang Egger plant eine erneute Lizenzbewerbung

Konkurrenzdruck durch tiefe Steuern kompensiert

Das Fürstentum Liechtenstein wird, wenn alles nach Plan läuft, schon bald eigene Spielbanken im Land haben. Durch die Casinos in der Umgebung, die in Nachbarländern liegen, ist der Konkurrenzdruck für die Liechtensteiner Betreiber sehr hoch. Wahrscheinlich ist dies auch der Grund, warum die Geldspielabgabe für Spielbanken in Liechtenstein tiefer ausfallen soll, als bei der Konkurrent aus der Schweiz und Österreich.

Abänderung der Spielbankenverordnung rückt näher

Abänderung der Spielbankenverordnung rückt näher

Hier soll der Gesetzesentwurf nun geprüft werden. Wenn sich bei der Prüfung keine Einwände von Seiten der Behörde ergeben, dann kann die Spielbankenverordnung offiziell verabschiedet werden und erlangt so Gültigkeit in Liechtenstein.

Der Entwurf der Abänderung der Spielbankenverordnung wurde bereits notifiziert, sodass dieser unter entsprechender Nummer einsehbar ist. Ab dem Datum der Notifizierung darf der notifizierende EWR/EFTA-Mitgliedsstaat diese technische Vorschrift bis zum Ablauf der mindestens dreimonatigen Stillhaltefrist (19. September) nicht erlassen.

Die Verordnung darf solange nicht in Kraft gesetzt werden, bis diese von Seiten der ESA, der EU-Kommission und allen EU- und EWR/EFTA-Staaten geprüft wurde. Für das Prüfungsverfahren haben die Parteien nun bis zum 19- September Zeit. Sollte bis zu diesem Termin spätestens kein Einwand erfolgen, so kann die Gesetzgebung verabschiedet werden. Der frühste Zeitpunkt für die Genehmigung ist der 27. September dieses Jahres. Auch wenn dies noch eine Weile hin erscheint, so ist dennoch damit zu rechnen, dass die neue Spielbankenverordnung bereits in diesem Jahr Gültigkeit erlangen wird.

Bewilligungsverfahren als letzter Schritt

Sobald die Prüfungen durch sind wird das Spielbankenbewilligungsverfahren durchgeführt. Auf dieses bereitet sich das Amt für Volkswirtschaft bereits jetzt vor. Sobald die Regierung dem Gesetz6 zustimmt und die Gesetzgebung verabschiedet wurde kann in Liechtenstein mit dem Vergabeverfahren beginnen und hierzu werden dann alle benötigten Formulare und Erläuterungen bereitstehen.

Liberalisierung in Liechtenstein sorgt für Skepsis

Liberalisierung in Liechtenstein sorgt für Skepsis

Dies soll sich nun ändern. Der Plan sieht vor, dass zum Herbst dieses Jahres die Lizenzen ausgeschrieben werden. Interessenten haben die Möglichkeit, sofern sie die vorgegebenen Bedingungen erfüllen, sich für eine Lizenz zu bewerben. Jeder Betreiber der die Bedingungen erfüllt soll die Möglichkeit bekommen, in Liechtenstein ein Casino zu eröffnen.

Vor allem die Beteiligten an dem Projekt Vaduzerhof, was das erste Casino in Liechtenstein werden sollte, bleiben trotz der Neuerungen zurückhaltend. Offensichtlich schwingt hier eine Menge Skepsis mit. Die Vertreter von Casino Vaduzerhof und die Casino Admiral machten deutlich, dass sie ein wenig skeptisch seien, aufgrund dessen, dass das geplante Projekt in Vaduz bis heute nicht realisiert werden konnte.

Pläne für Vaduz bleiben bestehen

Während in Vaduz die Realisierung von einer Spielbank geplant war, soll es in Liechtenstein mit der neuen Gesetzgebung möglich gemacht werden, dass mehrere Spielstätten mit einfacher Polizeibewilligung zugelassen werden könnten. Nachdem das Glücksspiel in Liechtenstein jahrelang verboten war, wäre die neue Gesetzgebung ein großer Schritt. Dennoch haben die Beteiligten des Projekts Vaduzerhof bereits bekundet, dass sie durchaus weiterhin die Pläne zur Realisierung einer Spielbank in Vaduz verfolgen wollen.