Die Zukunft des Live Poker

Die Zukunft des Live Poker

Aussagen wie „es ist nicht mehr das, was es einmal war“ sind oft zu hören, auch im Zusammenhang mit Live-Poker. Gerade heute in Zeiten des Online Pokerns kommen Live-Events wie die WSOP und die EPT vielleicht viel zu kurz. Der Branchenexperte John Duthie, der als Gründer der EPT bekannt geworden ist und heute die Position als Präsident von partypoker LIVE inne hat, macht deutlich, wie er das Live-Poker-Angebot von heute einschätzt.

Sicht auf die Live-Pokerszene:

  • Live-Poker ist zu ernst geworden
  • große Live-Events für Spieler nicht mehr ansprechend
  • fehlende Atmosphäre bei großen Poker-Events
  • Verlust der Attraktivität für ambitionierte Hobbyspieler
  • einschüchternde Umgebung

Duthie gibt an, dass sich die Szene in diese Richtung entwickelt hat. Anfangs, zu Beginn der EPT, war alles noch in Ordnung. Heutzutage haben die großen Poker-Events seiner Ansicht nach an Attraktivität verloren. Daher ist es nun sein Ziel, dass die Live-Events wieder attraktiver für die Spieler gestaltet werden sollen. Hierbei sollen in Zukunft nicht mehr die Veranstalter entscheiden wie und wo ein Turnier ausgetragen werden soll, sondern die Spieler selber sollen diejenigen sein, die entsprechende Abläufe von Turnieren bestimmen. Seiner Ansicht nach sollen die Pokerspieler auch in Verbindung mit Turnieren wieder mehr in den Vordergrund rücken. Hierbei sollen sich zukünftig bei den Turnieren nicht nur die Profis wohlfühlen können, sondern vor allem auch Anfänger und ambitionierte Hobbyspieler.

Was sich für die Zukunft wieder ändern soll

Poker soll Spaß machen, sowohl den Veranstaltern und auch den Spielern. Bei großen Turnieren reisen viele Spieler aus dem Ausland zu einem bestimmten Ort. Dieser Aufwand soll sich für die Spieler natürlich lohnen. Hierbei ist nicht die Rede von Gewinnen, sondern von Atmosphäre und Spaß beim Spiel. Zu berücksichtigen gilt es nach Duthies Auffassung die Zeit, die Spieler in die An- und Abreise investieren. Die Spieler sollen anreisen können, dem Spiel nachgehen und die Atmosphäre und das Vergnügen genießen, unabhängig von Gewinnen oder Verlusten.

Möglichkeiten für die Verbesserung der Live Events:

  • Zusammenlegen von Tag 2 und 3 in einen Spieltag
  • kleine, lokale Turniere mit niedrigem Buy-In zur Qualifikation für größere Events
  • Tag 1 in verschiedenen lokalen Casinos
  • Einsparungen bei der Reisezeit
  • kein allzu hoher Rake
  • gute Struktur bei dem Turnier
  • erschwingliche Buy-Ins
  • guter Austragungsort
Jamie Gold als Botschafter des WPFH

Jamie Gold als Botschafter des WPFH

Pokerfreunde gingen davon aus, dass der Pokerspieler damit wohl von der Bildfläche verschwinden würde, aber wie die aktuellen Neuigkeiten zeigen, hat man sich hierbei geirrt. Jamie Gold wurde als Botschafter und Berater für die World Poker Hold Fundings, kurz WPHF, verpflichtet.

Bisher erregte die WPFH nicht besonders viel Aufsehen und erfreut sich daher auch nicht besonders großer Popularität. Dies soll sich mit Jamie Gold als Botschafter ändern. Im vergangenen Jahr hatte der amerikanische Rapper und Produzent, Soulj Boy, in die WPFH investiert. Darüber hinaus wurde dafür gesorgt, dass das Unternehmen die Rechte an der International Poker League (IPL) und den IPL Vegas Open erwerben konnte. Nun soll es die Aufgabe von Gold werden, dafür zu sorgen, dass Popularität und Profitabilität der WPFH wachsen wird.

Große Pläne der WPFH

Mit Jamie Gold haben die Verantwortlichen sich in jedem Fall einen bekannten Namen aus der Pokerszene ins Boot geholt, auch wenn man bei Gold nicht gerade an die positiven Schlagzeilen denkt. Gold jedoch gibt sich motiviert und freue sich nach eigenen Angaben auf die Arbeit als Botschafter und erhoffe sich strategische Partner für die WPFH begeistern zu können. Das Unternehmen hat sich darüber hinaus weitere Ziele gesetzt. Hierzu gehören die Veranstaltung neuer Pokerturniere, Poker-Unterhaltungsshows und Beratertätigkeit im Bereich Online- und Live-Casinos.

Veränderungen auf dem Live Poker Markt

Veränderungen auf dem Live Poker Markt

Diese Meldung wurde zu Beginn des Jahres auch direkt an die Angestellten des Casinos kommuniziert. Mit dieser Meldung war unter der Belegschaft klar, dass diese sich um neue Anstellungen kümmern müssten. Zum 17. Januar dieses Jahres wurde der Geschäftsbetrieb des Casinos eingestellt.

Neben Schließungen scheinen in der Branche Sparmaßnahmen aktuell auch keine Seltenheit zu sein. So kursiert die Nachricht, dass auch bei den Concord Card Casinos Sparmaßnahmen in diesem Jahr Einzug halten. Die Concord Card Casino Gruppe hat bekannt gegeben, dass mit dem Jahreswechsel einige Entlassungen in dem Management des Unternehmens folgen werden. Welche Mitarbeiter hiervon betroffen sind ist bisher noch nicht bekannt.

Auswirkungen auf den österreichischen und deutschen Live Poker Markt?

Gerade in österreich verwundern die angestrebten Sparmaßnahmen keineswegs, denn hier gilt seit dem neuen Jahr das Verbot des kleinen Glücksspiels in Wien. Die Gesetzesänderung bewirkt mit Sicherheit bei einigen Unternehmen Veränderungen, schon im Vorfeld wurde erwartet, dass diese Veränderungen auch bei der Concord Card Casino Gruppe Einzug halten werden.

Welche Auswirkungen diese Veränderungen auf das österreichische beziehungsweise deutsche Live Poker Angebot haben wird ist bisher noch unklar und eine Stellungnahme des Unternehmens zu diesem Thema gab es bisher noch nicht.

Neuer Pokerfilm bis auf ein paar Schnitzer gut

Neuer Pokerfilm bis auf ein paar Schnitzer gut

Dies ist ein Kinofilm, welcher nach dem "Schwarzen Freitag" herauskam, doch Sequenzen mit Herrn Lederer vor diesem enthalten. Doch um was geht es in dem Film? Dieser hat, je nach Perspektive den besten oder den schlechtesten Zeitpunkt im Filmgeschäft. Die Regisseure fingen vor ein paar Jahren mit den Dreharbeiten an und die Nachbesserungen hörten kurz vor dem obengenannten Ereignis auf.

Für eine Doku, die die Geschichte des Pokerspiels in Amerika zeigen wird, von Anfang an bis zum heutigen Datum, war dieser Zeitpunkt nicht gut gewählt. Die Regisseure hatten daraufhin gehandelt und das finale Kapitel des Films länger gemacht um das Publikum up to date zu halten. So ist es im Film der Fall, dass die Herren Lederer und Ferguson im Film zu sehen sind, interessant für die Fans des Spiels.

Zu diesem Zeitpunkt war ihr Ruf in der Pokerwelt noch nicht ruiniert. Hier wird die interessante Historie des Pokers in den Vereinigten Staaten erzählt, hierzu gehört auch Herr Brunson, der Einfluss des Films "Rounders", die Etablierung des virtuellen Pokerspiels und auch die Etablierung der "Hole Card Kamera" an Pokertischen. Hier findet sich auch der Event, als Herr Moneymaker vor neun Jahren die Hauptveranstaltung der Poker-WM für sich entscheiden konnte.

Die bekannten Pokergesichter sind hier zu sehen, wie Negreanu, Hellmuth, Moneymaker und auch Matt Damon, der im obengenannten Film zu sehen ist, hier fungiert er als Botschafter für Poker und geht dem Spiel sehr gerne nach. Ein weiteres Thema ist die Geschichte um Herrn Moneymaker, die gut gemacht ist. Wenn man davon keine Ahnung hat, erfährt man, dass er als Neuling gegen jede Statistik eine Menge Erfolg hatte und einen Aufschwung des Spiels verursacht, den wird diese Geschichte beeindrucken und ist ein interessanter Part des Films.

Hier wird klar, dass jedes Ereignis zum "Schwarzen Freitag" und der Eklat um "FullTilt" im Gegensatz zu anderen Dingen schnell integriert werden musste. Es ging schnell, doch den Regisseuren ist es gut gelungen, den Film neu enden zu lassen. Die Schnelligkeit war gut für den Film, denn in der übrigen Geschichte gibt es eine romantische Sichtweise auf das Spiel. Der "Schwarze Freitag" fungiert so als Wendepunkt im Film, der die Emotionen der Beteiligten zu diesem Ereignis gut in Szene setzt.

Kritik am Film kann dahingehend geäußert werden, dass die Wichtigkeit des virtuellen Pokerspiels vor diesem Ereignis nicht richtig gezeigt wurde. Viele der Befragten sind aus dem Live-Poker, so entsteht ein Bild, dass Fernsehpoker und nicht Poker im Internet am Wichtigsten für den Sektor waren. Spieler aus dem Online Bereich kamen hier nicht oft vor. In diesem Jahr soll eine weitere Doku zu dem Thema namens "BOOM" herauskommen, die hier ein gegnerisches Gewicht darstellt.

Poker, der nicht in den Vereinigten Staaten zu finden ist, kommt im Film ebenfalls wenig zum Tragen, da der Schwerpunkt auf der Historie des Pokers in den USA liegt, doch die Produzenten haben die Konsequenzen des Aufschwungs in den Staaten für die restliche Welt nicht passend in Szene gesetzt. Es hätte auch erwähnt werden können, welche Folgen das obengenannte Ereignis für die übrige Welt hatte.

Ein weiterer Horizont wäre für den Film gut gewesen. Die größte Kritik ist die Darstellung der Herren Lederer und Ferguson. Diese beiden kommen vor, als sie von der Justizbehörde in den Staaten beschuldigt werden, aber die Erwähnung macht keinen wichtigen Eindruck, und beide kommen im Film gut weg, wie Lederer, der das Schlusswort hat.

Hier kommen die große Empörung und die Verachtung der beiden Herren in der Pokerbranche nicht auf, was für viele Spieler, die sich den Film anschauen, ein großes ärgernis sein könnte. Die Äußerungen aus dem Film muten seltsam an, sie kommen vor dem obengenannten Ereignis vor. Herr Lederer sagte über den zweiten Film, dass ein Großteil der Story, außer Achtlassung des Betrugs, sein Leben darstellt und er sagte, dass der Held im Film betrügt, Helden machen das beim Poker nicht und andere lustige Zitate sind enthalten.

Das Filmende entbehrt nicht einer gewissen Tragikomik, denn hier sieht man die "Epic Poker League", die als Zukunft für den Poker nach dem "Schwarzen Freitag" benannt wird. Diesen Ausführungen sind nicht gut für einen in den anderen Aspekten guten Film, und besonders für die Leute, die keinen Zugriff auf ihr Geld bei "FullTilt" haben.

Für jede andere Person ist die Doku eine detaillierte und gute Geschichte über das Pokerspiel in den Vereinigten Staaten. Die Story um den berüchtigten Freitag und "FTP" wird gut integriert, was keine leichte Aufgabe war.

Ein wunder Punkt ist zu gute Präsentation der beiden Herren, hier wurde außer Acht gelassen, wie sie zum jetzigen Zeitpunkt auf die Pokergemeinschaft wirken.

Die Justiz in den USA

Wenn Recht und Gesetz im Mittelpunkt stehen, dann wirkt die USA wie eine uneinnehmbare Bastion. Die unterschiedlichen Bundesstaaten haben meist eine ebenso verschiedene Justiz, was auch für das heftig umstrittene Glücksspiel generell und besonders für Poker gilt.

Dieses Spiel ist für Richter, Senatoren und Juristen ein Grund zu einer heftigen Debatte. In zahlreichen Bundesstaaten denkt man über Gesetzesentwürfe nach, welche eine Gesetzlichmachung von Poker in Erwägung ziehen.

Doch sie wollen auch deutliche Regelungen aufstellen, die für die Bürger klar zu verstehen sind, was alles andere als leicht ist. Konservative Volksvertreter aus der Christlich-Rechten Ecke haben Angst, dass Sitte und Moral zum Teufel gejagt werden, wenn lockerere Gesetze durchgesetzt werden.

Politiker, die sich zu sehr für die Interessen von Poker- und Glücksspielen einsetzen, haben es nicht leicht, Im Staat South Carolina sorgte die vorgeschlagene änderung des über 200 Jahre alten Gesetzes gegen das Glücksspiel für Aufregung. Dieses untersagt jedes Spiel, das Karten oder Würfel einsetzt.

Wer sich nicht daran hält, macht sich strafbar, doch wenn die Polizei jeden Gesetzesbruch verfolgen würde, müssten die Bewohner der Ostküste eine Durchsuchung bei ihren Spieleabenden befürchten, was nicht das erste Mal wäre. Das Spiel des Lebens und UNO kommen noch davon, doch Poker wird nicht gestattet, was nun geändert werden soll.

Die Senatoren des Bundesstaates gaben bei einer Abstimmung einer Gesetzesvorlage grünes Licht, die private Spiele zu Hause gestattet. Der Senatspräsident war mit dem Ergebnis sehr zufrieden und bezeichnete dies als einen Sieg für die Freiheit. Doch auch wenn eine Schlacht gewonnen ist, der Krieg ist es noch lange nicht.

Die Gegner werden nichts unversucht lassen um es nicht in Kraft treten zu lassen. Sie haben Angst, dass unrechtmäßige Casinos überall auftauchen, wenn man weniger streng ist. Der Repräsentant der Isle of Palms sagt, dass dies keine Vermutungen, sondern Tatsachen seien und dass man bei jedem Punkt des Gesetzes Vorsicht walten lassen müsse.

Der Senator Cleary setzt sich für sie Freiheit von Meinung und Handlung ein und bemängelt, dass die Gegner wütend sind, dass die Krankenversicherung geregelt wird, aber sie der Bevölkerung Vorschriften machen wollen, wie und wo sie ihre Freizeit verbringen.

Dem Senator zufolge befänden sich auf den Schreibtischen der Republikaner, die in der Senatskammer sitzen kleine Flaggen mit der Aufschrift "Bevormunde mich nicht". Diese würden immer wieder betonen, dass die Gründer der USA keine Regierung gutheißen würden, die im Privatleben ihrer Bürger mitmischt. Doch diese machten sich nun bereit, um genau dies zu tun.

South Carolina ist hier nicht allein, auch Texas und Wyoming denken über eine Legalisierung des Live-Pokers nach. Im Staat Virginia hingegen kam ein Entwurf für die Legalisierung von Poker im privaten Bereich gar nicht erst durch den Ausschuss für Justiz- und Gerichtsangelegenheiten.

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