Gut Ding will Weile haben – Glücksspielgesetz in Spanien

Schon seit einiger Zeit ist Spanien bemüht den landeseigenen Markt für Online Glücksspiele zu strukturieren und rechtmäßig zu machen.

Die Legalisierung schob sich aber immer wieder nach hinten, weil immer wieder Verbesserungsideen seitens Politkern und Organisationen in dieser Branche eintrudelten. Die "Loterias y Apuestas del Estado" befasst sich nun damit, damit dieser Vorgang schneller über die Bühne geht und hat eine Frist von zwei Wochen angesetzt.

In dieser Zeit können noch Vorschläge und Idee kommen. Bis dato wurde das Gesetz schon mehr als 250mal verbessert. Dies heißt, das die Legislative sehr genau vorgeht, um das Gesetz so perfekt wie möglich zu machen, doch dies verzögert den Vorgang länger als vorgesehen.

Über Sponsoring zerbricht man sich im Land am meisten den Kopf. Viele spanische Unternehmen unterstützen Sportmannschaften finanziell und das neue Gesetz sieht für die Firmen Kriterien vor, um ihre Unterstützung zu strukturieren.

Darin enthalten ist auch, dass Unternehmen, die in Spanien ihre Dienstleistungen bereitstellen, Internseiten mit dem Länderkürzel .es vorweisen müssen. Auf diese Weise will man gewährleisten, dass die Spanier nur auf rechtmäßigen Seiten für Online Glücksspiel ihrem Vergnügen nachgehen.

Erobert Spanien bald Neuland?

Das Diskussionsthema Nummer Eins unter spanischen Politikern ist momentan das Online Glückspiel, weil die Regierung damit plant, eine neue Steuer zu erheben. Die Möglichkeit, eine kohärente Abgabe für sämtlich Betreiber von Online Glücksspiel und Online Casinos einzuführen, ist die beste und einfachste Methode, doch die Lokalpolitiker können sich dafür nicht erwärmen.

Der Stadtabgeordnete der Hauptstadt ist der Ansicht, dass diese neue Steuer für Online Glücksspiel regionale Interessen nicht berücksichtige. Im Land habe der Markt für Online Glücksspiel noch keine so starke und feste Position, wie es in den Nachbarländern der Fall sei.

Die staatliche Lotteriegesellschaft Spaniens die "Loterias y Apuestas del Estado" ist es bisher erfolgreich gelungen, ausländische Betreiber vom spanischen Markt fernzuhalten und zu verhindern, dass Reformen des Staates in diesem Bereich durchgeführt werden konnten.

Die monopolistische Position der Lotteriegesellschaft war und ist immer noch sehr fest. Deswegen sind Insider der Branche nicht der Ansicht, dass sich eine Legalisierung sowie eine Strukturierung des spanischen Glücksspiel im kommende Jahr durchboxen wird.

Man rechnet auch damit, dass frühestens Ende des übernächsten Jahres eine Lösung des Landes vorliegt. Einerseits können die internationalen Anbieter von Glücksspiel in Spanien gerade tun und lassen was sie wollen.

Ein Prozess zur Legalisierung, wie er gerade in Frankreich geschieht, würde für die Anbieter nur heißen, dass sie sich mit Extralizenzen auseinandersetzen müssten. So ist es ihnen momentan möglich ihr Angebot frei zur Verfügung zu stellen ohne noch mehr Abgaben entrichten zu müssen.