Ankurbeln der staatlichen Lotterien Bangkok

Ankurbeln der staatlichen Lotterien Bangkok

Die Spieler müssen nun nur noch 80 anstelle von 100 Baht für ein Los bezahlen. Trotz der Preissenkung wurden erneut weniger Lose verkauft als bisher und eine Erklärung hierfür hat bisher keiner der Beteiligten. Mit einem neuen Plan soll dem Lotterieverkauf in Bangkok nun Auftrieb verliehen werden.

Ministerpräsident Prayuth hatte mit der Senkung der Lospreise gehofft, den staatlichen Lotterien vor Ort Auftrieb zu verleihen, leider ohne Erfolg. Nach eigenen Angaben gebe es nun bereits einen neuen Plan, wie der Losverkauf angekurbelt werden soll. Prayuth plant das System ein wenig zu verändern. Bisher waren die letzten drei Zahlen auf den Losen ausschlaggebend dafür, ob ein Preis gewonnen wird oder nicht. In Zukunft sollen nach dem neuen Plan die ersten drei Zahlen auf dem Los ausschlaggebend für den Gewinn sein.

Neues Lotterie-System ab September

Durch das neue Lotterie-System erhoffen die Verantwortlichen sich, dass mehr Spieler an den staatlichen Lotterien teilnehmen werden und damit wieder mehr Einnahmen in die Staatskassen gespült werden.

Das neue System soll ab Anfang September gültig sein. Die Lotterieverkäufer wissen zwar die Bemühungen des Ministerpräsidenten zu schätzen und erklären, dass die Preissenkung ein erster guter Schritt gewesen sei, jedoch seien die Lospreise für die Straßenverkäufer noch immer viel zu hoch. Die hohen Preise seien auch für die Käufer ausschlaggeben, so die Lotterieverkäufer und man sei sich unsicher, ob ein neues System tatsächlich eine bedeutsame Veränderung schaffen werde.

Harte Strafen für überteuerte Lottoangebote

Harte Strafen für überteuerte Lottoangebote

Eigentlich beträgt der Originalpreis der Lotterielose eine Summe in Höhe von 80 Baht. Auf den Straßen werden die Lottoscheine allerdings für Preise zwischen 100 und 120 Baht verkauft. Dies soll nun strenger kontrolliert werden und so wurden Strafen ausgesetzt, die den Verkäufern blühen, wenn sie die Lottoscheine teurer verkaufen. Die Strafen fangen bei Geldstrafen in Höhe von 10.000 Baht an und können bis zur einmonatigen Gefängnisstrafe gehen.

Der Grund für den überteuerten Verkauf von Lotterielosen ist der, dass die Lottoscheine erst einmal durch mehrere Hände gehen. Jede dieser Hände möchte an den Lottoscheinen mitverdienen, so kommt es zu dem überteuerten Angebot der Lottoscheine, denn nur so verdienen die Verkäufer auf den Straßen damit auch etwas. Nun soll jedoch in Bezug auf den Losverkauf härter durchgegriffen werden. Bisher drückte die Polizei an einigen Stellen gerne einmal ein Auge zu, doch dies soll in Zukunft auch nicht mehr vorkommen. Daher wurden die Soldaten angewiesen, auch die Verstöße der Polizisten genau zu beobachten und dagegen vorzugehen.

Neuer Fond für Prävention

Es wurde ein Fond gegründet, mit dem in Zukunft Suchtprävention gefördert und Studien über spielbezogene Probleme finanziert werden sollen. Auch Hilfsangebote sollen aus diesem Fond finanziert werden können. Ein Teil des Geldes, welches durch den Kartenverkauf und die über die Jahre anfallenden Zinsen eingespielt wird, soll in den Fond gesteckt werden. Somit entfallen 60 Prozent des Geldes auf den Preis der Lose, 20 Prozent sollen in die Staatskasse wandern, 17 Prozent werden in die Verwaltungs- und Vertriebskosten investiert und somit bleiben etwa 3 Prozent übrig, die in den Font fließen sollen.

Glücksspiel als Dickmacher

Glücksspiel als Dickmacher

Dies betreffe in erster Linie die Männer, mit denen extra für die Studie eine entsprechende Versuchsreihe durchgeführt wurde. Die Studie bestätigt, dass die Männer, die dem Glücksspiel nachgehen, in vielen Fällen ein ungesundes Essverhalten an den Tag legen, welches langfristig dazu führen kann, dass die Spieler immer weiter zunehmen.

übergewicht wird bei der Studie der Teilnahme an Glücksspielen zu Grunde gelegt. Bei der Studie wurde eine Gruppe Männer in zwei Grüppchen geteilt. Eine der Gruppen erhielt Lotterielose mit der Chance auf einen großen Gewinn, die andere Gruppe erhielt keine Lose. Im Anschluss daran wurden die Männer überprüft und deren Verhaltensweisen von einer Gruppe Psychologen genauer untersucht.

Das Ergebnis zeigte deutlich auf, dass die Probanden, die ein Lotterielos erhielten, ab dem Zeitpunkt in dem sie das Los in den Händen hielten, ein ungesunderes Essverhalten an den Tag legten. Die Probanden aßen im Vergleich 68 Prozent mehr Süßigkeiten, die als Dickmacher bekannt sind. Bei der Probandengruppe ohne Los, war keine Veränderung des Essverhaltens feststellbar.

Gewinnmöglichkeit reduziert Willenskraft

Die Psychologen der Universität untersuchten das Verhalten genau und kamen dabei zu dem Schluss, dass die Chance auf einen großen Gewinn verantwortlich dafür sein könnte, dass die Probanden ein unkontrolliertes Essverhalten an den Tag legten. Im Falle der Lose lösten diese wohl die Sehnsucht nach dem großen Gewinn bei den Männern aus.

Diese Sehnsucht wiederum sei dafür verantwortlich, dass die Willenskraft der einzelnen Spieler herabgesetzt würde. Ohne Kontrolle über die eigene Willenskraft aßen die Probanden ungesunde Süßigkeiten, ohne auf die Menge zu achten. Auf Dauer führt dieses Verhalten langfristig dazu, dass Spieler durch dieses Verhalten immer weiter zunehmen.

Lotterielose an der Supermarktkasse?

Lotterielose an der Supermarktkasse?

Da die Lotterie jedoch seit geraumer Zeit mit sinkenden Einnahmen zu kämpfen hat und der Vertreib der Lose über Postwurfsendungen, Banken, Sparkassen und die Post nicht mehr ausreicht klagt die Sozialloterie nun gegen das Land.

Das Land Rheinland Pfalz besitzt die Zuständigkeit für Soziallotterien. Durch das Verbot des Verkaufs in Supermärkten bzw. Drogerien befürchten die Verantwortlichen der "Aktion Mensch" nun, dass die Einnahmen weiter sinken werden und soziale Projekte dadurch nicht mehr ausreichend unterstützt werden können.

Der Fall wird nun vor dem Verwaltungsgericht Mainz geprüft. Die "Aktion Mensch" gilt als größte Sozialloterie Deutschlands. Bisher konnten jährlich soziale Projekte mit Geldern in Höhe von 150 bis 160 Millionen Euro gefördert werden. Mit den Auflagen für die Lotterien, diese nicht mehr öffentlich bewerben zu können, habe sich nach Angaben er Sozialloterie das Verhalten der Spieler geändert. Die Lotterie sehe die Notwenigkeit, neue Vertriebswege zu nutzen, um so wieder entsprechende Einnahmen generieren zu können.

Um den Vertrieb anzukurbeln wurde über die Option nachgedacht, die Lose der Sozialloterie über Supermärkte bzw. Drogerien zu verkaufen. Zwei Handelsketten hatten sich bereits mit dem Verkauf der Lose einverstanden erklärt. Das Land Rheinland Pfalz stimmte jedoch gegen den Vertrieb über die Geschäfte, da es sich auch bei der Soziallotterie um eine Art des Glücksspiels handle, der Vertrieb sei eine gewerbliche Spielvermittlung und daher müsse man sich auch hier an die vorgegebenen Regelungen des Landes halten.

Die "Aktion Mensch" argumentierte jedoch damit, dass es sich bei den Losen nicht um suchtgefährdende Scheine handle. Darüber hinaus würden in den Supermärkten lediglich die Gutscheine für die Teilnahme an der Lotterie verkauft werden, nicht aber die direkten Lose. So hätte der Teilnehmer dann die Möglichkeit, sich im Internet für die Lotterie anzumelden oder den Gutschein verfallen zu lassen.

Vor dem Mainzer Verwaltungsgericht soll nun entschieden werden, ob die "Aktion Mensch" als Glücksspielanbieter mit geringem Gefährdungspotential behandelt werden kann. Dies würde gewisse Privilegien bedeuten, die dem Glücksspielanbieter eingeräumt werden könnten. Das Gericht soll über den Vertrieb der Lose über den Handel entscheiden.